Eine Anlage für unterbrechungsfreie Stromversorgung sichert bei kurzen Ausfällen Versorgungskontinuität. (Bild: EPS)

Damit der Blackout den Betrieb nicht lahmlegt:

Was EPS und MP2 empfehlen

Einen lokalen Stromausfall hat jeder schon einmal erlebt. Aber was ist, wenn ganz Europa plötzlich im Dunkeln sitzt – mehrere Stunden, Tage oder sogar Wochen? Die Coronakrise hat gezeigt: Extremszenarien sind eine reale Bedrohung, die uns unvorbereitet treffen können – und dabei erheblichen Schaden anrichten. In unserer digitalisierten, vernetzten Welt hätte bloß ein mehrstündiger IT-Ausfall für Betriebe erhebliche Folgen. Frühzeitige Krisenvorsorge kann Schäden mindern.

Ein Blackout – also ein lang andauernder, überregionaler Stromausfall – gilt als seltenes, aber mögliches Szenario mit erheblichem Schadenspotenzial. Unterschiedliche Ursachen können zu einem Ausfall der europäischen Stromversorgung führen, darunter menschliche Bedrohungen wie gezielte Cyberangriffe, aber auch technische Fehlfunktionen, Naturkatastrophen oder einfach nur eine unglückliche Verkettung von Einzelereignissen. Expert*innen halten ein solches flächendeckendes Blackout-Szenario zwar für selten, aber wahrscheinlich. Aufgrund der hochgradigen Vernetzung hätte ein Blackout schwerwiegende Folgen.

Die Österreichische Gesellschaft für Krisenvorsorge

Auch wenn ein solches Szenario nicht zur Gänze vermieden werden kann – mit Vorsorgemaßnahmen kann man sich und die eigene Familie sowie im beruflichen Umfeld zumindest für den Notfall rüsten. Mit Präventionsmaßnahmen im Bereich der IT beschäftigen sich die Experten von EPS Electric Power Systems und MP2 IT-Solutions. Die beiden Unternehmen mit Waldviertler Standorten sind Mitglied der Österreichischen Gesellschaft für Krisenvorsorge (GfKV). Gründer dieser Initiative ist Herbert Saurugg, Experte für Blackout-Vorsorge. Gemeinsam mit Saurugg und der GfKV initiierten EPS und MP2 IT-Solutions eine gemeinsame Kampagne, um Entscheidungsträger zu sensibilisieren und zu einer rechtzeitigen Planung von Maßnahmen zu animieren. „In unserer vernetzten, digitalisierten Informationsgesellschaft sind wir hochgradig von Daten und automatisierten Prozessen, die durch IT-Systeme gesteuert werden, abhängig. Auch innerhalb eines Unternehmens sind die wechselseitigen Abhängigkeiten einzelner Bereiche spürbar. Sorgt man hier nicht vor, würde ein länger andauernder überregionaler Stromausfall eine Kette an Folgeereignissen wie ein Dominostein in Gang setzen – und das mit erheblichen Folgeschäden“, erklärt die Inhaberin und Gründerin von MP2 IT-Solutions Gerlinde Macho.

Notfallhandbücher als Präventivmaßnahme

Krisenvorsorge braucht einen Platz in Unternehmen jeglicher Größe und Branche. Fällt der Strom aus, ist die IT weg – und mit ihr eine Vielzahl an gesteuerten Prozessen, Daten und Informationen. Um ein solches Szenario zu vermeiden, müssen organisatorische und technische Maßnahmen ergriffen werden. „Ein plötzlicher Stromausfall kann in der IT verheerenden Schaden anrichten, von Datenverlust bis zu beschädigten Geräten und Systemen. Deshalb braucht es Vorbereitung, Pläne und Simulationen“, erklärt Christoph Kitzler, Geschäftsführer und technischer Leiter von MP2 IT-Solutions. „In erster Linie muss geklärt werden, welche unverzichtbaren Komponenten beispielsweise mit Ersatzstrom weiterbetrieben werden können. Zudem braucht es Pläne für ein geregeltes Hinunterfahren und, wenn Strom wieder verfügbar ist, ein Wiederhochfahren der Systeme“, so der IT-Experte. Nur so könne sichergestellt werden, dass man schnell wieder handlungsfähig ist. Kitzler rät Betrieben zur Anschaffung eines IT-Notfallhandbuchs. Diese halten Handlungsanweisungen fest, wie im Falle eines Blackouts zu reagieren und entscheiden ist. Sie sind ein bedeutender Leitfaden, wo es gilt, rasch die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das Vorgehen im Notfall soll außerdem geprobt werden. „Testen und simulieren Sie das Szenario, zum Beispiel das Abschalten und Wiederhochfahren von Systemen – nur so können Sie Schwachstellen analysieren und Prozesse optimieren“, erläutert Kitzler weiter.

Systemverfügbarkeit und Stromversorgung im Serverraum

Aufgrund der zunehmenden Datenflut sind besonders IT-Services von Rechenzentren (RZ) und damit die Betreiber dieser Zentren darauf angewiesen, den Strom unterbrechungsfrei und stetig aufrechtzuerhalten. Ohne adäquate Sicherungsmaßnahmen stürzen Server und Rechner bereits binnen weniger Sekunden ohne Strom ab. Bei der Stromversorgung eines Serverraums steht die unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) im Mittelpunkt – denn die USV-Anlage gilt als eine der wichtigsten Schutzmaßnahmen für IT-Räume, Industrieanlagen und andere kritische Infrastrukturen. Das USV-System wird in die Stromzuleitung der zu sichernden Anlage eingefügt und garantiert bei kurzen Ausfällen Versorgungskontinuität.

USV-Anlagen werden häufig zusammen mit einer Netzersatzanlage (NEA) bzw. einem Diesel-Notstromaggregat eingesetzt. Mit Diesel angetrieben, sorgt das System bei einem Stromausfall für die notwendige Ersatzenergie. Notstromaggregate übernehmen die komplette Energieversorgung des Systems und laden gleichzeitig den vorhandenen USV-Batteriespeicher auf. Je nach Anforderung der benötigten elektrischen Leistung und Auslegung der Tankanlage versorgt die NEA die zu versorgende Last für die definierte Zeitdauer. Vertriebs- & RZ-Projektleiter Peter Reisinger von EPS betont die wirtschaftliche Bedeutung des Notfallsystems: „Unsere Welt wird vernetzter und digitaler, daher ist die Anforderung nach Verfügbarkeit und Qualität der Stromversorgung wichtiger denn je. Präventive Vorkehrungen im Unternehmen helfen, die erforderliche Verfügbarkeit für betriebskritische und strategische Infrastrukturen in Notfällen aufrechtzuerhalten und damit gesellschaftliche sowie wirtschaftliche Negativfolgen zu mildern.“

Belegschaft in den Notfallplan einbeziehen

Nicht nur die Technik muss im Notfall funktionieren. Auch die Mitarbeiter*innen in den Betrieben müssen mit an Bord geholt werden, um sich für den Extremfall vorzubereiten. „Bereiten Sie nicht nur Systeme, sondern auch Ihr Team auf einen Notfall vor. Fragen Sie sich Folgendes: Wissen alle, was im Notfall zu tun ist und wo das Notfallhandbuch zu finden ist? Ab wann davon ausgegangen werden kann, dass es sich bei einem Ausfall um einen überregionalen Blackout handelt? Beziehen Sie Ihr Team ein und schaffen Sie Bewusstsein sowie Akzeptanz“, erklärt Gerlinde Macho.

www.eps-dc.com
www.mp2.at

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