Welche Auswirkungen hat das Coronavirus auf den Verlauf der Light+Building 2020?
Welche Auswirkungen hat das Coronavirus auf den Verlauf der Light+Building 2020? Die Messegsellschaft bezog dazu auf Anfrage des i-Magazins Stellung. Foto: Messe Frankfurt GmbH / Pietro Sutera

Coronavirus zeigt Auswirkungen auf die Light + Building 2020 – doch die Branche hat…

Keinen Bock auf den Partycrasher!

Die Ziele der Aussteller sind klar gesteckt: Die Light + Building soll auch 2020 ein durchschlagender Erfolg werden. Zu hoch sind die finanziellen Anstrengungen der Aussteller, um alles andere als einen abermaligen Triumph akzeptieren zu können – wovon in der Regel auch auszugehen wäre. Würde da nicht das Coronavirus wie ein Damoklesschwert über der größten Branchenveranstaltung schweben…

Die Vorbereitungsarbeiten bei den Ausstellern der Light + Building 2020 laufen seit Monaten auf Hochtouren. Da liegt es auf der Hand, dass alles dafür getan wird, die Messe trotz der latenten Bedrohung für die Gesundheit der Aussteller und Besucher, erfolgreich über die Bühne gehen zu lassen.

Es ist nicht von der Hand zu weisen: Das Coronavirus versetzt nicht nur die WHO in höchste Alarmbereitschaft. Der Krankheitserreger hat auch unmittelbare Auswirkungen auf unser tägliches Leben: So wird unter anderem am Flughafen Wien ab Donnerstag wegen des Coronavirus bei Passagieren auf Direktflügen aus China respektive Peking die Temperatur gemessen. Kurz vor Erscheinen dieses Artikels verkündete LG Electronics die Teilnahme und Ausstellertätigkeit auf der Integrated Systems Europe (ISE) 2020 in Amsterdam abzusagen. Diese Entscheidung wurde laut LG getroffen, nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Ausbruch des Neuartigen Coronavirus (2019-nCoV) zu einer gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite erklärt hat. Aber auch Großveranstaltungen wie die Light + Building 2020 sind von den Auswirkungen des Virus betroffen. Das i-Magazin konfrontierte deshalb den Veranstalter der Messe mit der Frage, wie man vorbereitet ist. Doch abseits der medizinischen und hygienischen Maßnahmen seitens der Messegesellschaft fragen sich viele Aussteller, ob und inwieweit sich das Virus auf die Besucherzahlen auswirken wird.

Mit anderen Worten: Das Coronavirus führt weltweit zu Einschränkungen – mit unterschiedlicher Ausprägung. Während in einigen Gebieten Chinas die Rollbalken vieler Geschäfte unten bleiben und es neben der humanitären Katastrophe auch zu erheblichen wirtschaftlichen Einbußen kommt, scheint die Lage in Europa vorerst noch unter Kontrolle zu sein.

Trotzdem drängt sich die Frage auf, wie Veranstalter von Großevents verfahren werden – insbesondere dann, wenn eine große Zahl an Wirtschaftstreibenden bzw. Besuchern aus China erwartet wird.

Das trifft auch auf die Light + Building zu – immerhin besuchten im Jahr 2018 rund 26.000 Personen aus Asien die Messe in Frankfurt – China gehörte dabei zu den Top-Ten-Besuchernationen.

Aussteller äußern Bedenken

Unter den Verantwortlichen vieler deutscher Aussteller, mit denen wir in den letzten Tagen Kontakt hatten, macht sich bereits Verunsicherung breit. Niemand weiß genau, wie man mit der Gefahr, die das Virus mit sich bringt, umgehen und was man seinen Mitarbeitern empfehlen soll. Darüber hinaus befürchten die Genannten einen eklatanten Rückgang der Besucherzahl sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland. Damit einher ginge auch ein Ungleichgewicht der Messe-Kosten-Nutzenrechnung – was fatale Auswirkungen auf die ausstellenden Unternehmen haben würde.

Die Reaktion der Messeleitung

Auf Anfrage vom i-Magazin betonte die Messe Frankfurt Exhibition als Ausrichter der Light + Building, dass man in ständigem und engem Austausch mit den Gesundheitsbehörden stehe und nach aktueller Einschätzung der Behörden zufolge keine Gefährdung besteht. Weiters unterstreicht die Frankfurter Messe, dass sämtliche Empfehlungen und Anweisungen der Behörden umgesetzt werden.

Vorsorglich wurden darüber hinaus die Reinigungsmaßnahmen in Frankfurt für stark frequentierte Bereiche wie Eingänge, Türgriffe, Rolltreppenläufe etc. gegenüber dem schon hohen Standard erhöht. Weiterhin wurden zusätzliche Desinfektionsmittelspender auf dem Gelände positioniert. Mitarbeiter der Rettungskräfte sind in den Hallen sichtbar unterwegs und stehen Kunden und Besuchern neben den eingesetzten Hostessen, dem Sicherheits- und Servicepersonal mit Rat und Tat zur Verfügung.

Es wird alles Menschenmögliche getan

Doch damit nicht genug – unabhängig von der aktuellen Situation existiert auf dem Messegelände in Frankfurt laut Messegesellschaft ein sehr hoher Standard hinsichtlich unmittelbarer medizinischer Versorgung:

  • Die MF verfügt permanent über ein eingespieltes und bewährtes Notfallmanagement.
  • Das Operation & Security Center (OSC) der MF beherbergt neben Polizei und Feuerwehr auch das Deutsche Rote Kreuz sowie die Sicherheits- und Ordnungsdienste. Für medizinische Notfälle stehen mehrere Behandlungsräume sowie Geräte zur Notfallversorgung zur Verfügung.
  • Bei großen Messen, wie z.B. der Ambiente oder der Light + Building, stehen mehrere Ärzte und Sanitätskräfte im OSC zur Verfügung, die im Umgang mit Infektionskrankheiten geschult sind.
Entscheidung treffen!

Kurz zusammengefasst heißt das: Die Messegesellschaft hat ihre Hausaufgaben gemacht und nimmt die Bedrohung durch das Virus keineswegs auf die leichte Schulter – im Gegenteil: Man unternimmt alles, um der Gefahr Herr zu werden. Jetzt liegt es an den potenziellen Besuchern, eine Entscheidung zu treffen, auch 2020 die Highlights der Elektro-, Licht,- und Sicherheitstechnikbranche an einem Ort sehen zu wollen.

Wir sind jedenfalls (aus derzeitiger Sicht) live dabei!

 

Foto: Messe Frankfurt GmbH / Pietro Sutera

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