Intelligent steuern und sportlich sparen

Verschiedene Bereiche innerhalb der Sportstätten, wie Umkleideräume, Duschen oder Gastronomie verlangen unterschiedliche Temperaturen und Luftqualität, gleiches gilt für die Lichtverhältnisse. Drüber hinaus muss die Klimaregelung auch auf unterschiedliche und stark wechselnde Besucherzahlen reagieren.

Neben Heizung, Lüftung und Klimasteuerung finden sich in Sportanlagen häufig auch spezielle Beleuchtungseinrichtungen, Wassertechnik oder Spezialanwendungen wie Rasenheizungen in Stadien. Je mehr der vorhandenen Anlagen in die Gebäudeautomation integriert werden, desto effizienter können die einzelnen Anlagen und das Gesamtsystem arbeiten. Trotzdem soll sich die Gebäudeautomation möglichst einfach bedienen und transparent überwachen lassen.

Wegen der hohen Energiepreise und auch um Klima und Umwelt zu entlasten gewinnt die Energieeffizienz zunehmend an Bedeutung. Gebäudeautomation sorgt dafür, dass jedem Raum nur soviel Energie zur Verfügung gestellt wird, wie wirklich nötig ist und auch nur dann, wenn sie benötigt wird. So wird Verschwendung verhindert. Gerade in Sportanlagen, die nicht durchgängig benutzt werden und in Räumen, die nur zeitweise in Gebrauch sind, gibt es hohe Einsparpotenziale.

Im Folgenden werden fünf Projektbeispiele vorgestellt, bei denen Kieback&Peter seine Kompetenz in unterschiedlichsten Sportstätten unter Beweis gestellt hat.

 

Kunstturnleistungszentrum Karlsruhe

Die Kunstturn-Region Karlsruhe e.V. (KRK) ist ein Zusammenschluss verschiedener Turnvereine der Region Karlsruhe zu Pflege und Förderung des Turnens als Leistungssport. Die Frauenmannschaft der KRK turnt in der 1. Bundesliga der Deutschen Turnliga DTL.

Das Rudi-Seiter-Kunstturnleistungszentrum des KRK ist Leistungszentrum für das weibliche Kunstturnen, Stützpunkt des Badischen Turner-Bundes, Nachwuchszentrum der Stadt Karlsruhe und DTB-Turntalentschule. Eine Kooperation mit dem benachbarten, sportorientierten Otto-Hahn-Gymnasium ermöglicht es, Spitzensport und Schule miteinander zu verbinden. Eine Automationsstation DDC4200 von Kieback&Peter überwacht und regelt die Heizungsanlage, die Warmwasserbereitung, die Deckenlufterhitzer sowie die Rauch- und Wärmeabzugsfenster.

Besonders schätzt der Kunde die einfache und intuitive Bedienung der Automationsstation über den farbigen Touchscreen. Ändert sich zum Beispiel die Belegung der Halle, können auch die Trainer die Einstellungsänderungen vornehmen, ohne dass sie dafür besonders geschult werden mussten. Selbstverständlich kann die Anlage über ein Web-Interface auch von der Geschäftsstelle in der Halle und über das Internet aus der Ferne bedient werden. Dadurch wird die Halle bei besten Bedingungen für die Sportler energieoptimiert und kostengünstig betrieben.

 

Schauinsland-Reisen-Arena Duisburg

Fußball lebt zu einem großen Teil von Emotionen und Stimmungen. In der Spielstätte des MSV Duisburg tragen Gebäudeautomation und Gebäudemanagement-System von Kieback&Peter zur besonderen Atmosphäre bei. Die Schauinsland-Reisen-Arena ist als Fußballstadion mit multifunktionalen Nutzungsmöglichkeiten konzipiert. Es bietet Platz für 31.500 Zuschauer, ein Erweiterungsbau beherbergt Gastronomie, Medienbüros, Logen und einen Fan-Artikel-Laden. Ein Automationssystem von Kieback&Peter mit drei Automationsstationen und lokalen Vorrangbedienungen FSM (FrontSchaltModul) regelt und steuert die Klima- und Abluftanlagen, die Heizkreise und Kälteversorgung in den Shops und den VIP-Bereichen sowie die Lichtszenarien der Arena. Ebenfalls an das Automationssystem angeschlossen ist die Rasenheizung. Um die großen Entfernungen im Stadion zu überbrücken wurden über 50 FeldBus-Module FBM installiert. Insgesamt umfasst das System rund 1.000 Datenpunkte.

Mit dem Gebäudemanagement-System Neutrino-GLT wird die Vielzahl der Betreiberanforderungen mit wenigen Mausklicks verwirklicht. Passend zur Nutzung des Stadions für Veranstaltungen unterschiedlichster Art sind verschiedene Szenarien hinterlegt, die bis hin zur Beleuchtungssteuerung reichen.

 

»süd.stadt.bad« in Nürnberg

Nürnbergs größtes Hallenbad ist eine Kombination aus Sportbad und modernem Freizeitbad. Den Besucher erwarten ein 25-Meter-Schwimmbecken, ein Nichtschwimmerbecken, ein Kleinkinderbereich mit drei Planschbecken, zwei Sprungtürme, ein ganzjährig geöffnetes Außenbecken und eine 100-Meter-Außenrutsche. Hinzu kommt ein Wellnessbereich mit Saunen, Dampfbad, Entspannungsbecken, Saunagarten mit Bachlauf und Erlebnisduschen. Außerdem gibt es eine Physiotherapiepraxis mit türkischem Rosen-Hamam und verschiedene gastronomische Angebote.

Für die Überwachung und Steuerung von Heizung, Lüftung und Klima kommt ebenso das Automationssystem DDC4000 von Kieback&Peter zum Einsatz wie für die Bädertechnik. Die drei Kreisläufe der Schwimmbadtechnik sind in je einem Informationsschwerpunkt zusammengefasst. Ein weiterer Informationsschwerpunkt regelt die Lüftung und zwei die Heizung. Alle Informationsschwerpunkte sind mit Automationsstationen DDC4200 ausgestattet.

Für den energieeffizienten Betrieb werden alle Anlagen nach Bedarf geregelt. So arbeitet beispielsweise die Wasseraufbereitung abhängig von Verschmutzungsgrad und Besucherzahl. Dank des einfachen und transparenten Bedienkonzepts kann die Gebäudeautomation von den Schwimmmeistern bedient werden, die dafür keine spezielle Ausbildung benötigten.

Über Ethernet kommunizieren die Automationsstationen mit dem Gebäudemanagement-System Neutrino-GLT, außerdem sind über BACnet acht Schwimmbad-Lüftungen von Menerga in das Gebäudemanagement integriert. Das Gebäudemanagement-System verfügt über drei Bedienplätze und kann zusätzlich aus der Ferne bedient werden. Es ist so konzipiert, dass auch andere Bäder aufgeschaltet werden können.

Skihalle »Snow Dome« in Bispingen

Der Snow Dome in der Lüneburger Heide ist eine der modernsten Skihallen Europas.

Auf der 280 Meter langen Piste herrschen ganzjährig Temperaturen zwischen minus zwei und minus vier Grad Celsius, 13 Schneekanonen sorgen für die 35 Zentimeter hohe Schneedecke. Neben der Pisten bietet der Snow Dome verschiedene Restaurants, einen Tagungs- und Eventbereich, ein Resort Hotel und in der warmen Jahreszeit diverse sportliche Aktivitäten im Außenbereich.

Drei Kältemaschinen mit einer Gesamtleistung von 2.280 Kilowatt sorgen zusammen mit 13 Umluftkühlgeräten, zwei Zu-/Abluftgeräten und einer Fußbodenkühlung für konstant eisige Temperaturen in der Skihalle. Die gesamte Kälte-, Klima- und Lüftungstechnik wird über ein Automationssystem von Kieback&Peter geregelt und überwacht. Das Konzept dafür entwickelte Kieback&Peter im Auftrag der Kälte-Firmen Anderten und Kissing. Frequenzumrichter von Danfoss regeln die Kältemaschinen bedarfsabhängig und energiesparend. Die Kältemaschinen kommunizieren über Profibus, Gateway-Module SBM51/06 bilden die Schnittstelle zu den Automationsstationen.

Für das Gebäudemanagement wird das Gebäudemanagement-System Neutrino-GLT eingesetzt, das über drei in die Schaltschranktüren der Technikzentralen eingebaute Touchscreen-Industrie-PCs bedient wird. Nach einer Schulung können die Haustechniker die gesamte Anlage selbstständig optimieren.

Marco Torkler, Leiter der Haustechnik im Snow Dome: “Ich möchte ein großes Lob an Kieback&Peter aussprechen für die hervorragende Zusammenarbeit während der Bau- und auch während der jetzigen Betriebsphase. Das Automationskonzept von Kieback&Peter hat sich bewährt. Besonders die einfache Bedienung ist hervorzuheben.”

 

Weidenhof-Turnhalle in Potsdam

Die Weidenhof-Turnhalle in Potsdam erreicht mit einem jährlichen Heizenergiebedarf von nur 60 kWh pro Quadratmeter den Niedrigenergiehausstandard. Dafür sorgt unter anderem die Gebäudeautomation von Kieback&Peter. Für den Bauherrn, den Kommunalen Immobilienservice (KIS) der Landeshauptstadt Potsdam, war die Sanierung der Turnhalle ein Modellvorhaben, da es im Land Brandenburg über zweihundert Turnhallen dieses Typs gibt.

Im Rahmen der Sanierung wurde der Wärmeschutz verbessert und sowohl Heizungs- als auch Lüftungsanlagen erneuert. Es wurde eine Solaranlage installiert, die die über Fernwärme gespeiste Fußbodenheizung unterstützt und das Brauchwasser erwärmt. Die zugeführte Frischluft wird über Solar-Luftkollektoren vorgewärmt.

Ein Automationssystem von Kieback&Peter sorgt für einen energieeffizienten Betrieb der Turnhalle. Mit Hilfe von Luftqualitätsfühler steuert es beispielsweise bedarfsabhängig die Lüftung in den Umkleideräumen. Ebenfalls in das Automationssystem integriert ist eine »Badminton-Taste«: Ein Präsenztaster schaltet die Lüftungsanlage in der Halle ab, wenn die Luftbewegungen das Badminton-Spiel beeinträchtigen würden.

Einfach bedient und überwacht wird das System über das Gebäudemanagement-System

Neutrino-GLT.

Die Neutrino-GLT überträgt die Daten auch an eine Display-Wand im Eingangsbereich, die den Energieverbrauch im Gebäude visualisiert. Hier kann die Einsparung an Heizenergie ebenso abgelesen werden wie die Stromersparnis durch die tageslichtgeführte Beleuchtungsanlage. Auch die Weidenhof-Grundschule, zu der die Turnhalle gehört, kann die Daten abrufen und im Unterricht verwenden.

Mit rund 70 Prozent außerschulischer Nutzung erfüllt die Weidenhof-Turnhalle eine wichtige soziale Funktion für den Potsdamer Stadtteil »Am Schlaatz«.

www.kieback-peter.de
 

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