Wirksamer Schutz gegen Einbrecher

Die Kriminalprävention klärt unabhängig über Möglichkeiten des Einbruchschutzes auf, um sowohl das Gefühl der subjektiven Sicherheit als auch die reale Sicherheit zu stärken. Die Experten aus dem Wiener Gewerbe und Handwerk bieten den Konsumenten maßgeschneiderte Sicherheitskonzepte, um die Wohnsicherheit im Eigenheim zu steigern.

Mag.(FH) Maria Smodics-Neumann, Obfrau der Sparte Gewerbe und Handwerk und Vertreterin der Plattform, schätzt die erfolgreiche Kooperation: „Die intensive Zusammenarbeit von SICHER DAHEIM und Kriminalprävention garantiert Konsumenten eine individuelle Risikoanalyse kombiniert mit dem Angebot von produktneutralen Sicherheitskonzepten.“ Interessenten sind willkommen auf der Beratungsinsel Gewerbe und Handwerk der Bauen & Energie 2017 / Messe Wien / B0710 / 16. – 19. Februar 2017.

Diebe in der Dunkelheit
In den Wintermonaten, verstärkt von November bis Februar, nutzen Einbrecher die früh einsetzende Dunkelheit, um in Häuser und Wohnungen einzudringen. Untersuchungen des Bundeskriminalamtes haben ergeben, dass die Täter besonders in der Zeit zwischen 16 und 21 aktiv sind, wenn die Bewohner noch nicht zuhause sind. Bevorzugte Ziele sind Ein- und Mehrfamilienhäuser in Siedlungsgebieten nahe von Hauptverkehrsverbindungen, die eine rasche Flucht erleichtern. Vor allem Spontan-Einbrecher gehen den Weg des geringsten Widerstands: mehr als die Hälfte der Täter lässt sich bereits durch einfache Sicherheitsmaßnahmen abschrecken. Mehr als ein Drittel aller Einbrüche wird im Anfangsstadium abgebrochen, sind effektive Sicherheitsmaßnahmen gesetzt.
Im Schnitt erreicht die durchschnittliche Schadenshöhe bei einem Einbruch rund 1.500,- Euro lt. der Wiener Städtischen Versicherung. Begehrtestes Diebesgut sind Schmuck, Bargeld, Münzsammlungen und Kreditkarten, gefolgt von technischen Geräten wie Smartphones, Laptops oder Fernseher. Doch bei einem Einbruch ist nicht nur ein materieller Schaden zu erwarten: Ein Einbruch ist ein massiver Eingriff in die Privatsphäre und bedeutet einen großen Schock. Dabei macht den Betroffenen das verloren gegangene Sicherheitsgefühl am meisten zu schaffen.

Die gute Nachricht: Jeder kann sich schützen!
Maßgeschneiderte Sicherheitskonzepte bieten Schutz. Die Sparte Gewerbe und Handwerk hat mit www.sicherdaheim.at eine Plattform geschaffen, die alle wichtigen Informationen zum Thema Einbruchschutz einfach und leicht verständlich, übersichtlich und umfassend anbietet. Gleichzeitig findet man kompetente Ansprechpartner und Berater, die persönlich abgestimmte und vor allem produktneutrale Sicherheitskonzepte ausarbeiten. Die starke Zusammenarbeit der fachkundigen Anbieter wie Tischler, Schlosser, Glaser, Alarmanlagenerrichter, Detektive und Bewacher erleichtert erfolgreiche Einbruchsprävention. Abgerundet wird das Angebot der Plattform mit Hinweisen der Versicherungen über geeigneten Versicherungsschutz und Angaben über mögliche Förderungen und Finanzierungen.

Zahlen und Fakten
Seit Jahren sinkt in Österreich die Zahl der Einbrüche in Wohnungen und Wohnhäuser. Die Polizeiliche Kriminalitätsstatistik zeigt 2015 weniger Anzeigen und höhere Aufklärungsquoten. Mit 517.870 angezeigten Delikten ist die Zahl der Anzeigen in Österreich im Jahr 2015 um 1,9 Prozent gegenüber 2014 gesunken. Dies bedeutet, wie in den Jahren zuvor, einen Rückgang und den niedrigsten Wert seit zehn Jahren. Die Statistik für Einbruchsdiebstähle im Jahr 2015 für Wien zeigt, dass im Jahresvergleich 2014 zu 2015 die Anzahl der Anzeigen hinsichtlich Einbruchsdiebstähle in Wohnungen und Wohnhäuser von 8.907 auf 7.069 und somit um 20,6 Prozent zurückgegangen sind. Dieser Erfolg ist auch auf die verstärkte Präventionsarbeit der Polizei zurückzuführen. So wurden von Oktober 2015 bis Februar 2016 in Österreich über 24.000 Personen speziell zum Thema Schutz vor Dämmerungseinbrüchen beraten.

Sicherheit gehört zu den wichtigsten Grundbedürfnissen der Menschen und ist Bestandteil ihrer persönlichen Lebensqualität. Doch der finanzielle Aufwand hindert viele Wiener, ihre Heime vor Einbrechern zu schützen. Entsprechende Förderungen können die Haushaltsbudgets wesentlich entlasten und damit die Nachfrage nach wirksamem Einbruchschutz erheblich erhöhen. Der Umfang der Förderungen ist von Bundesland zu Bundesland verschieden.

Investitionen in Wohnsicherheit rechnen sich
Die Fördersituation in Wien ist unbefriedigend, der Zugang zu den Förderbedingungen kompliziert. Die Stadt Wien fördert ausschließlich den Einbau von zertifizierten Sicherheitstüren. Übernommen werden höchstens 20 Prozent der Anschaffungskosten und die Förderhöchstbeträge für einfache Sicherheitstüren betragen 400,- Euro, für Doppelflügeltüren 800,- Euro, wenn die Wohnung mindestens 22 Quadratmeter misst und 20 Jahre alt oder älter ist.

Die Förderung für Investitionen in Wohnsicherheit sollen zumindest auf elektronischen Einbruchschutz ausgeweitet werden. Darüber hinaus fordert die Wirtschaftskammer Wien Zuschüsse für Videoüberwachung und Sicherheitsfenster sowie vor allem mit dem Erfolgsmodell Niederösterreich vergleichbare Förderbedingungen und Zuschussbeträge. Wenn die Stadt Wien Hilfe zur Selbsthilfe leistet, verringert sich für viele Wiener die finanzielle Belastung. Wirksamer Einbruchschutz wird vermehrt nachgefragt. Die Wohnsituation in Wien wird real sicherer.

 

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