Das Coronavirus hält die Welt in Atem – die drastischen Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung ziehen weitreichende Konsequenzen nach sich. (Bild: pixabay)

Die i-Magazin-Serie zur Lage der (Elektriker-)Nation:

»Wir schaffen das!«

Von eitel Wonne ist auch bei den Oberklammers nicht die Rede – kein Wunder nach derart turbulenten Stunden nach Bekanntwerden der Regierungsmaßnahmen. Der Familienbetrieb aus Waidhofen/Ybbs in Niederösterreich beschäftigt derzeit 43 Mitarbeiter. Geht es nach der handelsrechtlichen Geschäftsführerin Monika Forster, soll es bei Expert Oberklammer trotz Coronakrise vorerst auch dabei bleiben.

von Thomas Buchbauer

Monika Forster ist handelsrechtliche Geschäftsführerin von Expert Oberklammer aus Waidhofen/Ybbs – das Geschäftslokal ist, wie viele andere in Österreich, seit Montag geschlossen. (Bild: Expert Oberklammer)

Das Geschäftslokal von Expert Oberklammer aus Waidhofen/Ybbs hat wie viele andere Geschäfte in Österreich am Montag schließen müssen – die Umsetzung des Maßnahmenpakets der Regierung zur Eindämmung der Coronavirus-Verbreitung und die daraus folgenden fehlenden Einnahmequellen versetzten die Unternehmerin unter akuten Zugzwang: „Wir sind mit allen Mitarbeitern im Verkauf in Übereinkunft gekommen, dass sie nun einmal ihren Urlaub abbauen. Auch im Büro fahren wir die Mitarbeiterzahl hinunter. Im Reparatur- und Störungsdienst sehen wir uns nach wie vor mit zahlreichen Aufträgen konfrontiert, die es uns derzeit noch ermöglichen, in vollem Umfang weiterzuarbeiten. Bei unseren Aufträgen im industriellen Bereich verhält es sich ähnlich“, beschreibt Forster den Status quo. Sie musste aber auch schon einen Teil ihrer angestellten Monteure auf Urlaub schicken: „Im Grunde hätten wir einige Aufträge – vor allem im öffentlichen Bereich, wie etwa Schulen – die wir aber in der derzeitigen Situation nicht abarbeiten dürfen“, weist sie auf die zahlreichen Widrigkeiten hin und verrät uns, dass ein Großteil der Aktivitäten zum Stillstand gekommen ist.

Monika Forster will sich aber nicht verunsichern lassen – die Unternehmerin denkt positiv: „Bei unserer heutigen Morgenbesprechung mit den Mitarbeitern haben wir das Maßnahmenpaket der Regierung zum Thema gemacht, aber ihnen gleichzeitig auch mitgeteilt, dass wir noch nicht daran denken, Kurzarbeit anzumelden“, lässt sie das i-Magazin wissen. Forster möchte besonnen an die Thematik herangehen, die nächsten Tage und die Entwicklung abwarten und restriktive Maßnahmen nur dann setzen, wenn es keine Alternativen gibt. „In Anbetracht dessen, welche Situation uns nach der Krise erwarten kann, ist es als Unternehmer notwendig, vorausschauend zu agieren und die Mitarbeiter bei der Stange zu halten“, so die Geschäftsführerin, die sich von den Verantwortlichen dieses Landes doch ein wenig im Stich gelassen fühlt: „Die Informationsflut, die über uns Unternehmer gerade hereinbricht, müssen wir erst einmal verarbeiten. Was tun wir, wann tun wir es, wie tun wir es…? Das sind alles Fragen, die nicht so einfach beantwortet werden können. Nicht einmal die Experten zu diesem Thema – etwa die Steuerberater oder auch das AMS – können im Detail Antworten liefern.“

Forster wünscht sich aber nicht nur Unterstützung auf bürokratischer Ebene. Sie würde es auch sehr begrüßen, wenn der Staat in anderen Bereichen einspringt: „Warum werden die Sozialversicherungsbeiträge nur gestundet? Ich würde mir wünschen, dass die ÖGK die Forderungen für einige Monate aussetzt“, hat Monika Forster eine klare Vorstellung, wie es den Unternehmen möglich wird, schadlos über die Krise zu kommen.

Wir sind bereits gespannt, wie ihre Kollegen aus der Branche handeln – eine Fortsetzung der i-Magazin-Serie »zur Lage der (Elektriker-)Nation« lesen Sie auf www.i-magazin.com in Kürze!

Expert Oberklammer ist unter www.oberklammer.at erreichbar!

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