Was Sie immer schon über LEDs wissen wollten

 

LED-Lampen verbrauchen schon heute bis zu 80% weniger Energie als handelsübliche Glühlampen, halten extrem lange und gelten deshalb mit Recht als Beleuchtungslösung der Zukunft, zu der es sich mit einem einfachen Lampentausch wechseln lässt. Mit fast 70 Lumen pro Watt (lm/W) hat die jüngste Philips LED-Lampe eine Lichtausbeute, die schon deutlich über dem Niveau von Energiesparlampen liegt.

Im Laufe der letzten Monate wurde wir von den Elektrotechnikern mit immer wieder auftretenden Fragen konfrontiert – Zeit die Antworten dazu übersichtlich zu liefern. Lesen Sie, ob LEDs auch warmweißes Licht abgeben, ob sie dimmbar sind und wovon die Lebensdauer abhängt!

Was unterscheidet LEDs von herkömmlichen Lichtquellen?

Leuchtdioden (LED) sind Licht emittierende Halbleiterdioden und haben zur Lichterzeugung weder eine Glühwendel wie die Glühbirnen noch »Entladungsröhren«, in denen das Licht, wie bei Energiespar- oder Leuchtstofflampen, in einem Gasplasma erzeugt wird. LEDs sind kleine Kristalle, die – an einen Stromkreislauf angeschlossen – Licht abgeben. Die Lichtfarbe ist abhängig von dem verwendeten Halbleiterwerkstoff. LEDs sind bruchsicher und stoßfest und werden mit einer Niedervoltspannung betrieben. Ihr Licht enthält keinen Ultraviolett- und nur einen sehr geringen Infrarotanteil.

Haben LEDs heute schon genügend Lichtleistung, um Energiespar- und Halogenlampen zu ersetzen?

Für die meisten herkömmlichen Haushaltslampen sind die LED-Lampen der jüngsten Generation nicht nur vollwertige, sondern auch nachhaltige Alternativen. Mit Lichtströmen zwischen 40 und 806 Lumen bei den Kolben und Lichtstärken zwischen 700 und 2.800 Candela bei den Reflektorlampen haben sie elektrische Leistungen von nur zwei bis 16 Watt. Sie können – je nach Ausführung – herkömmliche Lampen von sechs bis 80 Watt direkt ersetzen und dabei bis zu 90 Prozent Energie einsparen.

Warum sind LEDs so viel teurer als Glühbirnen?

Die LED-Lampenproduktion ist komplex und erfordert sehr enge Fertigungstoleranzen. Die kleinste Abweichung führt unter Umständen zu unterschiedlichen Wirkungsgraden oder Farbtemperaturen. Ein aufwändiger Prüfvorgang nach der Fertigung sortiert die LEDs nach Lichtfarbe und Leistung, bevor sie weiterverarbeitet werden. Darüber hinaus strahlen LEDs im Licht zwar keine Wärme ab, dafür muss aber die im Betrieb entstehende Wärme – wie bei allen Halbleitern – vom Halbleiterkristall effektiv abgeleitet werden. Über Kühlkörper, die in die LED-Lampen integriert sind, wird die Wärme an die Umgebung abgegeben. Das alles bedeutet erhöhten Aufwand bei der Herstellung von Markenprodukten, der sich letztendlich im Produktpreis niederschlägt.

Ist es richtig, dass LED-Lampen ein kaltes Licht haben und Farben nicht richtig wiedergeben?

Die ersten LEDs hatten tatsächlich ein eher kaltes Licht. Für Markenprodukte gilt das heute jedoch nicht mehr. Die LED-Lampen wie Econic und Novallure zum Beispiel haben ein warmweißes Licht, das mit Farbtemperaturen von 2.700 Kelvin in der Lichtfarbe herkömmlichen Glühlampen entspricht. Der Farbwiedergabeindex (Ra oder CRI) zwischen 80 und 90 signalisiert sehr gute Farbwiedergabeeigenschaften. Inzwischen werden auch schon Werte von Ra 98, ganz nahe am Maximalwert 100 erreicht.

Lassen sich LEDs dimmen?

Die meisten LED-Lampen lassen sich mit den modernen, passenden Dimmern ohne Einbußen der Lichtqualität dimmen, wenn es auf der Lampenverpackung ausgewiesen ist. Mit den heute noch häufig verwendeten Glühlampendimmern könnte es allerdings Probleme geben. Im Zweifel sollte beim Kauf einer LED-Lampe nachgefragt werden.

Wie hoch ist die Lebensdauer von LEDs?

Angaben von bis zu 100.000 Stunden können zwar unter Laborbedingungen erreicht werden, sind aber in der praktischen Anwendung kaum zu realisieren. Realistisch sind heute je nach Ausführung zwischen 15.000 un

d 50.000 Stunden. Die entsprechende mittlere Lampenlebensdauer ist auf der Verpackung angegeben.

Wovon wird die Länge der Lebensdauer von LEDs bestimmt?

Es gibt mehrere Faktoren. An erster Stelle steht die Wärme. Wie alle künstlichen Lichtquel-len wandelt der LED-Kristall nicht die gesamte aufgenommene elektrische Leistung in Licht um, ein großer Teil der zugeführten Energie wird in Wärme umgewandelt. Da das LED-Licht kaum

Wärmestrahlung enthält, muss die Wärme rückseitig über Kühlrippen abgeführt werden, sonst sinken die Lebensdauer und der Lichtstrom drastisch. Weitere Faktoren mit Einfluss auf die Lebensdauer sind die Umgebungstemperatur, Feuchtigkeit sowie die Quali-tät der Treiberelektronik.

Kann ich auch alte Leuchten mit LEDs bestücken oder brauche ich neue?

LED-Lampen gibt es mit den Lampengewinden E27 und E14 oder mit GU10 und GU5.3 Sockeln. Damit passen sie in die allermeisten bereits vorhandenen Wohnraumleuchten und können herkömmliche Lampen zwischen zehn und 60 Watt 1:1 ersetzen. Da die LED-Lampen 80 Prozent weniger elektrische Energie benötigen und mehr elektrische Energie in Licht umwandeln, können alte Leuchten bei normaler Luftzirkulation kaum überhitzt werden.

Lassen sich LEDs ohne Einschränkungen Innen und Außen einsetzen?

Nein. Die LED selbst ist zwar verkapselt aber die LED-Platinen sind sehr empfindlich gegen Feuchtigkeit. Für die Badezimmerbeleuchtung sollten LED-Lichtquellen mindestens die Schutzart IP 44 haben, für die Außenbeleuchtung ist mindestens IP 44, bei stärkerer Belas-tung der Umgebungsluft mit feinen Staubteilchen IP65 notwendig.

Wie energiesparend sind LEDs im Vergleich zur alten Glühbirne?

Die Zwölf-Watt-LED-Lampe von Philips mit E27-Gewindesockel hat einen Lichtstrom von 806 Lumen und kann bereits eine 60-Watt-Standardglühlampe ersetzen, die es durch-schnittlich nur auf 710 Lumen bringt. Das entspricht einer Energieersparnis von rund 80 Prozent.

Quelle: Philips

 

www.philips.at

ähnliche Beiträge