Die Vereinbarung zur Fortführung der Zusammenarbeit von Stromnetz Berlin und Schneider Electric wurde am 13. November unterzeichnet und symbolisch mit Handschlag besiegelt. Von links: Prof. Dusko Bekut, Stellvertretender Geschäftsführer Schneider Electric DMS, Dr. Thorsten Pape, Geschäftsführer Consulectra Unternehmensberatung GmbH, Jürgen Schunk, Leiter Assets Stromnetz Berlin GmbH, Dr. Joachim Dams, Mitglied der Geschäftsführung Schneider Electric GmbH. (Bild: Schneider Electric / Aliki Monika Panousi)

Start der Ausführungsphase:

Was Schneider Electric für das Berliner Stromnetz tut

Schneider Electric führt den Komplettaustausch von Netzleit- und Störungsmanagementsystemen für die Stromnetz Berlin GmbH aus. Die hierfür geschlossenen Vereinbarungen wurden im Rahmen des Netzleittechnik Symposiums 2019 und unter Mitwirkung des Beratungsunternehmens Consulectra am 13. November unterschrieben. Nachdem Schneider Electric die Phase I mit der Erstellung des Pflichtenheftes in diesem Jahr erfolgreich abgeschlossen hat, wird der Energiespezialist nun auch für die Ausführungsphase von Stromnetz Berlin beauftragt.

Mit 2,3 Millionen Kunden ist das Stromnetz Berlin für die Versorgung aller Haushalte, Gewerbebetriebe und Industrieunternehmen in der Metropole an der Spree verantwortlich. Neben ständiger Verfügbarkeit und Sicherheit sind es vor allem gleichbleibende Qualität und schnelle Wiederherstellung der Versorgung im Falle einer Störung, die die Einwohner von Berlin von ihrem Netzbetreiber erwarten. Um dies auch zukünftig gewährleisten zu können, musste die alte Infrastruktur auf den Prüfstand. Die stetige Zunahme von vernetzten Geräten und digitalisierten Prozessen stellt Netzbetreiber wie Stromnetz Berlin heute vor extrem veränderte Anforderungen in der Energieverteilung und im Energiemanagement. Die gleichbleibende Qualität in Form von Spannung und Frequenz sowie die sofortige Lokalisierung von Störungen erforderten eine kommunikative Zusammenführung von Hoch-, Mittel- und Niederspannung. Um die bestehenden IT-Systeme intelligent verbinden zu können und eine zentrale Niederspannungsnetzführung aufzubauen, hat sich das verantwortliche Management von Stromnetz Berlin für das Advanced Distribution Management System (ADMS) von Schneider Electric entschieden.

Eingebunden in EcoStruxure Grid, der IT-/OT-basierenden Systemarchitektur des Energiespezialisten, bietet das ADMS eine umfassende Lösung zur Verwaltung, Steuerung, Überwachung, Analyse, Optimierung, Planung, Simulation und Schulung im Bereich der Stromnetze. Ein gemeinsames Netzmodell für alle Spannungsebenen und Funktionen ermöglicht dabei einen effizienten und nachhaltigen Netzbetrieb, von der Niederspannung bis zum Übertragungsnetz.

Die nun anstehende Ausführungsphase in Berlin ist von drei Releases gekennzeichnet: Im ersten Release wird die Niederspannungsnetzführung zentralisiert, um dann im zweiten Release das derzeit bestehende SAP-Störungs-Management-System (STMS) durch das neue ADMS zu ersetzen. Im dritten Release wird schließlich die bisherige SCADA-Ebene durch die Steuerungsebene des ADMS abgelöst. Der Lieferumfang beinhaltet nicht nur die zentrale Softwarelösung, sondern auch das entsprechende IT-Equipment.

Bei der kürzlichen Unterzeichnung der Vereinbarung waren sich das Berliner Energieversorgungsunternehmen und seine Berater einig: „Wir haben mit Schneider Electric einen Lieferanten beauftragt, der uns bei der Erreichung unserer strategischen Ziele im Bereich der Digitalisierung und Kundenorientierung mit seinen EcoStruxure-Lösungen bestens unterstützt. Dass wir nun auch in der Ausführungsphase weiter mit Schneider Electric zusammenarbeiten, ist die Konsequenz aus der bisherigen vertrauensvollen und erfolgreichen Zusammenarbeit sowie der Kompetenz, die das Unternehmen mitbringt“, so Jürgen Schunk, Leiter Assets der Stromnetz Berlin GmbH.

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