Warum sind die meisten Blitzopfer männlich?

Auch in den USA waren 81% der Blitzopfer männlich (261 Tote durch Blitzschlag von 2006 bis 2013 – siehe hier). Als Gründe dafür werden geschlechtsspezifische Unterschiede im Freizeitverhalten, ein größerer Anteil an Männern, die sich berufsbedingt im Freien aufhalten, aber auch eine generell höhere Risikobereitschaft von Männern vermutet.

Neben diesem deutlichen Unterschied im Geschlecht der Todesopfer sind zahlreiche weitere Fragen im Zusammenhang mit Personenschäden durch Blitzschlag bis heute ungeklärt und manchen der Empfehlungen, die zum Verhalten bei Blitzschlag gegeben werden, fehlt der endgültige wissenschaftliche Nachweis.

Oft fehlt es an der systematischen Erfassung der genaueren Umstände, die zum Blitzunfall geführt haben. Wie weit weg bzw. wie hoch war der nächste Baum oder das nächste Gebäude? Erfolgte der Unfall eher am Anfang oder am Ende des Gewitters? Antworten auf Fragen wie diese könnten helfen, das Risiko für Personen in Zukunft gezielter zu beschreiben und zu reduzieren.

Beobachtungen von Blitzunfällen bitte melden!
Das Technische Komitee (TK) »Blitzschutz« und ALDIS im OVE Österreichischer Verband für Elektrotechnik beschreiten einen neuen Weg zur besseren und umfassenden Dokumentation der einzelnen Blitzunfälle. Über eine neue Online-Plattform unter der Webadresse aldis.at/blitzunfall kann und soll jedermann Informationen zu Blitzunfällen mit Personen oder auch außergewöhnliche Blitzereignisse an die Experten melden. Handys mit GPS und Kamera ermöglichen es heute allen, die als Mitbetroffene, als Retter oder als unbeteiligte Beobachter bei einem Blitzunfall dabei waren, wertvolle Informationen an die Experten im OVE weiterzugeben und damit beizutragen, in Zukunft vielleicht die eine oder andere ungeklärte Frage rund um Blitzunfälle zu lösen.

Empfehlungen für das richtige Verhalten bei Gewitter finden sich in einer informativen Broschüre, die unter der Webadresse aldis.at/blitzschutz/verhalten-bei-gewitter/ aufgerufen werden kann.

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