Wago lebt, was es verkauft!

In der Nähe des Eingangs wurden die Steuerungs-Elemente des flexRoom-Verteilers in der Zwischendecke durch eine Glasscheibe sichtbar gemacht. Betritt man zum ersten Mal das neue Wago-Büro, fallen einem sofort breite Fensterreihen, Glastüren, »Meetingpoints«, und eine offene Bauweise ins Auge – schnell ist klar, dass man sich in einem modern gestalten Büro befindet. Eine beinahe durchgehende Fensterfront umschließt die Büroräume nach allen Himmelsrichtungen, lässt schon in der Früh die Sonne herein und bietet außerdem eine gute Aussicht auf das südliche Wien und die Wiener Umgebung. Zusätzlich ist das künstliche Licht individuell steuerbar und kann nach verschiedenen Helligkeitszenarien eingestellt werden. Damit ist zumindest eines gleich zu Beginn des Besuches klar: Unter mangelndem Licht-Verhältnissen wird bei Wago, selbst im tiefsten Winter, bestimmt niemand leiden. Jeder Mitarbeiter hat zwar immer noch seinen fixen Arbeitsplatz, aber auch einen mobilen Container in dem er seine Sachen unterbringen kann. Ein eigener Tisch, der mehrere vollwertige Arbeitsplätze beinhaltet, steht jenen Mitarbeitern zur Verfügung, die nicht fix im Büro untergebracht sind, wie zum Beispiel Außendienstmitarbeiter. „Unsere Mitarbeiter stehen bei Wago im Vordergrund, denn diese haben es uns ermöglicht, dorthin zu gelangen, wo wir jetzt sind,” schildert Wago-Geschäftsführer Radoslav Vassilev.

Der Wago-flex-Room-Verteiler ist ein durchdachtes und in der Praxis erprobtes Konzept, mit vordefinierter Hardware und vorgefertigter Software-Applikation, die die Planung und Inbetriebnahme deutlich vereinfacht.Zeit für einen Umzug
An der alten Adresse in der Laxenburgerstraße, im 10. Wiener Gemeindebezirk war Wago 19 Jahre lang beheimatet. Wago ist in seiner Entwicklung jedoch nicht stehengeblieben und so kam der Zeitpunkt, an dem es nicht mehr möglich war, von diesem Standort aus, die Geschäfte in gewohnter Qualität weiterzuführen. Also musste ein neues Büro her. An die Standortwahl waren dabei in erster Linie zwei Bedingungen geknüpft. So war es den Verantwortlichen vor allem wichtig, sich auch an der neuen Adresse langfristig einmieten zu können, damit der Standort auch mindestens die nächsten 19 Jahre gesichert ist. Zweitens sollte am neuen Standort die eigene Wago- Technik zum Einsatz kommen. „Wir sind stolz auf dass, was wir entwickeln und produzieren, und auf diese Art und Weise, können wir unseren Kunden das auch vorführen”, beschreibt Vassilev die Vision dahinter. Dementsprechend wurden sämtliche Kompetenzen gebündelt und mit dem neuen Wago-Büro, sozusagen ein auf dem letzten Stand der Bus-Technik konzipierter Schauraum, auf knapp 600 m2 eingerichtet.
Jeder Mitarbeiter kann seine unmittelbare Arbeitsumgebung selbst über 10“ Touch-Monitor, oder auf allen iPads, Handys und Computer steuern. Um sich vom Mitbewerber abzuheben, die Planungs-, Montage-, die Inbetriebnahme-Zeit zu verkürzen und dabei gleichzeitig das »Einzelraumregelungskonzept« zu revolutionieren, hat Wago den flexRoom-Verteiler entwickelt. Dieser kommt nun im neuen Büro zum Einsatz. Der Wago-flex-Room-Verteiler ist ein durchdachtes und in der Praxis erprobtes Konzept, mit vordefinierter Hardware und vorgefertigter Software-Applikation, die die Planung und Inbetriebnahme deutlich vereinfacht. Diese Kombination aus Hard- und Software vereint sämtliche Vorteile. Denn die elektrischen Steuerungskomponenten sind im Systemgehäuse montiert, komplett verdrahtet und somit betriebsbereit. Der schnelle Anschluss von Sensoren und Aktoren erfolgt über das Winsta-Steckverbindersystem. „Effizienz, Individualität, Einfachheit und die großen Einsparpotentiale sind die Schlagwörter, die für flexRoom sprechen. Damit haben wir das Gebäude sozusagen intelligent gemacht”, bestätigt Vassilev.
Das Licht im Büro ist in mehreren Helligkeitsstufen und Farbtemperaturen regelbar. Enocean-Funkschalter ermöglichen eine flexible Bedienung.Bei Wago wird alles auf sogenannte »Fensterachsen heruntergebrochen« – das ist sozusagen die kleinste Einheit auf der die drei Funktionen Beschattung, Beleuchtung und Temperierung gesteuert werden können. Das ermöglicht eine enorme Flexibilität bei der Bedienung. Dazu kommt der Einsatz von Enocean-Funktechnik bei Fensterkontakten, Tastern und Raumbediengeräten, die mit Wago-Partner Thermokon umgesetzt wurde. Das ersparte natürlich eine Menge an zusätzlichen Kabelwegen und sichert die Flexibilität bei zukünftigen Umbauten oder Umstellungen. „Wir können jederzeit, ohne Software schreiben oder programmieren zu müssen, nur per Mausklick das Gebäude neu gestalten”, beschreibt Vassilev die Wago-Philosophie. In erster Linie profitieren aber natürlich die Wago-Mitarbeiter von dieser Umsetzung. So Bis auf wenige Ausnahmen, ist niemand von einem übergeordneten Kontrollsystem abhängig.hat jeder die Möglichkeit, seinen Arbeitsplatz nach den oben genannten Kategorien individuell zu regeln. Mit Ausnahmen von Sicherheitsmaßnahmen – so fahren beispielsweise alle Jalousien ab einer gewissen Windstärke selbstständig nach oben, um Schäden zu vermeiden – bei Wago ist also niemand davon abhängig, was ein übergeordnetes System vorschreibt. Man kann sich aber auch getrost zurücklehnen und flexRoom die Arbeit überlassen. Die Jalousien werden je nach Sonnenstand automatisch so geregelt, dass genug Licht ins Büro fällt, es aber zu keiner Überhitzung kommt oder auf den Monitoren zu Blendeffekten führt. Geheizt wird klassisch über Heizkörper, aber thermoelektrische Antrieben über flexRoom sorgen für die richtige Regelung. Für Kühlung sorgt eine moderne Kühldecke, die im gesamten Büro verbaut ist, um Nachteile von »Fan Coils« wie Geräusche und kalte Luftströme zu vermeiden. Das Licht-Konzept stammt von XAL und Zumtobel und ermöglicht eine Effektbeleuchtung in RGB-White und ist DMX- bzw. DALI-unterstützt. Präsenzmelder sorgen dafür, dass das Licht nur bei Anwesenheit eingeschaltet ist. „Damit repräsentieren wir auch fast das gesamte Licht- steuerungsspektrum, das am Markt verfügbar ist,” bekräftigt Vassilev. Beinahe schon selbstverständlich, ist das neue Büro auch mit einem Energiemanagement-System ausgestattet. Sämtliche Verbraucher werden damit überwacht ausgewertet, aufgezeichnet und visualisiert. So kann ein an den tatsächlichen Verbrauch angepasstes Energieeffizienz-Konzept erstellt werden.
Den Umbau selbst kann man als überaus ambitioniert bezeichnen. Keine zwei Monate nach Umbau-Beginn, wurde das neue Büro bereits bezogen. Das ist vor allem auch der Eotec GmbH und Mag. Ing. Otto Eichler MBA Dipl. BW zu verdanken, „denn ohne dieser Firma wäre der schnelle Umbau und Umzug nicht möglich gewesen”, wie man seitens
Wago betont. Auch die Feinjustierungen sind mittlerweile ebenso abgeschlossen.

Auf knapp 600 m2 kann sich jeder, den die Wago-Technik interessiert, die konkrete Umsetzung im Detail selbst anschauen und dabei entdecken, dass das Wago-System für »Jedermann« leicht umzusetzen ist.Zukunftssicher
Die enorme Schnelllebigkeit der heutigen Zeit muss an dieser Stelle wohl nicht näher ausgeführt werden – was heute gebaut wird, ist in vielen Fällen bereits morgen veraltet. Nun hat Wago bestimmt nicht vor, alle Jahre einen Umbau zu vollziehen, schließlich will man ja, wie bereits erwähnt, möglichst lange am neuen Standort verweilen. Gut, dass sich Wago hier aber gleich selbst der beste Helfer ist. Denn die gesamte Anlage ist zukunftsorientiert gestaltet und jederzeit erweiterbar. Wie bereits erwähnt, können sämtliche Funktionen jederzeit neu eingerichtet werden. So ist beispielsweise auch die Integration einer Photovoltaik-Anlage jederzeit nachträglich möglich.

Besucher WillkommenDie Wago-Farben grün und blau sind überall im Büro zu finden.
Die Idee hinter der Büro-Gestaltung bei Wago ist es also, die eigene Technik selbst zu leben und den Kunden zeigen zu können. So ist jeder Planer oder Elektrotechniker, aber natürlich auch jeder, für den Bus-Technik sonst noch interessant ist, seitens Wago herzlich eingeladen, das neue Büro zu besichtigen und alle möglichen Funktionen selbst auszuprobieren, um zu sehen wie die einzelnen Gewerke miteinander und untereinander funktionieren. Wago sieht sich nach eigener Definition aber auch als Berater, was das Unternehmen durch seinen intensiven Kunden-Support bei Projekten immer wieder unter Beweis stellt. Nun können aber auch am neuen Standort Schulungen abgehalten werden, da das große Besprechungszimmer auch als Schulungsraum konzipiert wurde. Ein Besuch zahlt sich in jedem Fall aus.

Fotos von der Umbauphase können in der unten stehenden Galerie angesehen werden. Zusätzlich steht eine große Menge an Datenblättern der verbauten Komponenten zum Download zur Verfügung.

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