W.E.B begibt wieder drei Green Power Anleihen

Die 1995 entstandene W.E.B-Gruppe betreibt mittlerweile 213 Windkraft-, Photovoltaik- und Wasserkraftanlagen mit einer installierten Gesamtkapazität von 321 MW. Das entspricht dem Strombedarf von rund 210.000 österreichischen Haushalten. Heute produziert die W.E.B in einem einzigen Jahr mehr Strom als in den ersten zehn Bestandsjahren des Unternehmens zusammen.

Seit 2011 wurde die Erzeugungsleistung des W.E.B-Kraftwerksparks durch neue Anlagen in Österreich, Italien, Frankreich und Kanada um mehr als ein Viertel gesteigert. Um die Jahreswende 2013/14 gingen die Windparks Deutsch-Wagram, Matzen/Klein-Harras und Neuhof III in Österreich sowie die Standorte St. Rose, Parker Mountain und Little River in der kanadischen Provinz Nova Scotia ans Netz. 2015 ging es dann mit Martock Ridge, North Beaver Bank, Nine Mile River, Black Pond und Isle Madame weiter. Darüber hinaus wurde Mitte 2014 die Tochterfirma »Ella« gegründet. Diese arbeitet erfolgreich am Aufbau eines flächendeckenden Schnelllade-Netzes für Elektroautos in Österreich.

Derzeit befinden sich zahlreiche Kraftwerksprojekte der W.E.B in Bau bzw. knapp vor der Realisierung. So wird in Österreich das seit Jahren verlässliche Wachstum in den bekannten Windgebieten in Ostösterreich, vor allem im Weinviertel, weiter forciert. Parallel dazu folgte dem geglückten Markteintritt in Kanada der breite Ausbau. Mittlerweile drehen sich in Nova Scotia 14 Windkraftanlagen mit einer Leistung von 28 MW. Im Endausbau sollen dort bis 2016 Windkraftanlagen mit insgesamt 40 MW Leistung Strom ins Netz liefern. In den nächsten Jahren will die W.E.B damit ihre Kraftwerkskapazität auf eine Größenordnung von rund 400 MW steigern. Weiterhin bildet Windkraft dabei den strategischen Schwerpunkt, ergänzt durch Photovoltaik und Wasserkraft.

Windenergie weiter im Aufwind
Die W.E.B Windenergie Gruppe ist in einem überaus dynamischen Sektor tätig, dessen Bedeutung im Energiemix auch künftig zunehmen dürfte. Denn der Trend zu Regenerativenergien hält ungebrochen an. Dies belegt nicht zuletzt eine kürzlich von Greenpeace veröffentlichte Machbarkeitsstudie zur Energiewende, die eine Umstellung der gesamten globalen Energieversorgung auf erneuerbare Energien bis 2050 als möglich erkennt. Windenergie und Photovoltaik könnten dafür laut Greenpeace ab 2020 die entscheidenden Technologien sein. Für 2050 zeichnet die Studie ein Szenario, in dem der Anteil der Windenergie an der weltweiten Energieproduktion 32,1% beträgt.

Auch angesichts der Endlichkeit der Reserven an fossilen Energieträgern werden Alternativen immer attraktiver. Die Nutzung erneuerbarer Energieträger verursacht darüber hinaus so gut wie keine Emissionen, zudem sind Wind und Sonne gratis verfügbar. Im Bewusstsein dieser Vorteile hat die Politik zur Forderung der Regenerativenergien ein sehr positives rechtliches Umfeld geschaffen – in Österreich ist mit dem Ökostromgesetz 2012 und der Ökostrom-Einspeisetarifverordnung 2012 (OSET-VO 2012) in der geltenden Fassung eine Tarifsicherheit für jene Projekte gegeben, die im Jahr 2015 einen Antrag bei der Förderstelle gestellt haben. Das Gesamtvolumen der Förderung pro Jahr ist gesetzlich limitiert und der Abschluss eines Fördervertrages daher abhängig vom vorhandenen Fördervolumen.

Für Unternehmen wie die W.E.B bedeutet dies hoch interessante Wachstumsimpulse, die es ermöglichen, die gesellschaftliche Forderung nach verstärkter Nutzung von Regenerativenergien forciert umzusetzen und den Weg in Richtung einer sicheren, sauberen und vor allem wirtschaftlichen Energiezukunft fortzusetzen.

Drei attraktive Anleihe-Angebote – gutes Gewissen mit Green Investment
Zur Finanzierung laufender und künftiger Investitionen begibt die W.E.B heuer wieder drei Anleihen: Neben zwei konventionellen Anleihen mit Laufzeiten von fünf bzw. zehn Jahren – davon eine endfällig und eine jährlich teiltilgend – wird abermals eine nachrangige Windkraft-Hybrid-Anleihe ohne Fälligkeitsdatum angeboten. Mit diesen Emissionen bleibt die W.E.B ihrer Rolle als Innovationsführer bei Green Investments treu: Im Vorjahr hatte sie die erste Windkraft-Hybrid-Anleihe Österreichs begeben. Mit den aktuellen Anleihen besteht neben den breit gestreuten W.E.B-Aktien und den bisher emittierten Windkraft-Anleihen erneut die attraktive Möglichkeit, an der Erfolgsgeschichte der WEB Windenergie AG zu partizipieren und gleichzeitig einen persönlichen Beitrag zur Energiewende zu leisten.

2,75%-Anleihe 2015–2020, endfällig: Die Laufzeit dieser Unternehmensanleihe beträgt fünf Jahre bei einer Verzinsung von 2,75% p. a. Der Ausgabekurs der mit Nominale 1.000 EUR gestückelten Teilschuldverschreibungen liegt bei 100%, die Zeichnungsfrist läuft von 23.10. bis maximal 14.12.2015. Das Emissionsvolumen liegt vorerst bei 5 Mio. EUR, eine Aufstockung um bis zu 5 Mio. EUR auf insgesamt bis zu 10 Mio. EUR ist möglich.

4,00%-Anleihe 2015–2025, jährlich teiltilgend: Die Laufzeit dieser Unternehmensanleihe beträgt zehn Jahre bei einer Verzinsung von 4,00% p. a. Der Ausgabekurs der mit Nominale 1.000 EUR gestückelten Teilschuldverschreibungen liegt bei 100%, die Zeichnungsfrist läuft von 23.10. bis maximal 14.12.2015. Das Emissionsvolumen liegt vorerst bei 5 Mio. EUR, eine Aufstockung um bis zu 5 Mio. EUR auf insgesamt bis zu 10 Mio. EUR ist möglich.

6,50%-Hybrid-Anleihe, ohne Fälligkeitstag: Mit der Hybrid-Anleihe bietet die W.E.B Investoren die Möglichkeit, noch unmittelbarer an der Unternehmensperformance zu partizipieren als bei einer konventionellen Anleihe und dafür eine höhere Verzinsung zu lukrieren: Die Verzinsung der W.E.B-Hybrid-Anleihe beträgt 6,50% und liegt damit klar über dem aktuellen Durchschnittsniveau für gewöhnliche Unternehmensanleihen. Die jährlichen Zinszahlungen und Tilgungen dürfen dabei in Jahren, in denen für das vorangegangene Geschäftsjahr keine Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet wird, ausgesetzt werden. Der Verlauf von Verzinsung und Tilgung folgt damit indirekt dem Unternehmenserfolg und entspricht damit stärker als bei einer konventionellen Anleihe dem Gedanken der Bürgerbeteiligung, der die W.E.B von Beginn an prägte. Der Vorteil für den Anleger liegt dabei in der höheren Verzinsung (bei höherem Risiko), der Vorteil für das Unternehmen in der Stärkung der Kapitalbasis mit größerer Flexibilität und Verfügbarkeit der investierten Mittel (die Hybrid-Anleihe ist rechtlich Fremdkapital, kann nach IFRS aber als Eigenkapital bilanziert werden). Ausgabekurs, Stückelung, Zeichnungsfrist und Emissionsvolumen entsprechen durchwegs jenen der beiden endfälligen Anleihen. Wie schon bei den bisherigen Anleihen der W.E.B wird eine Börsennotierung im Dritten Markt der Wiener Börse angestrebt.

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