Verbessertes Verfahren

In dem vom Bundesumweltministerium geförderten Verbundprojekt arbeiten Forscher nun seit rund acht Jahren an einem umweltfreundlichen und effizienten Recyclingverfahren. Mit modernster Technologie lassen sich Produktionsabfälle, komplett ausgediente und sogar gebrochene Silizium- oder Dünnschichtmodule wieder aufbereiten.

 

Vor der Abfallansammlung

„In der EU liegt die Abfallmenge aus PV-Modulen 2010 bei geschätzten 3.000 bis 5.000 Tonnen. Etwa zwei Drittel davon stammen aus Deutschland”, so Karsten Wambach, Vorstand der Sunicon. Die Menge werde bis 2030 auf voraussichtlich 130.000 Tonnen anwachsen.” Um die Altmodule optimal aufzubereiten, wird ein hochwertiges flächendeckendes Recyclingsystem entlang der gesamten Wertschöpfungskette notwendig”, so Wambach. Dazu hat die Solarindustrie als gemeinsame Initiative den Verband PVCYCLE gegründet. „Mit PVCYCLE Association in Brüssel haben sich bereits etwa 70 Unternehmen zur kostenlosen Rücknahme ihrer Module vom Endkunden in Europa freiwillig verpflichtet”, erklärt Wambach. „In diesem Jahr wird in Deutschland dazu ein Testsystem gestartet, welches rasch auf ganz Europa ausgeweitet werden soll.” Die Kosten aus dem Testmarkt werden dabei in regelmäßigen Abständen ausgewertet und zur Festlegung der Budgets verwendet. Getragen werden diese von Herstellern und Importeuren.

 

Nachhaltiges System

„Sunicon betreibt seit 2003 eine Pilotanlage zum Recycling von Solarmodulen und möchte auch zukünftig ein leistungsfähiger Recyclingpartner der PV-Industrie sein”, so Wambach. Das bedeute zugleich, dass es Ziel sei, Verfahren zu entwickeln, um die Wertstoffe stofflich möglichst hochwertig zurück zu gewinnen. Zudem lassen sich durch einen geschlossenen Wertstoffkreislauf auch die in den Modulen vorhandenen Anteile von Schwermetallen und anderen Problemstoffen rückgewinnen.

 

„Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der Sunicon AG haben gezeigt, dass unter der Einbeziehung einer Energienutzung bei der Verbrennung der Kunststoffanteile nach heutigem Kenntnisstand bis zu ca. 95% Recyclingquote technisch erreicht werden können”, meint der Experte. In der Pilotanlage zum Recycling werden bereits heute 85% Recyclingquote – ohne Energierückgewinnung – regelmäßig erreicht.

 

Demonstrationsanlage

„Im nächsten Schritt müsste eine großmaßstäbliche Demonstrationsanlage errichtet werden, bei der alle bisher gewonnenen Erkenntnisse verkettet werden sollen”, so Wambach. Das bedeute, dass standardisierte und automatisierte Abläufe ein ökonomisch und ökologisch optimales Recycling-Ergebnis liefern. In den kommenden zwei bis drei Jahren sollte dies realisiert werden, meint Wambach (Quelle: Pressetext).


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