Umwegrentabilität, die sich sehen lassen kann

Bei einer Förderung von 1.300 Euro, gehen 700 über die Mehrwertsteuer unmittelbar zurück an den Finanzminister. „Betrachtet man die verbliebenen 600 Euro, die der Staat investiert, so erhält er diese unter anderem durch Lohnnebenkosten, ersparte Arbeitslosenzahlungen, Einnahmen durch Schaffung echter Green Jobs und zusätzlicher Kaufkraft zurück”, zeigte Hans Kronberger, Präsident vom Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA) im Interview mit Pressetext Austria auf.

Förderung halbiert

Um den Andrang zu vermindern, hat der Klima- und Energiefonds die Förderung für PV-Anlagen unter fünf Kilowatt-Peak fast halbiert. „Trotz der geringen Fördersumme von 1.300 Euro pro Kilowattpeak war das voraussichtliche Kontingent von ca. 800 Anlagen in der Steiermark nach weniger als drei Minuten vergriffen”, so Kronberger. Der Großteil der mehr als 3.700 Antragsteller wird leer ausgehen. Ein ähnliches Bild zeichnet sich in Oberösterreich ab. „Österreich gibt jährlich elf Mrd. Euro aus, um Energie zu kaufen. Dieses Geld im Land zu behalten, wäre ein hoch effizientes Konjunkturprogramm, das die Green Jobs schafft, von denen unsere Politiker immer reden”, kritisiert Kronberger. Der Experte fordert, den Deckel der Investitionsförderung des Klima- und Energiefonds zu öffnen, damit investiert werden kann.

Schlusslicht Österreich

„Weltweit boomt die Photovoltaik, in Österreich kommt sie hingegen nicht vom Fleck”, so Kronberger. Deutschland verfügt über 3.800 MW installierte Photovoltaik-Leistung, Österreich kommt auf gerade sieben MW. „Aus diesem Grund hat die PVA die Online-Petition http://www.sonnenzukunft.at für den Ausbau der Photovoltaik gestartet.”
Deutschland habe auch in diesem Jahr wieder die Nase vorne, denn bis Ende 2010 wird eine weitere 71%ige Zunahme der installierten Photovoltaik-Leistung prognostiziert, so Kronberger (Quelle: Pressetext).


www.bv-pv.at

www.sonnenzukunft.at

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