CO2-Bepreisung und umfassende Finanzmittel treiben Umbau des Energiesystems voran, so Dr. Leonhard Schitter, M.A., Präsident von Oesterreichs Energie. (Bild: Monika Saulich)

Europäischer »Green Deal«:

Transformation des Energiesystems im Zentrum der Politik

Oesterreichs Energie, die Interessenvertretung der österreichischen E-Wirtschaft sieht den Green Deal der Europäischen Kommission als einen bedeutenden Beitrag zur Erreichung der Klimaziele. „Es ist sehr erfreulich, dass die Europäische Kommission die Transformation des Energiesystems nun in das Zentrum ihrer Politik stellt“, erklärt Leonhard Schitter, Präsident von Oesterreichs Energie. „Wesentlich ist nun, dass wir uns nicht in neuen Zieldiskussionen verzetteln, sondern rasch in die Umsetzung kommen.“

Österreich und Europa haben sich ambitionierte Ziele im Bereich Klimaschutz gesetzt. Die nun bekannt gewordenen Pläne werden nach Einschätzung der österreichischen E-Wirtschaft wesentlich zur Erreichung dieser Ziele beitragen. Oesterreichs Energie begrüßt insbesondere die umfassende Bereitstellung finanzieller Mittel im Rahmen des Green Deal. Zur Erreichung der Klima- und Energieziele müssen im Energiebereich in den kommenden Jahren erhebliche Investitionen in den Ausbau von erneuerbaren Erzeugungsanlagen, von Speichern und der Netzinfrastruktur getätigt werden. Schitter betont, dass diesen Ankündigungen nun auch Taten folgen müssten: „Ziele und Pläne sind wichtig – noch wichtiger ist es aber, die Umsetzung der bereits im Clean Energy Package beschlossenen Maßnahmen rasch voranzutreiben.“

E-Wirtschaft befürwortet europäische CO2-Bepreisung

Die Unternehmen der österreichischen E-Wirtschaft arbeiten bereits jetzt mit Hochdruck an der Transformation des Energiesystems. Für langfristige Investitionen in die Energieinfrastruktur der Zukunft brauchen sie aber klare und ausgewogene politische Rahmenbedingungen. Oesterreichs Energie unterstützt in diesem Zusammenhang die Pläne zur Einführung einer fairen CO2-Bepreisung über alle Sektoren auf europäischer Ebene. Diese Maßnahme nimmt künftig jene Sektoren stärker in die Pflicht, die bislang nicht dem EU-Emissionshandel unterliegen und somit weniger zur Erreichung der Emissionsziele beigetragen haben. Wesentlich aus Sicht der E-Wirtschaft ist jedoch, dass es zu keinen zusätzlichen Belastungen der bereits im Emissionshandel erfassten thermischen Kapazitäten kommt.

Maßnahmen für Versorgungssicherheit

Zudem hat die Aufrechterhaltung der hohen Versorgungssicherheit angesichts des geplanten Ausstiegs aus der Kohleenergie und der wachsenden Bedeutung volatiler Erzeugung besondere Priorität. Dazu muss einerseits der Stellenwert von Gas und Biogas anerkannt und andererseits eine Renaissance der Atomenergie unter dem Deckmantel der CO2-Neutralität verhindert werden. Weiters ist die umfassende Bereitstellung von Mittel für Forschung & Innovation im Hinblick auf Zukunftstechnologien wie Sektorkopplung sehr zu begrüßen.

Quelle: Oesterreichs Energie

Weitere Informationen auf:

oesterreichsenergie.at/home.html

ähnliche Beiträge

Kommentar verfassen