Den rund 300.000 Elektroautos in Norwegen stehen nun 1.000 Schnellladesäulen von ABB zur Verfügung. (Bild: ABB)

Meilenstein der Elektromobilität:

Tausendste Schnellladestation von ABB in Norwegen errichtet

Norwegen verfolgt ehrgeizige Pläne, um eine Abkehr von fossilen Brennstoffen zu erreichen. So sollen die CO2-Emissionen gegenüber dem Stand von 1990 bis 2030 um bis zu 55 Prozent reduziert werden. Darüber hinaus müssen alle neuen Fahrzeuge, die ab 2025 verkauft werden, lokal emissionsfrei sein. Unterstützt wird diese Politik von großzügigen Anreizen für Elektrofahrzeuge, die unter anderem eine Befreiung von der KFZ-Kaufsteuer und geringere Maut- und Fährgebühren vorsehen – eine Seltenheit auf dem Globus, erst recht, wenn man bedenkt, dass Norwegen über Erdöl verfügt.

ABB hat wesentlich dazu beigetragen, Norwegen den Umstieg auf eine emissionsfreie Gesellschaft zu ermöglichen. Kürzlich wurde die 1000. Hochleistungsladestation von ABB in Bergen im Westen des Landes installiert. Damit unterstreicht ABB erneut ihr konsequentes Engagement für die Umsetzung ehrgeiziger Nachhaltigkeitsziele. Die Ladestation Terra HP gibt Elektrofahrzeugen in nur acht Minuten eine Reichweite von 200 Kilometern.

Ladesäule statt Zapfsäule

Norwegen gehört in Sachen E-Mobilität zu den weltweit fortschrittlichsten Ländern: 10 Prozent der drei Millionen Autos im Land sind Elektrofahrzeuge. Selbst Länder, die ebenfalls stark auf Elektromobilität setzen, wie Schweden und die Niederlande, können bei diesem Anteil mit Norwegen nicht mithalten.

Dieser zunehmende Trend hat dazu geführt, dass mittlerweile jeder zweite verkaufte Neuwagen in Norwegen ein reines Elektrofahrzeug ist. Da sich der Energiemix des Landes zu rund 98 Prozent aus erneuerbaren Energien zusammensetzt – hauptsächlich aus Wasserkraft–, werden mit der gegenwärtigen Anzahl an Elektrofahrzeugen pro Jahr rund 600.000 Tonnen an CO2-Emissionen eingespart.

Weil immer mehr Menschen Elektrofahrzeuge besitzen und nutzen, wurden auch herkömmliche Tankstellen zügig weiterentwickelt, so dass Elektrofahrzeuge inzwischen auch dort aufgeladen werden können. An belebten Tankstellen – wie etwa an einer der am stärksten frequentierten Tankstellen von Shell – ist jedes dritte Auto, das »betankt« wird, ein Elektrofahrzeug. Eine Circle-K-Tankstelle war zudem die erste Tankstelle weltweit, an der eine herkömmliche Zapfsäule mit einer Schnellladestation von ABB ausgewechselt wurde.

Frank Mühlon, Leiter des globalen ABB-Sparte E-Mobility Infrastructure Solutions, sagt zu den Ambitionen von Norwegen und ABB: „Wir sind sehr stolz auf den Beitrag, den wir zur Energiewende in Norwegen leisten. Als eines der ersten Länder hat das Land die Einführung von Elektrofahrzeugen und umweltfreundlichen öffentlichen Verkehrsnetzen vorangetrieben. Wir sind zuversichtlich, dass andere europäische Länder dies als Vorbild für eine nachhaltige Infrastruktur betrachten werden.“

Elektrobusse und eine emissionsfreie Logistik und Schifffahrt

ABB bietet ein breites Spektrum an Lade- und Elektrifizierungslösungen für Elektrofahrzeuge, Elektro- und Hybridbusse sowie für Schiffe und Bahnen. Das Unternehmen hat für 150 Elektrobusse in Norwegen Elektrifizierungslösungen bereitgestellt – und damit etwa für die Hälfte der landesweiten elektrisch betriebenen Flotte. Darüber hinaus unterstützt ABB den größten Lebensmittelgroßhändler Norwegens, Asko, mit Ladeinfrastruktur und Dienstleistungen für seine wachsende Flotte an Elektro-LKWs.

ABB fördert auch die E-Mobilität in der norwegischen Schifffahrtsindustrie, beispielsweise mit landseitigen Stromanschlüssen (Shore-to-Ship) an großen Kreuzfahrt- und Fährhäfen und mit Versorgungsstationen im ganzen Land. Die damit eingesparten Emissionen entsprechen dem Ausstoß von mehr als 10.000 Fahrzeugen. An der belebtesten Route für Passagierfähren in Oslo werden mit den bordseitigen ABB-Systemen Emissionssenkungen erreicht, die dem Ausstoß von 3.000 Fahrzeugen entsprechen. Die Kreuzfahrtfähre »Vision of the Fjord« ist mit einem ABB-Antrieb ausgestattet und befördert Touristen in fast völliger Stille und frei von Emissionen durch die berühmten Fjorde des Landes.

ABB ist seit 2010 auf dem Markt für Elektrofahrzeuge aktiv und hat seitdem mehr als 17.000 Gleichstrom-Schnellladestationen in über 80 Ländern verkauft. ABB treibt die Elektromobilität auch im Rahmen ihrer Titelpartnerschaft der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft bereits in der vierten Saison voran. Ab der neunten Saison im Jahr 2022-2023 wird ABB der offizielle Ladepartner der Weltmeisterschaft.

www.abb.com

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