Taiwaner Solarzellen-Hersteller erwägen Fusionen

Bei Strafzöllen auf in Taiwan hergestellte Solarzellen, würden chinesische Photovoltaik-Hersteller diese Zellen nicht mehr in Modulen für den amerikanischen Markt verwenden, heißt es in Industriekreisen.

Solarworld beschwerte sich über Chinesen
Die Strafzölle würden auch Exporte direkt aus Taiwan beeinträchtigen, berichtet Digitimes. Selbst, wenn die Zölle am Ende nicht so hoch ausfallen wie allgemein erwartet, würden nur wenige große Hersteller die Einbußen stemmen können, während die Kleineren unüberwindbare Probleme bekämen, so die zitierten Insider. Deswegen gilt es als wahrscheinlich, dass einige taiwanesische Unternehmen fusionieren und die weniger wettbewerbsfähigen Konkurrenten vom Markt verschwinden.

Demnach bleiben möglicherweise nach 2015 nur noch drei Solarzellen-Hersteller in Taiwan übrig. Eingeleitet wurden die Ermittlungen der US-Behörden nach einer Beschwerde der US-Tochter der deutschen Solarworld AG. Teil der Untersuchung ist, ob Hersteller im Ausland überhöhte Subventionen erhielten. Die USA verhängten schon 2012 Strafzölle auf chinesische Solarkomponenten. Allerdings gilt das nicht für Solarteile aus China, in denen Solarzellen aus anderen Ländern enthalten sind.

Taiwan-Schlupfloch soll gestopft werden
Deswegen kauften einige chinesische Hersteller Komponenten in Taiwan. Der Solarworld-Konzern monierte diese Vorgehensweise scharf und bat die amerikanischen Behörden, dagegen vorzugehen. Die neuen Ermittlungen könnten deswegen zu weiteren hohen Strafzöllen führen, um das vorhandene Schlupfloch zu schließen. Nach Ansicht von Solarworld schadet das unlautere Vorgehen Chinas der Solarenergie-Wirtschaft in den Vereinigten Staaten von Amerika und anderen Ländern.

Quelle: Pressetext

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