Strukturänderung

 

„Wir richten unser Geschäft konsequent auf Wachstum aus. Mit der neuen Aufstellung rücken wir noch näher an unsere Kunden. Der Sektor Infrastructure & Cities eröffnet uns zusätzliche Geschäftschancen auf dem Wachstumsmarkt Städte“, sagte Peter Löscher, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG. „Städte stehen vor der großen Herausforderung, Wachstum und Lebensqualität in Einklang zu bringen. Wir können ihnen umfassende Lösungen dafür aus einer Hand anbieten. Um die Bedürfnisse von Städten noch besser bedienen zu können, fokussieren wir uns mit dem neuen Sektor auf Städte und Infrastrukturen“, sagte Roland Busch, CEO des Sektors Infrastructure & Cities. „Die Neustrukturierung der Siemens AG durch die Einführung des vierten Sektors spiegelt die Bedeutung maximaler Kundennähe, Denken in Gesamtpaketen und starke Lösungsorientierung auch für Siemens Österreich wider. Durch Bündelung unseres Portfolios können wir uns so besser auf unsere Kernmärkte konzentrieren und unsere bereits lang bestehenden guten Kundenkontakte weiter intensivieren“, so Siemens Österreich-Generaldirektor Wolfgang Hesoun.

 

„Städte sind traditionell ein wichtiger Markt für Siemens Österreich, insbesondere in den Bereichen öffentlicher Verkehr und Energieversorgung. Nun können wir unseren Kunden noch intensiver energieeffiziente und wirtschaftliche Infrastrukturgesamtlösungen anbieten”, so Wolfgang Hesoun, der gleichzeitig auch auf die Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Österreich verwies: „Der neue Sektor wird sich in Österreich auch durch einen weiteren Ausbau und Stärkung des World Headquarters für Metros, Coaches und Bogies im Bereich Mobility und den Ausbau der Forschungsarbeiten im Bereich Smart-Grid und Elektromobiltät auswirken“. Die Leitung des neuen Sektors in Österreich und Central Eastern Europe (CEE) übernimmt der bisherige Verantwortliche für die Mobility-Sparte in Österreich und CEE, Arnulf Wolfram.

 

Immer mehr Menschen wollen und werden in Städten wohnen. Bereits heute lebt dort über die Hälfte der weltweiten Bevölkerung. In 20 Jahren wird dieser Anteil auf 60 Prozent steigen, ein Plus von 1,4 Milliarden Stadtbewohnern. Angesichts dieses Wachstums werden Städte weltweit massiv in den Ausbau ihrer Infrastrukturen investieren müssen. Der für Siemens adressierbare Markt in Städten liegt derzeit insgesamt bei rund 300 Milliarden Euro jährlich. Siemens verfügt bereits heute über das weltweit breiteste Portfolio für städtische Infrastrukturen. Der neue Sektor Infrastructure & Cities wird von München aus das weltweite Geschäft mit Städten und Infrastrukturen steuern. Darin bündelt Siemens Kompetenzen und Geschäfte, um Städten Lösungen für Mobilität, Umweltschutz und Energieeinsparung zu bieten. Im neuen Sektor mit rund 87.000 Mitarbeitern werden die Divisionen Mobility und Building Technologies aus dem Industry-Sektor sowie die Division Power Distribution und das Smart-Grid-Geschäft aus dem Energy-Sektor zusammengeführt.

 

Künftig besteht Infrastructure & Cities aus den fünf Divisionen Rail Systems (Schienenfahrzeuge), Mobility and Logistics (Verkehrs-, Transport- und Logistikmanagement), Low and Medium Voltage (Nieder- und Mittelspannung), Smart Grid (intelligente Stromnetze) und Building Technologies (Gebäudetechnik). Mit dieser neuen Aufstellung richten die Divisionen ihr Geschäft noch enger an ihren Zielmärkten aus und erschließen zudem über eine enge Zusammenarbeit im Sektor zusätzliche Geschäftschancen im Wachstumsmarkt Städte. Um diese zusätzlichen Wachstumspotenziale auszuschöpfen geht Siemens im Geschäft mit Städten einen neuen Weg bei Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung. Wichtiges Element dieser Strategie sind die Stadtentwicklungszentren (Centers of Competence) des Sektors, in denen Siemens seine Expertise für urbane Infrastrukturen bündelt. Das erste Center of Competence wird derzeit in London gebaut, zwei weitere entstehen in Asien und den USA. Hier werden Siemens-Experten an neuen Städte-Lösungen forschen und Siemens-Produkte zu speziellen Paketen für Stadtplaner und Bürgermeister zusammenstellen. Dazu gehören integrierte Verkehrslösungen zur Stau-Vermeidung ebenso wie Konzepte, um den Stromverbrauch und damit die Kosten einer Stadt auf breiter Basis zu senken. Auch in Zeiten knapper öffentlicher Budgets helfen Siemens-Lösungen wie etwa das Energiespar-Contracting den Städten und Kommunen dabei, ihre Kosten zu senken und den Umweltschutz zu verbessern. Zudem können Siemens-Lösungen wie Mautsysteme den Städten und Kommunen neue Einnahmequellen eröffnen.

 

In den direkten Kontakt mit den Entscheidungsträgern der Städte tritt Siemens über ein Team von City Account Managern. Als zentrale Ansprechpartner können sie ihrer jeweiligen Stadt das gesamte Siemens-Portfolio anbieten. Zudem bringen sie intern ihre Erfahrungen in die Weiterentwicklung des Siemens-Portfolios für Städte ein. Kundennähe ist ein wichtiger Treiber für nachhaltiges Wachstum des Unternehmens und Bestandteil des Zielsystems One Siemens.

 

Der Sektor Industry richtet sich mit der Neuorganisation von Siemens künftig konsequent auf Industriekunden aus. Hierzu will der Sektor sein Branchen- und Servicegeschäft stärken und seine führende Rolle bei Industriesoftware ausbauen. Der Sektor mit rund 100.000 Mitarbeitern besteht künftig aus den Divisionen Industry Automation, Drive Technologies sowie der neu gegründeten Division Customer Services.

 

Der Sektor Energy bleibt der weltweit führende Anbieter eines weiten Spektrums an Produkten, Lösungen und Dienstleistungen für die Stromerzeugung und -übertragung sowie für die Gewinnung, die Umwandlung und den Transport der Primärenergieträger Öl und Gas. Mit rund 75.000 Mitarbeitern besteht der Sektor künftig aus den Divisionen Fossil Power Generation, Wind Power, Solar & Hydro, Energy Service, Oil & Gas und Power Transmission. Der Sektor Healthcare bleibt im Zuge der Neuorganisation unverändert und ist mit rund 49.000 Mitarbeitern einer der weltweit größten Anbieter im Gesundheitswesen mit den Divisionen Imaging & Therapy Systems, Clinical Products und Diagnostics.


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