Steile Karriere?

 

Heinz Ursprunger, Senior Vice President und General Manager für den Geschäftsbereich Energieverteilungskomponenten, der selbst seine Karriere als Lehrling startete, ist der beste Beweis dafür, dass man auch mit einer Lehre Karriere machen kann. Er ist nur eines von vielen Beispielen im Unternehmen, denn 38 ehemalige Lehrlinge sind heute im Management tätig. Das sind immerhin rund 7 Prozent aller Lehrlinge, die Eaton in den letzten 40 Jahren ausgebildet hat. Josef Hackl, Leiter der Lehrwerkstätte, schilderte die vielfältigen Aus-, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Werk Schrems und im Konzern, die der Betriebsratsvorsitzende Ernst Strasser »als vorbildlich« bezeichnete. Entgegen der Kritik von Gewerkschafter Franz Riepl, der Ausbildungsdefizite in den Betrieben ortete, kritisierten Hackl und Strasser unisono die mangelnde Qualität der Lehrlingsanwärter, die in den vergangenen Jahren drastisch zurückging. Franz Riepl meinte, er kenne viele Chefs, “die ein Herz für Lehrlinge haben”, aber er kenne auch Manager, die von ihren Lehrlingen etwas lernen könnten. Ein Befund, den Betriebsrat Ernst Strasser nur bedingt teilte, da er beim Eaton-Management eine grundsätzlich sehr positive Einstellung zur Lehrlingsausbildung feststellte.

 

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Berufsorientierung bereits in der Unterstufe

„Ein Lehrabschluss ist jene Qualifikation, die von unseren Betrieben am häufigsten gesucht wird – und bei der die Betriebe in den nächsten Jahren den größten Beschäftigungszuwachs erwarten”, ermunterte Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl die Jugend. „Wer sich für eine Lehre entscheidet, bekommt also eine krisenfeste Ausbildung mit besten Zukunftschancen, Verdienst- und Karrieremöglichkeiten. Denn ohne Facharbeiter geht es nicht.”
Sowohl die Wirtschaftskammer-Präsidentin als auch der Landeshauptmann sehen den Schlüssel zur Lösung der Lehrlingsproblematik in einer verbesserten Berufsorientierung. So forderte Landeshauptmann Erwin Pröll: „Wenn es um qualifizierte Facharbeitskräfte geht, muss man schon an der Schnittstelle von Schule und Wirtschaft ansetzen. Das beginnt bereits im Kindergarten, um möglichst früh Neigungen der Kinder zu orten, und geht weiter, wenn es etwa darum geht, die Schulprofile in den Regionen stärker an den Bedürfnissen der Wirtschaft zu orientieren. Auch die Berufsorientierung soll mehr in den Vordergrund rücken.”

 

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Bekenntnis zur Region

„Zur Eaton-Philosophie gehört neben einer qualifizierten Ausbildung auch ein soziales Engagement an allen Eaton Standorten”, sagte Heinz Ursprunger und betonte, dass sein Unternehmen alles daran setze, das in der Region vorhandene Potential bestmöglich zu nutzen. „Wenn wir Optimierungspotentiale entdecken, werden wir diese heben. Mit ‚wir’ meine ich Eaton, die Sozialpartnern und die Landespolitik. In diesem Sinn ist auch diese Diskussionsveranstaltung im Rahmen der 40-Jahr-Feier unserer Lehrwerkstätte zu sehen.”

 

Erfolge bei Lehrlingswettbewerben

Als einen wichtigen Motivationsfaktor der Eaton-Lehrlinge nannte Josef Hackl, die vielen Erfolge bei Wettbewerben. Die Gewinnerliste der Eaton-Lehrlinge verzeichnet 73 erste bis dritte Plätze bei Landes- und Bundeswettbewerben. Allein 2011 konnte die Schremser Lehrwerkstätte zwei Landessieger in der Kategorie Kunststoffberufe einheimsen und einen zweiten Platz in der Kategorie »High-Tec-Lehrling« der Mechatroniker.

 

 

www.eaton.com

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