Energiegemeinschafts-Projekte sind eine gute Idee, findet Wien Energie – und weitet darum das Angebot an solchen Projekten aus. (Bild: Fotolia)

Wien Energie startet weitere Projekte für Energiegemeinschaften:

„Stehen mit marktreifem Angebot bereit“

Wien – Wien Energie begrüßt die Vorhaben zur Etablierung von Energiegemeinschaften im Rahmen des zukünftigen Erneuerbaren Ausbau-Gesetzes. Energiegemeinschaften leisten einen entscheidenden Schritt zur Demokratisierung der Energiewende. „Energiegemeinschaften ermöglichen jeder Wienerin, jedem Wiener, künftig aktiv einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und die wertvollen Ressourcen optimal zu nutzen“, betont Michael Strebl, Geschäftsführer von Wien Energie.

Mit der direkten Einbindung der BürgerInnen, der gemeinsamen, dezentralen Erzeugung und der optimierten Nutzung und Verteilung von lokalem Ökostrom können Energiegemeinschaften einen entscheidenden Beitrag an der Energiewende leisten. Neben sozialem und umweltbezogenem Nutzen bringt das für die TeilnehmerInnen der Gemeinschaft auch ökonomische Vorteile. Sie sparen nicht nur Energiekosten durch eigene Erzeugung und effiziente Verteilung, sondern auch Netzgebühren.

Viertel Zwei: Sonnenstrom mit den Nachbarn handeln

Wien Energie forscht bereits seit mehreren Jahren zu Energiegemeinschaften. Das umfangreichste Innovationsprojekt dazu läuft im Viertel Zwei in der Wiener Krieau. „Im Viertel Zwei haben wir im Rahmen unseres Forschungs- und Innovationsprojekts die ersten Schritte gesetzt, um Energiegemeinschaften aufzubauen. In den nächsten Wochen werden wir weitere Pilotprojekte starten, über die wir den Kreis der Teilnehmenden nochmals vergrößern werden. Wenn das EAG nächstes Jahr in Kraft tritt, stehen wir als Partner für Energiegemeinschaften mit einem marktreifen Angebot bereit“, so Strebl.

Im Viertel Zwei sind rund 100 Bewohnerinnen und Bewohner Teil der sogenannten Urban Pioneers Community. Sie testen gemeinsam unterschiedliche Produkte rund um die Themen Energie, Wohnen und Mobilität. Über eine digitale Plattform auf Blockchain-Basis handeln die Pilotkunden etwa vollautomatisiert den Community-Strom der eigenen Photovoltaikanlage PV-Anlage, teilen den Sonnenstrom mit den Nachbarn oder speichern ihn im Quartiersspeicher. Während ein Haushalt in einem gewöhnlichen Mehrparteienhaus rund ein Drittel seines Jahresstrombedarfs mit Sonnenstrom aus der hauseigenen PV-Anlage decken kann, soll der Anteil in der Energiegemeinschaft mittels Handel in der Community und Speicher auf zwei Drittel gesteigert werden.

www.wienenergie.at

Quelle: APA

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