Stabile Entwicklung des ÖSPI im November 2016

Laut Berechnungen der Österreichischen Energieagentur bleibt der ÖSPI im November gegenüber Oktober de facto unverändert (-0,1 % und geringster Rückgang seit Dezember 2012). Im Jahresvergleich wird ein Rückgang von 20,7 % erwartet.

Der Grundlastpreis bleibt gegenüber dem Vormonat unverändert (im September ging dieser noch um 2,1 % zurück). Im Jahresvergleich geht er um 20,5 % zurück. Beim Spitzenlastpreis wird im Monatsvergleich ein Nachlassen von 0,3 % (September: -1,8 %) und im Vergleich zu November 2015 ein Rückgang von 21,2 % erwartet.

Hier ist die Entwicklung des Strompreisindex zu sehen. (Quelle: Austrian Energy Agency)Der ÖSPI wird nach einer standardisierten Methode und auf Basis der Notierungen an der Energie-Börse EEX (European Energy Exchange) in Leipzig berechnet. Grundlage des ÖSPI sind die Marktpreise für Strompreis-Futures der kommenden vier Quartale. Sie sind gleichzeitig ein Indikator für die zu erwartende Entwicklung des Strompreises. Konkret werden neben den Werten für Grundlast, also der regelmäßigen, bandförmigen Stromlieferung auch die Werte für Spitzenlast zur Berechnung herangezogen.

Der ÖSPI zeigt an, um wie viel Prozent sich der Einkaufspreis für Strom im kommenden Monat gegenüber der Basisperiode, dem Vormonat und dem Vorjahr auf Grundlage eines fiktiven Beschaffungsverhaltens verändert. Der Durchschnitt der Strompreise aus dem Jahr 2006 von 54,88 Euro pro Megawattstunde ist die Ausgangsbasis für den Strompreisindex. Der ÖSPI bildet nur die reine Energiekomponente ab. Der Gesamtpreis für Strom teilt sich beim Endkonsumenten mit knapp 40 % auf die Energiekomponente und zu 60 % auf Netzgebühren, Steuern und Abgaben auf. Weitere Faktoren, die den Strompreis beeinflussen – wie beispielsweise die Beschaffungsstrategien der Energieversorger – werden im ÖSPI nicht berücksichtigt. Ein Steigen bzw. Fallen des ÖSPI lässt daher nur eine entsprechend geringere Erhöhung bzw. Senkung des gesamten Strompreises erwarten. Mit dem ÖSPI kann keine Aussage getroffen werden, wie die Energieanbieter ihre Preise gegenüber den Endkunden tatsächlich gestalten.