Smart-Home-Lösungen: Erleichterung im Haushalt

Dank dem Smart Home müssen einzelne Geräte nicht mehr selber bedient werden, sondern werden von einem zentralen Punkt aus – einem Steuerungsterminal – ferngesteuert. Von da aus können dann unter anderem die Heizungs-, die Beleuchtungsanlagen oder die Unterhaltungstechnik bedient werden. Bis 2020 soll die Millionengrenze der Smart Home Nutzer erreicht werden. Einige Smart-Home-Lösungen kontrollieren sogar die Energieeffizienz. Der Energieverbrauch im »Haus der Zukunft« kann mithilfe eines digitalen Kontrollsystems dokumentiert werden. Daneben gibt es verschiedene Angebote, die die Sicherheit des Eigenheims erhöhen können. Wenn sich der Hauseigentümer im Urlaub befindet, kann dieser in das System zum Beispiel einen Urlaubsmodus eingeben. Falls der Feuer- oder Bewegungsmelder Alarm schlägt, wird der Eigentümer direkt über das Smartphone informiert. Zudem gibt es bestimmte Einstellungen der Lichtanlage, die Einbrecher abschrecken, oder eine Funkkamera, die den Eingangsbereich kontrolliert. Die Smart-Home-Technologien sollen aber vor allem bei den täglich anfallenden Arbeiten wie Staubsaugen, Wäsche waschen oder Geschirr abspülen dienlich sein. Der Markt für Smart-Home-Geräte wächst immer mehr an. Können die Smart-Home-Angebote in Zukunft sogar die menschliche Mithilfe im Haushalt oder in anderen Bereichen unnötig machen?

Haushaltsgeräte als intelligente DienstleisterDas »intelligente Zuhause« ermöglicht eine zentrale Bedienung aller Haushaltsgeräte. (Foto: hannahlouise123 (CC0 1.0) – pixabay.com)
Mit der Technik Home Connect, die von den Firmen Siemens und Bosch entwickelt worden ist, gibt es die Möglichkeit, Waschmaschine, Trockner oder die Mikrowelle der Marken fern zu steuern. In Zukunft sollen auch Geräte anderer Hersteller auf Entfernung bedienbar sein. Diese müssen nicht mehr händisch über den Startknopf angemacht werden. Sie sind untereinander vernetzt. Zur Bedienung reicht die so genannte Home-Connect-App aus. Mit Hilfe der App können die Haushaltsgeräte nicht nur von Zuhause aus, sondern auch von unterwegs eingeschaltet und kontrolliert werden. Der Backofen kann vorgeheizt oder die Waschmaschine auf 30 Grad eingeschaltet werden.

Daneben ist es möglich, über die App die Bedienungsanleitung abzurufen oder bei technischen Störungen nach Hilfestellungen zu suchen. Auch kann so direkt über den Shop des Herstellers ein Ersatzteil bestellt werden. Für die Fernsteuerung der Geräte wird ein sicherer WLAN-Zugang am Gerätestandort benötigt. Die App ist im Apple-App-Store oder für Android-Betriebssysteme über den Google-Play-Store zu installieren. Die Informationen werden von einem WLAN-Chip, der sich in den Geräten befindet, an die Endgeräte wie das Smartphone oder das Tablet weitergegeben. Aber gibt es auch Smart-Home-Lösungen, die die Hausarbeit bald in der kompletten Wohnung und nicht nur stationär abnehmen?

Roboter im Smart Home: Zukünftige Haushaltshilfen?Mithilfe einer App kann die eigene Waschmaschine auch von einem Café aus gestartet werden. (Foto: kaboompics (CC0 1.0) – pixabay.com)
Als zusätzliche Haushaltshilfe der Zukunft bietet sich nicht nur die Fernsteuerung der technischen Haushaltsgeräte an. Zunehmend tauchen kleine Roboter im Zusammenhang mit dem Konzept »Smart Home« auf. Diese könnten bald zum Beispiel die Putzfrau ersetzen, denn gegenüber menschlichen Dienstleistern, die sich unbeaufsichtigt im eigenen Haus bewegen, herrscht bei vielen Österreichern Misstrauen. Eine repräsentative Umfrage von immowelt.at hat ergeben, dass 48 Prozent aller Österreicher Handwerker oder Putzkräfte ungerne alleine schalten und walten lassen. Zwei Prozent davon haben bereits schlechte Erfahrungen mit externen Dienstleistern gemacht, während 46 Prozent ein generelles Misstrauen hegen: Wird die Arbeit ordnungsgemäß erledigt oder wird in Abwesenheit sogar etwas geklaut? Doch kann die menschliche Putzfrau im Smart Home von einem Roboter ersetzt werden und somit für mehr Gelassenheit bei den Hausbesitzern sorgen? Über welche hilfreichen Funktionen verfügen die Roboter?

Mögliche Einsatzbereiche der Haushalts-Roboter
Es gibt bereits einige Bereiche, in denen der Roboter die Arbeiten eines Menschen übernehmen kann. Jedoch ist die Entwicklung der Roboter laut Forschern noch in den Anfängen. Diese befindet sich im Jahr 2015 erst auf demselben Entwicklungsstand, auf dem sich die Computertechnik vor 30 Jahren befunden hat. Roboter, die bereits Anwendung im Haushalt finden, sind der Fensterputzroboter oder der Staubsaugerroboter, der von A nach B durch die Wohnung düst. Daneben gibt es den Gärtner-Roboter, der jedoch genau wie seine Kollegen noch nicht alle Dienstleistungen, die sein menschliches Pendant erbringt, übernehmen kann. Er kann nur den Rasen mähen, während die Blumen noch von einem Menschen gegossen werden müssen. Die Roboter sollen jedoch in ein paar Jahren auch über die Steuerung der Smart-Home-Geräte bedienbar sein. Es sind noch weitere Roboter geplant, die das Smart Home bevölkern könnten. Einer, der zum Beispiel die Kleidung bügelt oder das Auto reinigt. Die Geschäftsführer von »MyRobotcenter« in Götzis sind sich einig, dass der Haushalt zunehmend automatisiert werde und bald keine Putzfrau mehr nötig sei, um Haushaltstätigkeiten zu erledigen, weitere Informationen gibt dieser Artikel. In Roboter, die unter anderem den Rasen mähen, sind Geräte, die zukünftig immer mehr im Smart Home eingesetzt werden. (Foto: Hans (CC0 1.0) – pixabay.com)Planung sind auch humanoide Roboter, die nicht nur die Arbeit des Menschen übernehmen, sondern auch das Aussehen desselben annehmen sollen.

Smarte Roboter im Pflegebereich
Für die Altenpflege sind bereits Prototypen entwickelt worden, die den Haushalt der Pflegeheime zukünftig im Blick haben sollen. Im Jahr 2014 wurde der »Roboter Henry«, der Teil der europäischen Forschungsprojekts STRANDS ist, in das Haus der Barmherzigkeit in Wien geschickt, um unter anderem die Sicherheit im Pflegeheim im Blick zu haben. Er soll einen umgefallenen Rollstuhl oder andere mögliche Gefahrensituationen an das Pflegepersonal melden. Jedoch ist dieser auch noch nicht in der Lage, menschliche Dienstleister komplett zu ersetzen. Genauso wenig wie seine Kollegen, die im Haushalt für ein wenig Ordnung sorgen.

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