Smart Home erlebbar machen!

Mit einer Investitionssumme von rund 30 Millionen Euro will der Gründer der Blauen Lagune, Erich Benischek, nun seinen Traum – eine umfassende Ausstellungs- und Beratungsplattform rund um Bau und Immobilien – in die Realität umsetzen. Der Elektrotechnik soll dabei ein wesentlicher Stellenwert eingeräumt werden. 2017 will er ein umfassendes Projekt auf die Beine stellen, von dem er meint, damit die Zukunft selbst zu leben: „Mit diesem Projekt zeigen wir, wie eine nachhaltige Immobilie geplant sein soll“, betont der Hausherr von Österreichs größtem Fertigteilhauspark, der sich mit Univ.-Prof. Christoph M. Achammer und seiner ATP architekten ingenieure (Wien) einen prominenten Partner für die Planung ins Boot geholt hat.
Neben dem Hotelkompetenzzentrum mit Hotelbetrieb in drei Kategorien, das gleichzeitig als ShowCase für den Hotel- und Gewerbebau dient und bei potenziellen Hoteliers, Hotelbetreibern, Investoren, Architekten und Planern Interesse wecken soll und einem Informations- und Konferenzzentrum, das als viergeschoßiges Gebäude unter optimaler Einbeziehung des Sees am Eingang der Blauen Lagune konzipiert ist, legt Benischek sein Hauptaugenmerk vor allem auch auf die Errichtung des Bauzentrums, das aus fünf zweigeschoßigen Baukörpern bestehen wird. Zwischen 14 und 18 sogenannte »Showrooms« pro Gebäude dienen den Mietern künftig zur kundenorientierten Beratung und Präsentation ihrer Produkte. In den Randräumen befindet sich jeweils eine Themenwelt, die sich als Hallenobjekte über zwei Geschosse erstreckt.

Showroom oder Themenwelt?
Den Ausstellern bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten der Präsenz: Die erste Variante ist die Anmietung eines Showrooms, der vom Aussteller frei bespielt werden kann. Die ausgeklügelte, nachhaltige Gebäudeplanung erlaubDer Hausherr der Blauen Lagune, Erich Benischek, will 2017 ein umfassendes Projekt auf die Beine stellen, von dem er meint, damit die Zukunft selbst zu leben.t hierbei flexible Nutzung. Neben einem Schauraum in verschiedenen Größen hat der Aussteller auch die Möglichkeit eines direkt angeschlossenen Büros. So können kleinere Unternehmen den Standort Blaue Lagune gleichzeitig als Showroom und Firmensitz nutzen. Bei Bedarf ist die Anmietung eines Lagers bei einem Partnerunternehmen in unmittelbarer Nähe ebenso möglich. Auch eine alleinige Büronutzung wird geboten. Die zweite Variante, sich vor Ort einem großen Publikum zu präsentieren, ist die Integration von Systemen bzw. Produkten in den sogenannten Themenwelten. Hier werden interessante, aktuelle Materien aufgegriffen und publikumswirksam inszeniert. Geplante Themen sind beispielsweise Hausautomation (Smart Home), Energietechnik, altersgerechtes Wohnen, Feuer und Heizen, Wellness und Fitness oder etwa die immer mehr an Bedeutung gewinnende Wohngesundheit. Im Unterschied zu den Showrooms, in denen die Aussteller die Kunden mit ihrem eigenen Personal vor Ort empfangen, sollen in der Themenwelt geschulte Produktberater der Blauen Lagune die Aufgabe übernehmen, die Besucher zu informieren und Antworten auf ihre individuellen Fragen zu geben. Sie sind es auch, die bei Abwesenheit des Ausstellerpersonals in den Showrooms erste Anlaufstelle bei Fragen der Konsumenten sein sollen. Wenn es aber ins Detail geht, wird man dann allerdings doch nicht umhinkommen, die Kompetenz des fachlich qualifizierteren Ausstellerpersonals in Anspruch zu nehmen.

Luft nach obenErich Benischek (links) und Univ.-Prof. Christoph M. Achammer von ATP architekten ingenieure gaben uns einen Überblick über das 30-Millionen-Euro-Projekt, das auch aus elektrotechnischer Sicht mit Inhalten glänzt.
Dass die Produktberater in elektrotechnischen Fragen auf jeden Fall noch Verbesserungspotenzial haben, erleben wir, als wir im Anschluss an das Gespräch mit Erich Benischek und Univ.- Prof. Christoph M. Achammer der bereits seit 2009 existierenden Energiewelt am Areal der Blauen Lagune einen Kurzbesuch abstatten. Abgesehen davon, dass die Markenhersteller der Elektrotechnikbranche hier deutlich unterrepräsentiert sind – ein bekannter Infrarotheizungs-Hersteller und ein deutscher Anbieter eines Funksystems sind die beiden einzigen Firmen aus dem elektrotechnischen Kernbereich, die wir hier antreffen – werden wir von einer Fachberaterin der Blauen Lagune zwar freundlich begrüßt und auch informiert. Für ein Kundengespräch, das in die Tiefe gehen soll, ist die junge Dame allerdings aus fachlicher Sicht nicht gerüstet. Nachdem wir uns zu erkennen geben, und ihr erklären, was unser Anliegen sei, zeigt sie sich offen und bereit für jede Art der Informationsgebung. Ob und in welcher Weise eine Nachschulung der Beraterinnen stattfinden wird, ist uns bis Redaktionsschluss allerdings nicht bekannt. Auf Anfrage von uns wäre der Infrarotheizungs-Hersteller in der Sekunde bereit gewesen, das Personal der Blauen Lagune auf einen höheren Wissensstand zu bringen. Unser Fazit zum Erlebten: Spätestens bis zur Eröffnung der Showrooms und der Themenwelten wäre eine Nachschulung für alle Beteiligten von Vorteil. Die Idee, die Technologien – im Speziellen die Elektrotechnik – »angreifbar« zu machen und an einem Ort wie der Blauen Lagune dem breiten Publikum vorzustellen, ist aus der Sicht der Redaktion jedenfalls eine wichtige und unterstützenswerte Initiative. In Zukunft könnte das Motto dann für jeden Häuslbauer lauten: Auf www.elektropedia.com schlau machen und in der Blauen Lagune anfassen!

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