Smart Automation Austria 2013 Schlussbericht

Im Fokus standen dabei die intelligente Vernetzung von industriellen Prozessen und das Thema Energieeffizienz sowie erste Visionen zum Schlagwort »Industrie 4.0«. „Alles was in der Automatisierungsbranche Rang und Namen hat war bei der »Smart Automation Austria 2013« in Linz mit dabei”, berichtet DI Matthias Limbeck, Geschäftsführer von Veranstalter Reed Exhibitions Messe Salzburg. Besonders froh sei man über das Plus an Fachbesuchern: Exakt 8.112 Fachbesucher (Anm.: 2011: 7.981) wurden auf der »Smart Automation Austria 2013« gezählt. „Die 8. Linzer »Smart« hat heuer mit der Dichte an namhaften und branchenbedeutenden Aussteller wie auch mit dem großen Fachbesucherinteresse erneut ihren Status als Österreichs Kompetenzmesse in Sachen Automatisierung bestätigt. Die positive Tendenz und die gute Stimmung innerhalb der Branche sind wieder deutlich spürbar”, resümiert Matthias Limbeck.

Multitasking-Plattform
Information, Kommunikation, Beschaffung und Networking unter einem Dach. Die alle zwei Jahre von Reed Exhibitions Messe Salzburg im Design Center Linz organisierte »Smart Automation Austria« gilt nicht nur als maßgebende Informationsplattform und präzises Trendbarometer für die Automatisierungsbranche. „Es hat sich erneut gezeigt, dass die »Smart« auch in hohem Maße als Networking-Plattform fungiert. Hier trifft einander die Branche, diskutiert die in die Zukunft weisenden Trends und Entwicklungen, hier werden die Geschäfte von morgen besprochen und abgeschlossen”, so Ing. Gerhard Perschy, Leiter des Geschäftsbereichs Messen bei Reed Exhibitions.

Messeleiter Ing. Markus Reingrabner, der erstmals für die »Smart Automation Austria« verantwortlich zeichnete, kann dazu auf die Fachbesucherbefragung durch das unabhängige »market-Institutq verweisen. Dieser zufolge haben 37,2 Prozent der Fachbesucher Käufe und Bestellungen auf der »Smart Automation Austria« getätigt. Weitere 17,7 Prozent sagten, dies zu einem späteren Zeitpunkt auf Basis der auf der Fachmesse gewonnen Informationen und geknüpften Kontakte tun zu wollen. Auch die Entscheiderqualität der Fachbesucher lag mit 58,8 Prozent (= ausschlaggebend/mitentscheidend; plus beratend = 87,9 %) sehr hoch. „Diese Zahlen sprechen für sich. Die »Smart Automation Austria« ist die Business-Fachmesse für die Automatisierungsbranche in Österreich”, so Markus Reingrabner.

Positive Konjunktureinschätzung
Die gute Stimmung auf der »Smart 2013« unterstreicht auch die Tatsache, dass bei der Fachbesucherbefragung gut drei Viertel (76,6 %) sich mit der aktuellen wirtschaftliche Lage ihrer Branche sehr zufrieden zeigten (Noten 1 und 2; plus 3 = 96,3 %). Sieben von zehn Befragten (71,2 %) vertraten sogar die Auffassung, die Entwicklung werde sich in den kommenden zwölf Monaten markant verbessern (Noten 1 und 2; plus 3 = 97,4 %).

Fachbesucherbefragung erbrachte erneut hohe Akzeptanzwerte
Die Fachmesse selbst erzielte bei der Fachbesucherbefragung erneut überdurchschnittlich hohe Akzeptanzwerte. So zeigten sich 83,4 Prozent der Befragten mit der Messe insgesamt sehr zufrieden (Noten 1 und 2; plus 3 = 94,9 %), und nahezu alle (97,5 %) wollen die Linzer »Smart« Geschäftspartnern weiter empfehlen. Gut drei Viertel (76,5 %) erklärten, vom Messebesuch profitiert zu haben; 61,4 Prozent hatten neue Produkte entdeckt, 52,4 Prozent neue Anbieter. 93,5 Prozent bewerteten das auf der Fachmesse präsentierte Produktangebot als vollständig.

Fachmesse für Neuheiten & Kontaktpflege
Generell hat nach Ansicht von zwei von fünf Befragten (40,1 %) die Bedeutung der Fachmessen im Vergleich zu anderen Informations- und Networkingplattformen in den letzten Jahren weiter zugenommen, 54,1 Prozent bewerteten sie als unverändert hoch. Im Einzelnen hoben die Befragten auf der »Smart 2013« folgende Kriterien als besonders positiv (Noten 1 und 2) hervor: interessante Produktneuheiten kennen lernen (93,6 %), Kontakte knüpfen und pflegen (90,3 %), Überblick über Markt, Produkte und Anbieter (87 %), große Auswahl an Produkten/Sortimenten (82,7 %), neue Anbieter/Aussteller finden (81,2 %), Lösungen für konkrete Anliegen und konkreten Bedarf finden (80,6 %), Geschäfte machen (78,4 %), hohe Anzahl an Ausstellern pro Branchensegment (78 %) und Anwesenheit aller für den Befragten wichtigen Aussteller (75,1 %).

Höchstzufriedene Aussteller
Dass die »Smart Automation Austria« auch bei den Ausstellern bestens abgeschnitten hat, zeigen die am letzten Messetag eingeholten Meinungen und Stellungnahmen von Ausstellern. So bestätigt etwa DI TU Manfred Malzer, Prokurist Energie & Automation bei ABB AG, die starke Fachbesucherfrequenz. „Speziell der Mittwoch war ein ausgesprochen gut besuchter Messetag. Aber auch an den übrigen Messetagen konnten wir einige Neukunden auf uns aufmerksam machen und uns bestens um Stammkunden kümmern.” Auf die Frage, was die »Smart Automation Austria« in Linz so besonders mache, erklärt Manfred Malzer: „Die »Smart« in Linz ist klein und fein. Das ist das beste Rezept. Zudem ist man hier auf einem sehr guten Industrieboden. Die Branche kommt gerne hierher sowohl aus dem Oberösterreichischen Raum als auch aus dem Westen und dem Osten Österreichs. Die »Smart Automation Austria« in Linz ist ein wichtiges Event für uns und wir werden 2015 sicher wieder dabei sein.” Für die »Smart Automation Austria«, die kommendes Jahr turnusgemäß in der Messe Wien stattfindet, habe er die Hoffnung, dass diese fortan ein besseres Zusammentreffen der Branche in Wien darstellen werde. „Der Titel »Smart Wien« sollte der Fachmesse mehr Kraft geben und sie aus dem bisherigen »Vienna-Tec« Großereignis, dass unserer Meinung nach zu viele Fachmessen beinhaltete, heraustreten lassen. Die Wiedererkennung der »Smart«-Marke in einem anderen Raum sollte gelingen und sollte ein neuer Antrieb für Wien sein.”

Lapp Austria GmbH war erstmals seit der 2007er-Ausgabe wieder Aussteller der „Smart Automation Austria” in Linz. Das eindeutige Resümee des Geschäftsführers DI Klemens Dolzer: „Es gefällt uns und es »taugt« uns!” Persönlich sei er äußerst positiv beeindruckt von der hohen Qualität der Fachmesse. „Die »Smart« ist eine höchst professionell organisierte Fachmesse. Die Aussteller treten hier mit schönen Messeständen auf, und man hat nicht den Eindruck, dass gespart wird. Das halte ich für ein gutes Zeichen, und wir sind sehr froh, wieder bei der »Smart Automation Austria« gewesen zu sein. Das Feedback, das wir von unseren eigenen Kunden und von unseren Mitarbeitern bekommen haben, hat uns bestärkt und wir werden auch bei der nächsten »Smart« in Linz wieder mit dabei sein.” Die Frage nach dem Geheimrezept der »Smart Automation Austria« in Linz beantwortet Klemens Dolzer so: „Man hat begriffen, dass sich bei der »Smart Automation Austria« in Linz das Who-is-Who der Automatisierungsbranche und aus der Welt der Industrialisierung trifft. Die »Smart« zeichnet aus, dass sie sowohl die ganz großen als auch die mittleren und kleinen Marktspieler vor Ort und auf selbem Niveau unter einem Dach versammelt. Sie hat Charme und Charakter und das merkt man, wenn man durch die Hallen geht und mit den Leuten spricht.”

„Die »Smart Automation Austria« ist eine sehr gute Location für Bosch Rexroth, um unsere Automationsfähigkeiten optimal darzustellen”, unterstreicht Manfred Haase, Geschäftsführer der Bosch Rexroth Gmbh. Die hohe Bedeutung einer Teilnahme an der »Smart Automation Austria« in Linz beschreibt sein Kollege Ing. Manfred Taschl von der Abteilung Sales Factory Automation bei Bosch Rexroth GmbH: „Linz ist das Zentrum der Industrie in Österreich, der Ort, wo die produzierende Industrie in Österreich zu Hause ist und vor allem, wo unsere Kunden tätig sind. Das Geheimrezept hier in Linz ist der Charme der »Smart Automation Austria«, ihre Kompaktheit und die Überschaubarkeit des Gesamtangebots. Hier findet man schnell, was man braucht.” Einstimmig bestätigen beide zum Schluss: „Wir sind 2015 mit Sicherheit wieder bei der »Smart Automation Austria« in Linz dabei.”

„Es war sehr gut und wir sind mit der »Smart Automation Austria« sehr zufrieden”, sagt Ing. Mag. Thomas Lutzky, Geschäftsführer von Phoenix Contact GesmbH. „Es waren drei vollgepackte und produktive Messetage und wir konnten in dieser kurzen Zeit enorm viel bewegen. Das Interesse und die Kompetenz des Publikums ist bei der »Smart Automation Austria Linz« enorm hoch. Hier ist die Industrie zu Hause und holt sich wertvolle Impulse für die nächsten Monate.” Vorausblickend zur nächstjährigen »Smart Automation Austria« in der Messe Wien sagt Thomas Lutzky: „Wir freuen uns sehr, dass Reed Exhibitions sehr viele Ideen, die wir im Messefachbeirat erarbeitet und vorgeschlagen haben, tatsächlich in das neue »Smart Wien«-Konzept übernommen hat. Wir sind der Meinung, dass Reed damit am absolut richtigen Weg ist. Wir sehen auch eine sehr positive Resonanz von großen und wichtigen Ausstellern. Zum einen von jenen, die sich bereits festgelegt haben, bei der Wiener »Smart«-Ausgabe auszustellen, und zum anderen auch von Ausstellern, die in den letzten Jahren gefehlt haben. Jetzt gilt es, dass wir alle, Reed Exhibitions, die Aussteller und die Branche selbst, das Momentum der »Smart« in Linz über den Winter ins Frühjahr mitnehmen und dann auch die »Smart Automation Austria 2014« in der Messe Wien zu einem großen Erfolg machen.

„Unsere Erwartungen an die »Smart Automation Austria« in Linz haben sich erfüllt”, bestätigt auch DI (FH) Franz Köllnberger, Verkaufsleiter Industrie Österreich von Schneider Electric Austria Ges.m.b.H.. „»Die Smart Automation Austria Linz« ist eine sehr gute Kommunikationsplattform für uns. Linz liegt im Zentrum einer unserer Zielgruppen – des Maschinenbaus, und auch das gesamte Industriegeschäft ist hier in dieser Region beheimatet. Wir stellen fest, dass alle namhaften und großen Kunden von Schneider Electric uns hier in Linz besuchen. So wie sich das Konzept derzeit darstellt, ist die Fachmesse für uns die ideale Plattform, um den Kunden die entsprechenden Neuheiten und die Strategien unseres Unternehmens transportieren können. Wenn ich die heuer aufgenommenen Leads ansehe, dann liegen wir sogar leicht über jenen von vor zwei Jahren. Das ist ein sehr erfolgreicher Verlauf. Aus heutiger Sicht werden wir bestimmt wieder an der »Smart« in Linz 2015 teilnehmen.”

Die Zukunft der »Smart« heißt: 1x Linz und 1x Wien
Klares Bekenntnis zu zwei alternierenden »Smart«-Ausgaben in Österreich. Die nächste »Smart Automation Austria« steht nicht wie bisher erst in zwei Jahren am Programm, sondern bereits vom 6. bis 8. Mai 2014 in der Messe Wien. 2015 bildet wieder das Linzer Design Center den Veranstaltungsort. Denn wie Messeveranstalter Reed Exhibitions zusammen mit der Industrie konzeptmäßig erarbeitet hat, geht die »Smart Automation Austria« ab 2014 jährlich über die Bühne. In geraden Jahren findet die »Smart Automation Austria« in der Messe Wien, in ungeraden Jahren im Design Center Linz statt. Gehörten Gerüchten, dass die »Smart Automation« nachhaltig von Linz nach Wien abwandere, tritt DI Matthias Limbeck entschieden entgegen: „Um etwaigen Missverständnissen vorzubeugen möchte ich noch einmal deutlich festhalten: Die Linzer »Smart« ist die wichtigste Fachmesse für die Automatisierungsbranche in Österreich. Sie hat beste Zukunftsaussichten und bleibt ganz klar in der aktuellen Form und dem Rhythmus bestehen. Die »Smart« in der Messe Wien ist nicht neu. Sie ist lediglich aus dem Dach der bisherigen »Vienna-Tec« herausgetreten und findet ab 2014 als eigenständige Messemarke alle zwei Jahre parallel zur »Intertool« statt. Diese neu gewonnene Selbständigkeit wird das Vertrauen in die Marke »Smart Automation Austria« stärken und beschert Ost-Österreich eine für die Region wichtige Automatisierungsfachmesse”, erläutert Matthias Limbeck.

Vielversprechende Signale für die »Smart 2014« in der Messe Wien
Die Vorzeichen der »Smart Automation Austria« in der Messe Wien sind gut und die Signale aus der Branche vielversprechend. Namhafte Key-Player wie Siemens AG Österreich, Rittal Schaltschränke Gesellschaft m.b.H, Phoenix Contact GesmbH, Beckhoff Automation GmbH, Pilz Ges.m.b.H. Sichere Automation und Bernecker + Rainer Industrie-Elektronik Ges.m.b.H haben ihre Teilnahme bereits fix zugesagt. „Die »Smart Automation Austria« in der Messe Wien bietet der Automatisierungsbranche eine attraktive Möglichkeit, auch in der Industrieregion Ost-Österreich Flagge zu zeigen”, betont DI Matthias Limbeck.

Technischer Nachbericht »Smart Automation Austria 2013«

Steuerungstechnik – Sicherheit hat Vorrang
Für sichere Automatisierung präsentierten bei der »Smart Automation Austria« zahlreiche Hersteller ihre Systeme. Bernecker + Rainer Industrie-Elektronik Ges.m.b.H zum Beispiel eine softwarebasierte Sicherheitssteuerung (SafeLOGIC-X), deren Safety-Funktion sich auf sichere I/O-Module, eine Standardsteuerung und die Visualisierung verteilt. Die Lösung bringt auch kleinere kostensensitive Sicherheitsanwendungen in den Genuss einer integrierten Safety-Lösung, inklusive der vollwertigen Unterstützung aller Safe-Motion-Funktionen. Als Kommunikationsprotokoll nutzt man openSafety. Omron zeigte einen neuen Safety-Controller (Sysmac NX), der mit den E/A-Modulen über das Ethercat-Protokoll kommuniziert. Sichere und nicht sichere Baugruppen können dabei gemischt betrieben werden. Eine modulare Software-programmierbare Sicherheits-Steuerung (Flexi Soft), die sich per Software intuitiv konfigurieren lässt war am Messestand von Sick zu sehen. Eine Vielzahl von Komponenten ermöglicht laut Hersteller eine maßgeschneiderte Applikation, etwa für die Absicherung von Gefahrstellen bei Pressen und Laserschneidanlagen im Maschinenbau.

Mit einer neuen Steuerungsgeneration (Simatic S7-1500) spricht Siemens den mittleren und High-End-Bereich der Maschinen- und Anlagenautomatisierung an. Eine tolle Systemperformance, viele standardmäßig integrierte Funktionen einschließlich Motion Control, Security und Safety sollen die Anwender darauf »einstimmen«. Robuste Industrie-PCs zeigten Phoenix Contact und Wago (PFC200). Die Geräte bieten hochauflösende LED-Technologie für detailreiche Bedienoberflachen und zeichnen sich durch eine geringe Gerätetiefe aus. Extreme Temperaturen im Bereich von –20 °C bis +55 °C lassen die neuen Geräte ebenfalls nicht „erzittern”. Konfigurieren kann man die IPCs über einen integrierten Web-Server per Web-based-Management.

Antriebstechnik – mehr Power
»Höchsten Wirkungsgrad« verspricht ABB mit seinen High Output Synchronmotoren: Das Komplettpaket aus Motor, Frequenzumrichter und Software liefert der Anbieter in »Super-Premium-Effizienz«. Ebenfalls mit einem großen Versprechen trat Danfoss an: Antriebe mit mehr Drehmoment bei gleicher Leistung speziell für Einsätze in der Nahrungsmittel-, Getränke- und Verpackungsindustrie. Neue Frequenzumrichter zeigte etwa Control Techniques (Unidrive M) im Leistungsbereich von 0,25 kW bis 1,2 MW sowie Eaton von 0,37 bis 250 kW (Power XL). Erstmals bot man auch Geräte zur Montage außerhalb des Schaltschranks. Interessantes Anwenderbeispiel: Bei einer Kartoffelsortieranlage galt es, 250 Antriebe über Motorstarterkombinationen zu schalten und zu schützen. Hier konnte Eaton mit einer neuartigen Vernetzung (SmartWire-DT) die Querverdrahtung von gut einem Kilometer auf 50 Meter und den Verkabelungsaufwand auf 12 Prozent reduzieren. Mit einem netten »Gag« demonstrierte Stöber die rasante Geschwindigkeit und hohe Präzision seiner neuen Drehgeber anhand eines »mechanischen Equalizers«.

Sensoren – klein und sensibel
Als unbestechliche »scharfe Augen« sorgen Sensoren für sichere Prozessabläufe in der Automatisierung – ob optoelektronisch, induktiv, magnetisch oder als Ultraschall- oder Distanzsensoren sowie bei Druck oder Füllstand. Die Hersteller spendieren ihren Produkten immer mehr »intelligente« Funktionen, die im Betrieb nachweislich Kostenvorteile bringen. Die Integration von IO-Link konnte man etwa an den Messeständen von Balluff, ifm, Pepperl+Fuchs und Sick sehen. Die Hersteller sind sich einig, dass IO-Link in der gesamten Produktion Zeit und Geld spart und IO-Link genügt, um die Automation noch leistungsfähiger zu machen. Um den »Beweis« anzutreten baute Sick am Messestand eine kleine Förderstrecke auf, wo eine voll funktionsfähige Maschine vollautomatisch Beschädigungen oder Deformationen an Paketen erkennt – bei vollem Betrieb und in höchster Präzision.

Digitale Sensoren für die Analysemesstechnik präsentierten Jumo (ecoLine O-DO) und Krohne (Smartsens-Serie). Bei Endress+Hauser setzt man in der Prozessmesstechnik auf deutlich reduzierte Komplexität, die in den neuen Geräteserien für Durchfluss und Füllstand (Promass, Proline, Levelflex, Micropilot) bereits umgesetzt wurde. Premiere feierte Turck mit einem berührungslos arbeitenden induktiven Universal-Drehgeber (RI360P-QR24), der hochauflösend, verschleißfrei, dauerhaft dicht bleibt und gleichzeitig magnetfeldresistent ist. Damit ist der Drehgeber laut Hersteller sowohl optischen als auch magnetischen Drehgebern überlegen.

Industrielle Kommunikation – Rasend schnell
Vor rund zehn Jahren kam das Thema Industrial Ethernet in der Automatisierungstechnik so richtig in Schwung. Heute »matchen« sich mehrere etablierte Systeme um die Gunst der Anwender. Bei der „Smart Automation Austria 2013″ hagelte es daher Superlative: Man sprach von höchster Performance, minimalstem Jitter, kompromisslosem Determinismus oder einzigartigen Funktionsprinzip. Die Praxis wird allerdings zeigen, welche »Performance« tatsächlich hinter EtherCAT, EtherNet IP, Powerlink, Profinet, SafetyNet, Sercos oder Varan steckt. Und ebenso wie sich die offenen Feldbussysteme wie Profibus, DeviceNet oder AS-i behaupten. Mit einer rasanten Behauptung präsentierte sich Bernecker + Rainer Industrie-Elektronik Ges.m.b.H: Mit Powerlink sei das bislang schnellste Netzwerk der Welt realisiert worden. Bei einer Folienstreckanlage eines Maschinebauers wurden 728 Achsen mit 400 µs Taktrate synchronisiert.

Energiemanagement – Energieverbrauch im Griff
Den steigenden Energiepreisen zum Trotz steckt im Bereich der elektrischen Energie ein enormes Einsparungspotenzial. Man muss nur wissen, wo man den Hebel ansetzt, um zu erkennen wann, warum und wieso welche Mengen an elektrischer Energie verbraucht werden. Oft wird keine produktive Tätigkeit verrichtet, etwa im Stand-by-Modus – hier hilft aktives Energiemanagement, wozu einige Anbieter bei der »Smart Automation Austria 2013« schlaue Lösungen zeigten. Murrelektronik präsentierte ein »intelligentes« Stromverteilungssystem (MICO), welches Ausgangsströme überwacht und einen fehlerhaften Ausgangskanal zielgerichtet und umgehend abgeschaltet. Bernecker & Rainer verbessert die Energieeffizienz seiner Anwender mit einer gebrauchsfertigen Lösung, die auf einem Box-PC (Automation PC 910) läuft. Einen sorgsamen Umgang mit Energie erreicht man bei der Gatterbauer Messtechnik durch den Einsatz eines kleinen und leichten Energie-Datenloggers (Tinytag Energy Logger TGE-0001), der stromhungrige und ineffektive Energieverbraucher in Industrieanlagen schnell aufspürt. Wer seine Energieeinsparung in Anlagen bereits vorher genau planen und berechnen will, dem hilft ein Softwaretool von Danfoss (VLT Energy Box 2.1): Nach Eingabe der Anlagencharakteristik und der Motordaten berechnet das Programm den Energiebedarf und kann etwa »energiefressende« Kühltürme, Lüfter und Pumpensysteme analysieren.

Engineering – Entwicklungsprozesse beschleunigen
Aucotec zeigte, wie einfach eine CAE-Plattform (Engineering Base) zu bedienen ist, wie man die Dokumentation über den gesamten Lebenszyklus lückenlos hält und den Ausschreibungsprozess um Wochen reduziert. Mit der „Integration von IT-Technologien in die Automation” (Open Core Engineering) will Bosch Rexroth eine Brücke zwischen der bisher getrennten SPS- und IT-Automatisierung „schlagen” und damit den Freiheitsgrad im Software-Engineering erhöhen. Helfen soll dabei eine durchgängige Lösung aus offenen Standards, Softwaretools und Funktionspaketen. Jeder Entwickler möchte gerne seine Prozesse beschleunigen. Wie das funktionieren kann demonstrierte Eplan anhand der neuen CAE-Plattform (Eplan Plattform 2.3), die viele Möglichkeiten für die normgerechte Projektierung bietet. Einfaches Editieren von Makros und eine erweiterte Suchfunktion sichern produktives Engineering. Zahlreiche neue Tools und Funktionen für die Planung und Dokumentation finden sich auch in der neuen E-CAD-Software von WSCAD (WSCAD Suite): So ist jetzt auch die Drahtnummerierung für das Electrical Engineering integriert. DWG- und DXF-Dateien lassen sich in der Elektroinstallation als eingebettete Objekte importieren, und im Schaltschrankbau gibt es einen neuen, verbesserten Platzierungsdialog für Aufbausymbole.

www.smart-automation.at

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