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Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen von Siemens

Sigres, Superresistent, Selektiv

Siemens Fehlerstromschutzschalter Typ B und B+ sind standardmäßig in Sigres Ausführung erhältlich.. Bild: Siemens AG

Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen verhindern gefährlich hohe Fehlerströme gegen Erde und tragen so maßgeblich zur Reduzierung lebensgefährlicher Stromunfälle in Niederspannungsnetzen bei. Die Ausführungen Sigres, Superresistent und Selektiv von Siemens sind für unterschiedlichste Anwendungsfälle entwickelt worden.

Sigres

Fehlerstromschutzschalter in der patentierten Sigres Version sind für den Einsatz bei erschwerten Umgebungsbedingungen entwickelt worden, wie in Hallenbädern zum Schutz vor Chlor und Ozon, in der Landwirtschaft (Ammoniak), auf Baustellen und in der chemischen Industrie (Stickoxide, Schwefeldioxid, Lösungsmittel), in der Nahrungsmittelindustrie (Schwefelwasserstoff) und in nicht beheizten Räumen (Feuchtigkeit). Weitere Einsatzgebiete sind: Photovoltaik-Anlagen, Rolltreppen, Aufzüge, USV-Anlagen, Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge, Verbraucher mit 3-phasigen Frequenzumrichtern oder Stromrichtern.

Der patentierte aktive Kondensationsschutz erfordert eine dauerhafte Spannungsversorgung und bei ausgeschaltetem FI-Schutzschalter die Einspeisung von unten. Bei Siemens Fehlerstromschutzschalter Typ B und B+ ist die Sigres Ausführung bereits Standard.

Superresistent K

Bei elektrischen Verbrauchern, die beim Einschalten kurzzeitig hohe Ableitströme verursachen, z. B. über Entstörungskondensatoren zwischen Außenleiter und PE abfließende, transiente Fehlerströme, kann es zum unerwünschten Auslösen unverzögerter FI-Schutzeinrichtungen kommen, wenn der Ableitstrom den Bemessungsfehlerstrom der FI-Schutzeinrichtung überschreitet.

Auswahlhilfe zur Bestimmung der geeigneten Fehlerstrom-Schutzeinrichtung. Bild: Siemens AG

Für solche Anwendungen, bei denen die Beseitigung solcher Störquellen nicht oder nur teilweise möglich ist, können kurzzeitverzögerte, superresistente FI-Schutzeinrichtungen eingesetzt werden. Diese Geräte haben eine minimale Auslösezeitverzögerung von 10 ms, d.h., sie dürfen bei einem Fehlerstromimpuls von 10 ms Dauer nicht auslösen. Dabei werden die maximal zulässigen Abschaltzeiten nach IEC/EN 61008-1 eingehalten. Die Geräte weisen eine erhöhte Stoßstromfestigkeit von 3 kA auf. Kurzzeitverzögerte, superresistente FI-Schutzeinrichtungen sind mit dem Kennzeichen K versehen.

Selektiv S

FI-Schutzeinrichtungen haben normalerweise eine unverzögerte Auslösung. Dies bedeutet, dass eine Reihenschaltung von derartigen FI-Schutzeinrichtungen mit dem Ziel einer selektiven Abschaltung im Fehlerfall nicht funktioniert. Um bei einer Reihenschaltung von FI-Schutzeinrichtungen Selektivität zu erreichen, müssen die in Reihe geschalteten Geräte sowohl in der Auslösezeit als auch im Bemessungsfehlerstrom eine Staffelung aufweisen. Selektive FI-Schutzeinrichtungen haben eine zeitliche Auslöseverzögerung und eine erhöhte Stoßstromfestigkeit von ≥ 5 kA. Selektive FI-Schutzeinrichtungen sind mit dem Kennzeichen S versehen.

Weitere Informationen unter www.siemens.com

Quelle: Siemens AG

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