Siemens liefert und installiert komplettes Kleinwasserkraftwerk in Norwegen

 

Auftraggeber ist der norwegische Kraftwerks- und Netzbetreiber A S Eidefoss. Für Siemens markiert das Projekt den Einstieg in den norwegischen Kleinwasserkraft-Markt. Das Kleinwasserkraftwerk wird als Kavernenkraftwerk angelegt und über einen Druckstollen mit Wasser versorgt. Das bedeutet, dass die Smådøla oberirdisch unberührt weiterfließen kann, während »im Untergrund« sauberer Strom erzeugt wird. Drei Turbinen mit unterschiedlicher Leistung werden wirkungsgradoptimiert, also je nach aktuellem Wasserangebot, eine Gesamtleistung von bis zu 15,21 Megawatt liefern. Das Kraftwerk soll im Frühjahr 2015 in Betrieb gehen.

Das Kleinwasserkraft-Kompetenzzentrum der Siemens AG Österreich in Salzburg ist die Drehscheibe für das weltweite Small Hydro-Geschäft des Konzerns. Das Portfolio von Small Hydro umfasst die Planung, das Engineering, die Lieferung, Montage und Inbetriebnahme von Anlagen mit bis zu 30 Megawatt je Turbine. Dabei werden sowohl mechanische Kraftwerkskomponenten wie Turbinen und Generatoren, als auch elektrische und leittechnische Systeme geliefert und installiert (»water-to-wire«-Package). Das Kleinwasserkraft-Kompetenzzentrum in Salzburg hat bisher über 400 Projekte weltweit, etwa in der Schweiz, in Bulgarien und der Türkei realisiert. Referenzprojekte in Österreich befinden sich in Tirol, Voralberg, Salzburg, Oberösterreich und der Steiermark. Zuletzt wurde das Kleinwasserkraftwerk Finsing der Tiroler Wasserkraft AG (TIWAG) erfolgreich in Betrieb genommen. Es wird künftig mehr als 5.000 Haushalte mit Strom versorgen. Aufgrund der erfolgreichen Aktivitäten im Wachstumsmarkt Wasserkraft wird aktuell in Salzburg Engineering-Personal für Kleinwasserkraft-Projekte gesucht. Dank der mehr als 2.600 österreichischen Kleinwasserkraftwerke werden jährlich rund 4 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Das entspricht in etwa dem Ausstoß von 760.000 Flügen zwischen Wien und Sydney.

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