Siemens erhält zwei Aufträge für Onshore-Windanlagen in Irland

Die Inbetriebnahme des Cloosh-Projektes ist für Mitte 2017 geplant; Sliabh Bawn für Beginn des Jahres 2017. Beide Aufträge beinhalten Service-Vereinbarungen über einen Zeitraum von 15 Jahren. Bei der Wartung kommt unter anderem das Siemens Ferndiagnosesystem zum Einsatz, das langfristig die Leistungsfähigkeit und Verfügbarkeit der Windenergieanlagen optimiert. Die Transformatoren für den Windpark Sliabh Bawn wurden bereits vergeben und werden im Siemens-Werk in Weiz entwickelt und gebaut. Insgesamt 20 Stück mit je 3,4 Megavoltampere (MVA) werden ab Mitte 2016 nach Irland geliefert.

Das Transformatorenwerk in der Steiermark ist innerhalb des Unternehmens Single-Source-Lieferant – also Exklusivhersteller – von Transformatoren für schlüsselfertige Siemens-Windparks, sowohl für Onshore- als auch Offshore-Projekte. In jedem Windpark, den Siemens errichtet, kommen Transformatoren aus dem steirischen Werk zum Einsatz. Insgesamt werden in Weiz jährlich Trafos mit einer Gesamtleistung von rund 5.000 MVA für Windparks gefertigt.

Das Sliabh Bawn Windkraftwerk entsteht am Berg Sliabh Bawn südlich von Strokestown. Mit 20 direkt angetriebenen Windturbinen und einer installierten Leistung von 64 MW wird es sauberen Strom für rund 41.000 Haushalte liefern. Ein Projektschwerpunkt ist die Förderung der Region: Satzungsgemäß unterstützt der Betreiber beispielsweise die Einrichtung von Freizeitanlagen und fördert lokale Initiativen. Ortsansässige Unternehmen profitieren sowohl während der Bauphase als auch im Betrieb des Windparks.

Das 108-MW-Cloosh-Projekt ist Teil eines Clusters aus mehreren Windkraftwerken des Unternehmens SSE Renewables im Cloosh Tal in der Grafschaft Galway. Bereits im Sommer 2015 bestellte SSE Renewables 22 Anlagen des Typs SWT-3.0-101 für den Windpark Galway Phase 1, der sich bereits in Bau befindet. Cloosh als zweite Phase des Windclusters ist eine gemeinschaftliche Entwicklung mit Coillte und wird in der unmittelbaren Nachbarschaft installiert. Gemeinsam liefern die Projekte sauberen Strom für rund 84.000 Haushalte.

„Mit 2.400 MW installierter Leistung in der Republik Irland ist die Windenergie ein wachsender Markt und eine Branche mit steigenden Beschäftigungszahlen. Auch der Nutzen für die Regionen ist stark spürbar. In diesem Zusammenhang haben die Projekte mit unseren Kunden SSE Renewables, Bord na Mona und Coillte einen besonderen Stellenwert für uns“, sagt Thomas Richterich, CEO Onshore der Wind Power and Renewables Division. „Mit einer Gesamtleistung von 172 Megawatt tragen die Windparks Cloosh Valley und Sliabh Bawn erheblich dazu bei, die Ziele der irischen Regierung beim Ausbau der Erneuerbaren Energien zu erreichen.“

Transformatoren aus Weiz sichern Stromübertragung
Transformatoren von Siemens kommen – wie auch in Irland – weltweit zum Einsatz, um Strom sicher und effizient zu übertragen. Weiz ist der größte Siemens-Standort für die Entwicklung und den Bau von Transformatoren und gilt innerhalb des Unternehmens als globales Kompetenzzentrum für Phasenverschieber-Transformatoren und ist Single-Source-Lieferant für schlüsselfertige Siemens-Windparks auf der ganzen Welt.

Transformatoren aus Weiz haben im Offshore-Bereich einen weltweiten Marktanteil von rund 80 Prozent. In Weiz ist das Know-how für die gesamte Wertschöpfungskette von Forschung, Entwicklung, Vertrieb, Engineering, Projektmanagement, Logistik, Fertigung, Abnahmeprüfung, und Endmontage auf der Anlage bis zur Inbetriebsetzung von Transformatoren gebündelt. Derzeit sind rund 1.200 Mitarbeiter und Lehrlinge im Werk beschäftigt. Pro Jahr werden in Weiz auf einer Werksfläche von rund 54.000 Quadratmetern rund 140 Großtransformatoren und rund 4.000 Verteiltransformatoren gefertigt. Die Exportquote beträgt rund 80 Prozent. Die Aufträge, die Siemens in Weiz abwickelt, erzeugen eine erhebliche lokale Wertschöpfung: Wenn Siemens in Weiz Transformatoren entwickelt und baut, dann werden bis zu 900 weitere Unternehmen in ganz Österreich beschäftigt.

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