SM AirSeT seitlich hinter einem Mann mit Anzug von Schneider
Die Schaltanlage SM AirSeT kann einen großen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasen leisten. (Bild: Schneider Electric)

Schneider Electric gewinnt Industrial Energy Efficiency Award:

Schaltanlage ohne Schwefelhexafluorid

Die innovative SM AirSet-Schaltanlage von Schneider Electric wurde von der Deutschen Messe mit dem Industrial Energie Efficiency Award ausgezeichnet. Die umweltfreundliche und digitale Mittelspannungsschalttechnologie ermöglicht mittelfristig die Unabhängigkeit der Elektroindustrie von dem Treibhausgas Schwefelhexafluorid (SF6), das häufig als Isoliergas in Schaltanlagen enthalten ist. SF6 ist 23.000 Mal so schädlich wie CO2.

Der Industrial Energy Efficiency Award zeichnet das herausragende Engagement von Unternehmen in Investitionen und Anwendungen von energieeffizienten Lösungen aus. In Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Marktforschungs- und Beratungsunternehmen EuPD Research wurde der Preis von der Deutschen Messe im Rahmen der Digital Days der Hannover Messe verliehen. Bei der Auswahl des Preisträgers berücksichtigte die Jury den Innovationsgrad, den Beitrag zur Effizienz, den wirtschaftlichen Nutzen und soziale Nachhaltigkeitsmerkmale.

„Da die Elektrifizierung weltweit zunimmt und die erneuerbaren Energien stetig wachsen, werden mehr MS-Schaltanlagen benötigt. Mit unserer neuen SF6-freien Technologie, die das Treibhausgas durch getrocknete Luft ersetzt, haben wir einen wichtigen Schritt hin zur Dekarbonisierung der Netze und zu umweltfreundlicheren Energieverteilungssystemen gemacht“, freut Frederic Godemel, Executive Vice President of Power Systems bei Schneider Electric: „Mein Unternehmen ist stolz darauf, Pionierarbeit für eine nachhaltige Zukunft der Elektrizität zu leisten, daher freue ich mich sehr, diese Auszeichnung entgegenzunehmen.“

Getrocknete Luft und neue Schaltung

Die SM AirSet-Mittelspannungs-Schaltanlage verwendet getrocknete Luft zur Isolierung in Kombination mit der neuen Shunt-Vakuum-Schaltung (Shunt Vacuum Interruption, SVI) von Schneider Electric. Sie ermöglicht den Einsatz umweltfreundlicher Technologie, wobei die Vorteile des geringen Platzbedarfs aufgrund der kompakten Bauweise, der Kosteneffizienz und des zuverlässigen Betriebsmodus herkömmlicher SF6-basierter Geräte erhalten bleiben.

„Der Ersatz von SF6 durch normale Luft in Schaltanlagen trägt dazu bei, die Energieindustrie nachhaltiger zu gestalten. Schneider Electric hat eine innovative Plug-and-Play-Lösung entwickelt und ihren Einsatz in verschiedenen Projekten bereits demonstriert“, sagt Martin Ammon, Managing Partner und Head of Energy Industry bei EuPD Research.

Einsatz im französischen Überseegebiet

Eines dieser Projekte ist bei dem Energieversorger EEC Engie in Neukaledonien entstanden, wo sich die SM AirSet in ihrem Streben nach einer Reduzierung der Treibhausgase derzeit bewährt. „Ich bin stolz darauf, im Namen von EEC Engie zu diesem einzigartigen technologischen Fortschritt beigetragen zu haben, der die Entwicklung saubererer Energie für unser Ökosystem und unsere Kunden fördert. Der Verzicht auf SF6 ist ein großer Vorteil für den Netzbetrieb unserer Insel sowie unserer weit entfernten Gebiete, die mit dem Problem der Abfallentsorgung konfrontiert sind. Wir möchten der Hannover Messe danken, die mit dieser Auszeichnung Hersteller und ihre Kunden für ihr Engagement zugunsten einer emissionsarmen Industrie belohnt“, sagt Dominique Roecker, Energy Procurement Manager bei EEC Engie Neukaledonien.

Bei zahlreichen Stromversorgern verzeichnet Schneider Electric bereits erfolgreiche Pilotprojekte seiner neuen SF6-freien Mittelspannungsschaltanlagengeneration der SM AirSet-Reihe, darunter E.On in Schweden und Green Alp in Frankreich. Weitere Projekte werden zurzeit auch in privaten Stromnetzen für gewerbliche und industrielle Anwendungen umgesetzt.

Der Industrial Energy Efficiency Award knüpft an eine frühere Anerkennung an: Im Mai wurde die Technologie von Schneider Electric von der renommierten Designinstitution IF mit dem IF Design Award ausgezeichnet. Außerdem wurde sie für einen weiteren Industriepreis der Deutschen Messe, den Hermes Award, nominiert, wo sie zu den drei Finalisten gehörte.

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