Roboter unterstützt Jung-Mitarbeiter

In dem Projekt ging es um die Montage des Smart Radios im Werk Lünen. Dazu sagt Dirk Wettlaufer (Werkleiter Lünen/Jung): „Wir wissen, dass wir unsere Firmen-Philosophie, weiterhin auf »Made in Germany« zu setzen, im harten weltweiten Wettbewerb ohne Automatisierung nicht halten können. Wir wussten aber nicht, an welcher Stelle unseres Prozesses es überhaupt Sinn macht, zu automatisieren. Uns ist es mit diesem Projekt gelungen, ein service-robotisches System in der Produktion umzusetzen. »Manuserv« hat uns strategisch sehr nach vorn gebracht und neue Horizonte geöffnet.“

Für den Einsatz der Planungssoftware wurden vorab sämtliche Bewegungen des Werkers am Arbeitsplatz des Smart Radios mit Hilfe von Motion Capturing und einer Beschreibung aller eingesetzten Komponenten ‒ wie Werkzeuge und Bauteile ‒ analysiert. Mit diesen Daten ließen sich geeignete Serviceroboter identifizieren und mit moderner Simulationstechnik anwendungsbezogen überprüfen. Bei dem Hand-in-Hand-Zusammenspiel zwischen Mensch und Roboter übernahm die Maschine wiederkehrende Arbeitsschritte, wenn Bauteile in eine Laserbeschriftungskabine eingelegt und entnommen wurden. Vorteil durch den Serviceroboter: Weniger monotone Arbeitsschritte steigern die Motivation und Zufriedenheit der Beschäftigten und erhöhen die Arbeitsplatzsicherheit. „Ziel von Manuserv ist es, den möglichen Einsatz von Servicerobotern zu erforschen. Es geht dabei sowohl um die technische Realisierbarkeit, als auch um die ökonomische Sinnhaftigkeit“, sagt Franz Heinze, Projektleiter vom RIF Institut für Forschung und Transfer e. V..

Foto: Mirco Rogalla

 

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