Riesige interaktive OLED-Screens als Werbezukunft

 

„Wir glauben, dass in der Zukunft alle Oberflächen in urbanen Umgebungen zu interaktiven Anzeigetafeln umgewandelt werden können”, zitiert der NewScientist Robert Walter, PhD-Student und Projektmitarbeiter an der TU Berlin. Gemeinsam mit seinem Team hat er ein System namens »StrikeAPose« konzipiert, das Konsumenten beispielsweise in die Lage versetzen soll, riesige OLED-Reklametafeln mittels spezieller Gestenkommandos zu kontrollieren. „Daraus ergeben sich viele neue Möglichkeiten aber auch Herausforderungen”, so der Wissenschaftler.

Zwei verschiedene Systeme

StrikeAPose steht dabei seinen Entwicklern zufolge für ein grundlegendes technisches Konzept, das sich auf verschiedene Oberflächen – von herkömmlichen Straßenplakaten bis hin zu mehrere Stockwerke großen Videotafeln – anwenden lässt. Die Funktionsweise ist einfach: Passanten werden beim Vorbeigehen von dem System als »Controller« registriert und ermöglichen im Zusammenspiel mit den Kinect-Kameras eine gestengesteuerte Interaktion mit den Anzeigeninhalten.

Auch ein zweites System namens »Screenfinity«, das gegenwärtig von einem Forscherteam um Jörg Müller in Berlin entwickelt wird, hat es auf große Bildschirmflächen abgesehen. Hierbei sorgen insgesamt zehn verbaute Kinect-Sensoren dafür, dass zum Beispiel eine Werbebotschaft auf einer längeren Plakatwand gewissermaßen mit dem Vorbeigehenden »mitwandert«. Die Geschwindigkeit und Größe der dargestellten Laufschrift passt sich dabei automatisch dem User-Verhalten an.

 

Bessere Zuseherinteraktion

Die aktuellen Projekte in Berlin sind nicht die einzigen innovativen Ideen, die Microsofts Kinect-Technologie verwenden, um den Nutzern interaktive Werbung servieren zu können. Schon im Frühjahr 2012 hatte etwa Microsoft selbst in den USA angekündigt, mit dem Xbox-Reklame-Portal NUads die Zuseherinteraktion verbessern zu wollen. Da Kinect über audiovisuelle Sensoren verfügt, die Gesichtserkennung und das Sammeln biometrischer Daten ermöglichen, wurden aber immer wieder auch datenschutzrechtliche Bedenken laut.

Hier ein Video zum neuartigen System –>

 

 

 

 

 

 

www.tu-berlin.de

 

Quelle: Pressetext

 

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