Retter in der Not

Andreas Kern hatte definitiv Glück im Unglück. Der Elektrotechniker, der mit seinem Unternehmen zum Großteil Projekte privater Bauherren und Photovoltaikanlagen realisiert, schlief in der Nacht vom Montag, 10. auf 11. April dieses Jahres, im angrenzenden Gebäude, als die Lagerhalle des Firmengebäudes gegen 23:20 Uhr zu brennen begann. Erst als er um 23:50 Uhr einen Feuerwehrwagen über die Überwachungskamera erblickte, registrierte er, dass Gefahr in Verzug war. Ein vorbeifahrender Autofahrer hatte den hellen Feuerschein am Fenster der Lagerhalle erspäht und die Feuerwehr gerufen. Ein Staplerfahrzeug hatte – trotzdem es gar nicht in der Ladestation stand – den Brand ausgelöst. „Dank der Bilder, die von der Überwachungskamera in der Halle gemacht wurden, konnte ganz klar festgestellt werden, dass der Stapler den Brand ausgelöst hatte“, schildert uns Andreas Kern den Hergang.

Keine Voraussetzungen für einen Alltag, um als Elektrounternehmen die Projekte zeitgerecht fertigstellen zu können – Andreas Kern schaffte es mit seinem Team trotzdem.Neustart
Durch die Eindeutigkeit der Brandursache gab die Kriminalpolizei den Ort des Geschehens innerhalb von ein paar Stunden wieder frei: „Das hat viele nachfolgende Handlungen erleichtert“, gab Kern zu bedenken, der damit von den Behörden grünes Licht für einen Neuanfang bekam, wodurch auch die Versicherung zum Schluss kam, dass der Schaden in der Höhe von rund 700.000 Euro gedeckt war und einem Wiederaufbau nichts mehr im Wege stand. „Ich habe noch am gleichen Tag Angebote für einen Neubau eingeholt und mit den Professionisten verhandelt“, schilderte Kern.

v.l.n.r.: Lorenz Schweitzer, GF von Stara Elektrogroßhandel, Andreas Kern, GF von Elektro Kern und Uwe Gattermayr, Verkaufsleiter von Stara in Oberösterreich, standen uns Rede und Antwort.Wenn du glaubst, es geht nicht mehr …
Aber nicht nur das – in einem Telefongespräch mit Uwe Gattermayr, dem Verkaufsleiter des Elektrogroßhandelsunternehmens Stara in Oberösterreich, wurde spontan die Idee geboren, den Abhol-Container der Stara-Niederlassung in Linz umzufunktionieren. „Als ich gehört habe, was passiert war, habe ich Andreas Kern in der Sekunde das Angebot gemacht, ihm unseren Container zu leihen, damit er ihn als provisorisches Lager auf seinem Firmenareal benutzen kann“, hält Gattermayr fest. „Das war eine enorme Erleichterung für uns, weil wir durch den Brand plötzlich kein Elektromaterial zur Verfügung hatten. Ich habe zwar alle Mitarbeiter sofort nach Linz geschickt, um die wichtigsten Teile vom Abholverkauf der Großhändler zu organisieren. Aber dauerhaft wäre das keine Lösung gewesen. Erst ab dem Zeitpunkt, als der Stara-Container bei uns stand, war wieder halbwegs an ein geregeltes Arbeiten zu denken“, zeigte sich Kern erleichtert, der noch am Freitag der gleichen Woche auf den Container zurückgreifen konnte und ihn von Stara mit Elektromaterial, wie z. B. Schaltermaterial und Leitungsschutzschalter, bestücken ließ.

Partner in der Not
Mit einem kompletten Vollbetrieb rechnet Kern erst mit Ende August – dann soll die Halle, deren Errichtung dieser Tage beginnt, wieder stehen und dem Unternehmen die gewohnten Möglichkeiten bieten.

Der Stara-Abhol-Container wurde kurzerhand umfunktioniert und Elektro Kern auf seinem Firmenareal als Zwischenlager zur Verfügung gestellt.In Anbetracht der nun auftretenden bürokratischen Hürden wiegt eine Zusammenarbeit mit Partnern wie Stara umso mehr: „Gott sei Dank stand uns Stara unterstützend zur Seite. Gute Partner erkennt man daran, dass sie einem helfen, wenn Not am Mann ist. Und der Container war definitiv ein wertvolles Mittel, um uns über unsere anfänglichen Probleme nach dem Brand hinwegzuhelfen“, schließt Andreas Kern das Gespräch mit uns, um sich im nächsten Moment wieder seinen aktuellen Herausforderungen stellen zu können – und davon hat er derzeit definitiv genug. „Solche Dinge sind nur möglich, wenn man schnell handeln kann. Wir bei Stara sind bemüht, die Probleme unserer Kunden so rasch wie möglich zu lösen. Auch wenn das hier kein alltägliches war. Kurz gesagt: schnell, flexibel und ideenreich!“, ergänzt Gattermayr abschließend.

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