Rasches Handeln in Wien gefordert!

„Wegen des Strompreisverfalles und einer schlecht abgestimmten Mittelaufteilung im Jahr 2012 kommen immer mehr Betreiberinnen und Betreiber in die Bredouille. Maßnahmen zur technischen und ökologischen Revitalisierung von Anlagen sind dringend notwendig und teils gesetzlich vorgeschrieben, können aber einfach nicht verwirklicht werden. Der OÖ Landtag zeigt nun, dass man sich des Problems bewusst ist und unterstützt unsere Forderungen im Hinblick auf eine Novellierung des Ökostromgesetzes“, erläutert Wagner, der hofft, dass auch auf Bundesebene die Dringlichkeit verstanden und nun rasch gehandelt wird. Nicht nur für die Kraftwerksbetreiberinnen und -betreiber ist eine rasche Reform notwendig, auch die Zulieferindustrie – mit ihrer Vielzahl an Arbeitsplätzen – sind auf einen starken Heimatmarkt angewiesen, welcher ohne entsprechende Maßnahmen wegzubrechen droht.

Eine Befürchtung die auch Dr. Paul Ablinger Stv. Geschäftsführer des Verbandes teilt. Ohne eine entsprechend rasche Reaktion auf Marktverwerfungen und die Notwendigkeiten die durch die Paris-Ziele vorgegeben werden, laufe Österreich Gefahr das Rückgrat der Erneuerbaren Energieproduktion zu verlieren. Die Stilllegung von bereits vorhandener Infrastruktur würde die Zielerreichung dabei nur erschweren und verteuern. „Die Kleinwasserkraft ist nachweislich mit die günstigste Technologie zur Stromerzeugung. Dem aktuellen Marktversagen muss jedoch mit geeigneten Maßnahmen entgegengesteuert werden, um diese wertvolle heimische Energiequelle nicht zu verlieren. Gerade im Hinblick auf die Pariser Klimaverträge wäre das ein fatales Zeichen“, so Ablinger, der nun die Bundesregierung und das Parlament in Wien am Zug sieht.

ähnliche Beiträge