Bundesinnungsmeister Andreas Wirth.

Kommunale Wirtschaftsimpulse – Bundesinnung Elektrotechnik

Positionspapier und Handlungsvorschläge »Photovoltaik-COVID-19«

Der konjunkturelle Einbruch in Folge der COVID-19-Krise wird auch die österreichischen Elektrotechniker massiv betreffen. Dabei geht es um 13.000 Mitglieder sowie 3.800  Arbeitgeberbetriebe aus dem Segment der KMU, 45.000 Mitarbeiter und fast 5.000 Lehrlinge. Trotz regionaler Unterschiede, was die Auswirkungen der Krise betrifft, regt die Bundesinnung der Elektrotechniker eine rasche Umsetzung von wirksamen Fördermaßnahmen für Investitionen in die Errichtung von privaten und gewerblichen Photovoltaikanlagen an.

Eine weitere Verzögerung der Fördermaßnahmen würde die Auftragsvergabe und Realisierung bei vielen Projekten um ein ganzes Kalenderjahr verschieben, daher ist es dringend notwendig Mittel aus dem Klima- und Energiefonds jetzt frei zu machen. Neben den kurzfristigen wirtschaftlichen Impulsen, die massive regionalwirtschaftliche Effekte mit sich bringen, kann zudem weiter am Umbau der österreichischen Energieversorgung gearbeitet werden und so auch langfristig großer gemeinwirtschaftlicher Nutzen gestiftet werden. In diesem Sinne ist es auch angeraten, die Leistungsschwelle auf 10 kWp zu fixieren und ins Auge zu fassen, gewerbliche PV-Projekte ebenfalls zu unterstützen.

Eine wesentliche Schnittstelle und regionale Wirtschaftsmotoren sind die österreichischen Gemeinden. Leider ist in den letzten Tagen und Wochen auch hier eine starke »Einbremsung« bei Investitionen in PV und Modernisierungen feststellbar. Wir fordern eine rasche Weichenstellung, um Mittel für geplante Investitionen frei zu machen und damit Handwerk und Gewerbe deutlich zu unterstützen.

Nutzen:

Wenn die Fördermittel zügig frei gegeben werden, ist auch davon auszugehen, dass zahlreiche private Auftraggeber in den nächsten Wochen PV-Anlagen beauftragen – sehr viele private Auftraggeber sind kurz vor einer Beauftragung, wollen allerdings nicht auf die »erwarteten« Förderungen verzichten. Daher ist in einem bestimmten Maße Eile geboten, da das Zeitfenster für die Errichtung von PV-Anlagen auf Hausdächern etc. auf die wärmeren Monate limitiert ist.

Umzusetzende Schritte – Anregungen der Bundesinnung:
  • Erhöhung der förderbaren Leistung von privaten PV-Anlagen auf 10 kWp
  • Freimachen der »budgetierten« Fördermittel im Mai, um Beauftragungen zu stimulieren
  • breite Infokampagne zu KLIEN-Förderungen und über den gesamthaften Nutzen erneuerbarer Energieformen
  • Umsetzung und Förderung von lokalen Speicherlösungen bzw. Forschungskooperation mit führenden Anbietern
  • steuerliche Begünstigung für PV-Anlagen auf gewerblichen Objekten bzw. Einmalzuschüsse als Investitionsanreiz
  • staatlich unterstützte Konjunktur-Offensive auf kommunaler Ebene zur Stimulation von Investitionen in PV
Zeitliche Rahmenbedingungen:

Der Großteil der 13.000 Mitglieder der Bundesinnung der Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechniker ist auch in den letzten Wochen aktiv geblieben. Nun aber, da in den touristisch und industriegeprägten Regionen eine deutliche Abflachung der Auftragssituation zu erwarten ist und darüber hinaus saisonal bedingt Investitionen in PV-Anlagen anstehen, ist es essenziell, seitens der Politik zügig klare Signale auszusenden. Damit gibt man mittels Arbeit und Aufträgen wesentliche Impulse, setzt im Sinne des Klimaschutzes klare Zeichen und erhält die österreichische KMU-Struktur.

Bundesinnungsmeister Andreas Wirth
Schaumburgergasse 20/4
1040 Wien
E-Mail: [email protected]

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