Plan A für Kleinwasserkraft!

„Über den exakten Weg und die Ziele wird man noch diskutieren müssen, aber wenn der Herr Bundeskanzler die effizienteste Technologie als erstes forcieren will, dann ist er bei der Kleinwasserkraft an der richtigen Adresse“, hält daher Kleinwasserkraft Österreich Präsident Christoph Wagner fest. Dringend notwendig seien aber nun endlich konkrete Handlungen und Umsetzungsmaßnahmen, wie Geschäftsführer Paul Ablinger ergänzt: „Mehrere Jahre wird nun bereits über die kleine Ökostromgesetznovelle verhandelt und schon viel zu viel Zeit und Investitionspotential und somit auch Arbeitsplätze wurden hier vergeudet.“ Alleine die Warteschlange für Investitionen im Kleinwasserkraftbereich liege bereits bei über 5 Jahren.

Um diese Investitionen endlich abzurufen und das gesamte Potential auszuschöpfen und auch den Bestand an Kleinwasserkraft zu sichern sind aber nun endlich Maßnahmen gefragt. Ausschreibungen und Investitionsförderungen werden dazu keinen großen Beitrag leisten können und sind zudem ineffiziente Förderinstrumente, wie internationale Erfahrungen und Gutachten zeigen. „Mit dem Umbau auf ein Marktprämienmodell stößt Bundeskanzler Kern aber bei uns auf offene Türen“, hält Ablinger fest „schließlich ist das eine unserer zentralen Forderungen für ein neues Ökostromgesetz. Mit einem Prämiensatz von durchschnittlich 5-7 Cent wie vom Herrn Bundeskanzler avisiert, könnte der Kleinwasserkraftausbau und die Bestandssicherung sicherlich gewährleistet werden. Sofern die Zugangsbedingungen und Laufzeiten entsprechend gestaltet werden, könnten somit auch sämtliche Revitalisierungen und Ökologisierungen rasch umgesetzt werden.“

Im Gegensatz dazu stößt das Schlagwort Systemintegration bei Kleinwasserkraft Österreich auf wenig Gegenliebe. Wenn darunter weiterhin nur die Reduktion von Ausgleichsmaßnahmen für Ökostromproduzenten verstanden werde, dann habe dies mit einem Systemumbau nichts zu tun: „Systemintegration müsste heißen, dass die Subventionen für konventionelle Energieformen endlich abgeschafft werden. Dann können auch die Ausgleichsmaßnahmen für die Kleinwasserkraft auslaufen! Wir wären längst marktfähig, Atom- und Kohlekraft ist dies nicht und muss zudem importiert werden!“, stellt Christoph Wagner abschließend fest. Anstatt dieses Wertschöpfungsabflusses ins Ausland wäre es wesentlich sinnvoller die heimische Kleinwasserkraft und damit 100 % heimische Wertschöpfung und Arbeitsplätze auszubauen.

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