Photovoltaik-Boom in Österreich

 

Die Tarife der neuen Ökostromverordnung in Österreich gelten für neue Anlagen, für die ein Antrag auf Vertragsschluss mit der Ökostrom-Abwicklungsstelle (OeMAG) gestellt wird. Gemäß Ökostromgesetz sind hierbei automatische Abschläge für das Jahr 2013 vorgesehen. Diese liegen je nach Technologie und Kostenentwicklung zwischen 0,5 und 10 Prozent. Die Photovoltaik boome in Österreich, aufgrund des großen Ansturms auf die Förderung brauche es aber neue Rahmenbedingungen, die im Ökostromgesetz vorgegeben sind, so das Energieministerium. Durch ein Auslaufen der Förderung für neue Photovoltaik-Großanlagen mit einer Spitzenleistung über 500 kWp wird nun nach Aussagen des Ministeriums verhindert, dass wenige Anlagenbetreiber den gesamten Fördertopf erhalten. Im Gegenzug gibt es künftig für gebäudeintegrierte PV-Projekte eine Kombination aus Investitionszuschuss und Einspeisetarif, damit auch weniger finanzkräftige Bürger die Möglichkeit erhalten, eine PV-Anlage zu errichten. Für das zweite Halbjahr 2012 wird für gebäudeintegrierte Solarstromanlagen (GIPV) ein Kombinationstarif von 19,7 Cent pro kWh sowie Zuschuss von 30 Prozent der Investitionskosten mit maximal 200 Euro pro kW gewährt. Bei Anlagen auf Freiflächen werden für das zweite Halbjahr 2012 18,43 Cent und für 2013 16,59 Cent pro kWh (Abschlag von 10 Prozent) verordnet. Investitionen in Photovoltaik-Anlagen, ob kleinere Anlagen für den Privathaushalt, Gebäudeintegration oder große Photovoltaik-Dachanlagen, werden in Österreich weiterhin immer attraktiver. Die Renexpo Austria, 4. Internationale Energiefachmesse, bietet der Photovoltaik in Österreich eine neue Heimat im Messewesen. Gemessen an der Ausstellerzahl ist die Renexpo Austria die größte Photovoltaik-Veranstaltung in Österreich.

 

Besonders interessant für die Photovoltaik-Entwicklung sind gebäudeintegrierte Photovoltaik-Lösungen (GIPV). Gebäudeintegrierte Photovoltaik ist die konstruktive Integration der photovoltaischen Zellen in die Gebäudehülle und damit eine Kombination aus innovativer Architektur und ressourcenoptimierter Stromgewinnung. Immer mehr Fertighausanbieter richten sich auf den neuen Markt GIPV ein. „Bei der Massenproduktion von Häusern mit integrierter Photovoltaik fällt für den Kunden der Aufwand für Planung und Projektentwicklung weg. Dadurch können die Mehrkosten stark reduziert oder sogar zu Kostenvorteilen gedreht werden”, berichtet die Studie »Gebäudeintegrierte Photovoltaik« des Österreichischen Klima- und Energiefonds. Die internationale Energieagentur IEA geht davon aus, dass ein Drittel des österreichischen Strombedarfs durch GIPV gedeckt werden könnte. Ein starkes Argument, auch hier österreichisches Know-how rechtzeitig zu entwickeln und zu positionieren. Um im wachsenden Markt der GIPV sichere Investitionsentscheidungen treffen zu können, braucht nicht nur die Industrie erstklassige Informationen über aktuelle Marktentwicklungen und Technologietrends. Das »2. PV Skin – Industrieforum für gebäudeintegrierte Photovoltaik« im Rahmen des Messeschwerpunkts Photovoltaik der Renexpo Austria bietet hierfür die ideale Plattform.

 

Die technologischen Herausforderungen der Photovoltaik eröffnen auch Österreichs Bauwirtschaft und Industrie große Chancen, sich mit zahlreichen Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette am Weltmarkt zu positionieren. Mit dem Schwerpunkt Photovoltaik ermöglicht die Renexpo Austria Unternehmen aus der Branche Österreich weit die größte Plattform, um innovative Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren. „Wir wollen zur Marktentwicklung der Branche beitragen und der Photovoltaik auf der Renexpo Austria ein zu Hause geben”, erklärt Jasna Röhm, Projektleiterin der Messe.

 

Das »2. PV Skin – Industrieforum für gebäudeintegrierte Photovoltaik« bietet den nationalen und internationalen Akteuren der GIPV-Branche aus Österreich, Deutschland und der Schweiz die Möglichkeit zum Wissenstransfer und Networking und einen umfassenden Überblick über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Photovoltaik an Gebäuden. Hier tauschen sich rund 100 Experten aus Österreich, Deutschland, der Schweiz, Italien und Großbritannien zu den aktuellen Entwicklungen aus Industrie, Forschung, Wirtschaft und Politik aus. Die begleitende Fachausstellung des Messeschwerpunkts Photovoltaik im Rahmen der Renexpo Austria bietet zudem viel Raum für Erfahrungsaustausch und Fachgespräche mit Experten, Ausstellern und Teilnehmern.

 

Eine Investition in Photovoltaik-Dachanlagen ist nicht nur für Eigentümer von großen Industrie- und Gewerbebauten interessant. Ebenso bieten auch viele landwirtschaftliche Gebäude, Schul- und Sportstätten sowie Kranken- und Parkhäuser ausreichend Platz für große Photovoltaikanlagen. Auch ohne staatliche Unterstützung sind große PV-Dachanlagen auf diesen bisher ungenutzten Dachflächen möglich. Alternative Finanzierungsformen – beispielsweise über Contracting oder die Vermietung von Großdächern – bieten hier neue Chancen und Möglichkeiten. Das 1. Seminar PV Groß-Dachanlagen zeigt im Rahmen der Renexpo Austria 2012 alternative Finanzierungsmöglichkeiten auf. Es informiert Gebäudeeigentümer und Entscheidungsträger in Unternehmen und Gemeinden wie PV-Großprojekte ohne staatliche Unterstützung finanziert werden können und erklärt, welche Dächer sich aufgrund von Ausrichtung, Neigung und vor allem Tragfähigkeit eignen.

 

Die internationale Kongressmesse Renexpo Austria bringt vom 29.11. bis 01.12. 2012 in Salzburg 1.000 Kongressteilnehmer, 4.000 Fachbesucher und 150 Aussteller zusammen und greift dabei eine Vielfalt an Themen rund um die österreichische Energiestrategie auf. Sie bietet dabei eine breite Palette an Informationsmöglichkeiten zu den Schwerpunktthemen Wasserkraft, Photovoltaik, Kraft-Wärme-Kopplung und Energieeffiziente Gebäude.

 

www.renexpo-austria.at

 

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