Perfekte Symbiose

 

Ein traumhafter Blick ins Moseltal mit Weinbergen und grüne Hänge zu beiden Seiten: Eigentlich der perfekte Platz zum Bauen – wäre da nicht die extreme Hanglage des Grundstücks. Schon die Römer legten hier Terrassen für den Weinbau an und gaben der Landschaft ihr typisches Gesicht, das bis heute Bestand hat. Die Besonderheit des Baugrundes zeigt sich im markanten Höhenunterschied von jeweils 5 m entlang der Grundstückslänge und -tiefe. Damit ergibt sich in der Diagonalen eine Höhendifferenz von rund 10 m. Hinzu kamen die städtebaulichen Vorgaben für Traufhöhe und Gebäudetiefe, wodurch die maximale Kubatur des Neubaus bereits umrissen war. Architekt Marc Werner stellte sich der Herausforderung. Sein Ziel: keinen Zentimeter Baufläche verschwenden und obendrein die einmalige Aussicht ins Baukonzept integrieren.

Über drei Etagen sah das architektonische Konzept deshalb eine optimale Anpassung der Gebäudeform an das Relief der Weinberge vor. Durch zusätzliche Erkerformen, die auf einem Drittel der Fassadenlänge jeweils um 1 m auskragen dürfen, schuf Architekt Werner eine umlaufende stufenförmige Terrassenlandschaft. Davon profitiert der Bauherr gleich doppelt: Die Grundstücksfläche wird maximal genutzt und mancher Raum erhält durch die Erkerausweitung ein zusätzliches Stück Südfassade. Auch der Rest des rund 900 m2 großen und gradlinig konzipierten Neubaus ist komplett an dessen Südhanglage ausgerichtet. So präsentiert sich die nördliche Straßenfront bewusst verschlossen und weist nur die nötigsten Fensterflächen auf. Nach Süden hin erfolgt die großflächige Öffnung des Hauses. Breite Glasfronten und die vorgelagerten Terrassenflächen lösen die Grenze zwischen Architektur und Natur auf. Auch die Farbgebung der Fassade ist puristisch und klar: viel Weiß durchzogen von dunkelgrauen Kontrastflächen. Die eigentliche Formstrenge des Gebäudes wird aufgebrochen mittels Terrassenbegrünung mit Palmen und Olivenbäumen sowie durch die unterhalb des Gebäudes gestaffelt gezogenen Winzermauern aus hellem Naturstein.

Auch im Innern des Hauses verfolgte Architekt Werner ein klares Konzept. Während im Unter- und Obergeschoss hauptsächlich funktionale Räume wie die Garage, das Büro, die Schlaf- und Gästezimmer oder eine Bibliothek untergebracht sind, stellt das Erdgeschoss den zentralen Wohn- und Lebensmittelpunkt der Besitzer dar. Ein Fahrstuhl verbindet alle Etagen und garantiert auch im Alter uneingeschränkte Mobilität. Von einem mittig angesiedelten und repräsentativen Eingangsbereich gelangt man ins Innere des Hauses. Drei majestätisch anmutende und diagonal versetzte Leuchten bilden eine optische Brücke zur Galerie des Obergeschosses, das außerdem über eine seitliche Treppe zugänglich ist. Hinter einer Glaswand im Eingangsbereich präsentiert sich ebenso beeindruckend der große Indoor-Pool, von dem aus sich der Panoramablick ins Moseltal genießen lässt.

Eine stilvolle Bar verbindet Eingangs- und Poolbereich und führt zugleich in das weitläufige Wohn- und Esszimmer mit der angrenzenden Küche. Die Sofalandschaft lädt zu gemütlichen Stunden vor dem Kamin oder zum Genießen des imposanten Multimedia-Systems ein. In der offenen Küche wird Kochen zum Erlebnis. Von der freistehenden Kücheninsel aus bietet sich durch die gegenüberliegende Fensterfront ein weitläufiger Blick ins Grüne. Gleiches gilt für den Essbereich in direkter Fensternähe, wo der große Esstisch in edlem Tiefschwarz Platz für zahlreiche Gäste bietet. Auf den unterschiedlichen Terrassen findet das architektonische Konzept schließlich seinen Höhepunkt: Ob geselliger Grillabend, romantischer Sonnenuntergang oder Entspannen auf der Sonnenliege – hier ist Urlaubsfeeling garantiert. Die Innenarchitektur des Hauses besticht durch klare Linien und puristisches Design. Entsprechend stringent ist auch die Farbgebung: Wände, Decken und Mobiliar kontrastieren in Schwarz und Weiß. Kunstwerke setzen die einzigen Farbakzente. Ausgewählte Sammlerstücke, wie die historische Schinkenschneidemaschine in der Küche, sind ausdrucksstark in Szene gesetzt.

Besonderen Wert legte der Bauherr auf moderne Gebäudetechnik, die ein intelligentes Wohnen ermöglicht. Kompetent beraten hat ihn hierbei der System-Integrator Stephan Romeike von der Busch und Endres GmbH für intelligente Elektrotechnik. Er hat die gesamte Elektrotechnik programmiert und die Wünsche des Bauherren nach größtmöglichem Komfort, Sicherheit und der Ausschöpfung von Energieeinsparpotenzialen unter einem Dach vereint. Basis der intelligenten Gebäudetechnik ist das Hersteller offene Knx/Eib System. Das Gehirn hinter dem elektronischen Nervensystem ist der Gira HomeServer. Hier laufen alle Informationen, Befehle und Funktionen zusammen, werden ausgewertet und gesteuert. Per Knopfdruck lassen sich beispielsweise verschiedene Lichtszenen abrufen, und zwar mit den Tastsensoren im attraktiven Gira Esprit Schalterdesign, wahlweise mit weißem oder schwarzem Glasrahmen. In Durchgangsbereichen hingegen schaltet das Licht dank Automatikschaltern nur bei Bedarf. Je nach Sonnenintensität werden die Jalousien nicht nur selbsttätig herunter- oder wieder raufgefahren, die Beschattung der einzelnen Fassadenseiten richtet sich zusätzlich automatisch am Lauf der Sonne aus. Eine Wetterstation sammelt hierfür die relevanten Daten und sendet sie an den Gira HomeServer. An heißen Sommertagen fährt die Jalousie dann automatisch an der Südfassade herunter, an hellen Wintertagen dagegen bleibt sie oben. Mehrere Kameras sorgen außerdem für Sicherheit rund um das Gebäude. Über die Gira Türkommunikation mit Videofunktion wird das Bild jedes Besuchers direkt auf dem hochauflösenden Display angezeigt.

Die gesamte Haustechnik lässt sich zentral über das Gira InfoTerminal Touch in der Küche kontrollieren, visualisieren und steuern. Hierfür ließ der Bauherr in optischer Anlehnung zum Schalterdesign Gira Esprit Glas schwarz eigens einen passenden Rahmen anfertigen. Aber auch aus jedem beliebigen Raum oder mobil von unterwegs kann über iPhone, iPad oder iPod touch auf die Oberfläche des Gira HomeServers zugegriffen werden. Dieser Aspekt war dem Hausherren besonders wichtig. So kann er auch außer Haus schnell und einfach kontrollieren, ob alle Fenster geschlossen sind, kann sehen, wer gerade an der Tür klingelt und ob alle Geräte problemlos funktionieren. Weil außerdem alle Störmeldungen der Haustechnik – Poolfilter, Alarmanlage, Heiz- und Kühltechnik sowie Beleuchtung – im Gira HomeServer zusammenlaufen, werden sie auf dem Gira InfoTerminal Touch und natürlich auch auf den mobilen Endgeräten angezeigt.

Eine weitere Besonderheit des Hauses sind die einzelnen Komfortzonen, die nach Bedarf individuell geheizt oder gekühlt werden können. So liegt die Wohlfühltemperatur im Poolbereich deutlich über der gewünschten Raumwärme in Wohn- oder Schlafzimmer. Durch separate und separat isolierte Fußbodenheiz- und Deckenkühlsystemen kann die Raumtemperatur ganz einfach an den individuellen Wunschwert angepasst werden. Sogar die offene Küche lässt sich einzeln ansteuern. Auch hier laufen die von der Wetterstation gelieferten Informationen im Gira HomeServer zusammen, werden ausgewertet und dann entsprechende Regelungsbefehle an die Heiz- und Kühlaktoren im Haus geschickt. An heißen Sommerabenden wird zusätzlich zur Fassadenbeschattung automatisch die Deckenkühlung aktiviert.

 

 

Auf die Zukunft bestens vorbereitet ist das Haus auch, was die Energiebilanz betrifft. Sonnenkollektoren auf dem Dach speisen drei unterschiedlich große Wassertanks, die in einem kaskadenartigen System verschiedene Bereiche im Haus versorgen. So wird beispielsweise zuerst der Pool, danach die Fußbodenheizung bedient. Der Gira HomeServer regelt hier nicht nur die Aktivierung und Deaktivierung, sondern auch das jeweils benötigte Energievolumen abhängig von der Raumtemperatur und den Daten der Wetterstation. Die Nutzung von Abwärme gewährleistet dabei eine maximal effiziente Energieausbeute.

 

 

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