Parlament beschließt Anhebung des Freibetrags

Die Entscheidung des Parlaments war eine Sternstunde des Hausverstands. Ein wesentlicher Fortschritt gegenüber dem bestehenden Gesetz besteht darin, dass nach altem Gesetz nach Überschreiten der Grenze von 5.000 kWh rückwirkend die gesamte Menge besteuert worden wäre, während jetzt die ersten 25.000 kWh grundsätzlich frei sind und somit allen Eigenstromnutzern geholfen ist. Zusätzlich wird die Abgabe nicht eingehoben, wenn sich die Steuerschuld auf unter 50 Euro im Jahr belaufen würde.

Für diesen Erfolg beneiden uns viele, unter anderem unser Nachbarland Deutschland. Hans-Josef Fell, neben Herman Scheer ein Gründer des weltweiten Erneuerbaren-Energie-Gesetzes, schrieb bspw. in Bezug auf Österreich: „Die Protestaktion gegen die Besteuerung von selbst erzeugtem Solarstrom war ein voller Erfolg. Widerstand kann sich lohnen!”. Fell trifft damit die Sache auf den Punkt: Es war Ihre Unterschrift der Petition, die diese – für politische Begriffe – äußerst rasche Gesetzesänderung ermöglicht hat. Dafür möchte ich im Namen aller aus der PV-Wirtschaft, aber auch im Namen aller Umweltinteressierten und Vordenkern an die Zukunft, ein herzliches Dankeschön aussprechen.

Es gab auch die Meinung, man hätte auf den Extremfall »Alles oder Nichts« pochen sollen. Damit hätten wir der Gegenseite die Möglichkeit gegeben, das Thema in eine eventuelle große Steuerreform – von der niemand weiß, wann sie kommt – zu verschieben. Uns war klar, dass wir ein Ergebnis nur im Umfeld der anstehenden Europawahlen erreichen konnten. Selbstverständlich werden wir daran arbeiten, weitere Befreiungsschritte für Eigenverbrauch zu erreichen. Vorläufig sind über 90 Prozent der potenziell betroffenen Fälle aus dem Schneider.

Text: Hans Kronberger

P.S.: Bitte informieren Sie auch Ihre Umgebung, dass aus dem Fördertopf des Klimafonds zur Förderung von Kleinanlagen bis 5 kWp noch Fördergelder vorhanden sind. Denn die aktuellen Gründe für eine PV-Anlage sprechen für sich:

· noch nie waren PV-Anlagen so günstig (möglicherweise steigen die Preise sogar)
· ohnehin niedriges Zinsniveau bei Banken
· noch vorhandenes Förderbudget
· Versorgungssicherheit
· Preisstabilität
· Saubere Stromversorgung ab der ersten Sekunde

Weitere Informationen zur Förderung finden Sie hier

Zusätzlich zu diesen positiven Nachrichten, ist der mit großer Spannung erwartete Marktbericht des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) über den Ausbau erneuerbarer Energien im Jahr 2013, mit einem für die Photovoltaik in Österreich hoch erfreulichen Ergebnis erschienen. Mehr dazu lesen Sie hier.

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