»So wahr ich Heinz Haider heiße!«

»So wahr ich Heinz Haider heiße!« verkündete der OBO Bettermann Österreich-Geschäftsführer im Beisein der i-Magazin-Redaktion und versprach im gleichen Atemzug ein hohes Ausbildungsniveau der neu geschnürten Praxisseminare im Rahmen der noch jungen Exklusiv-Partnerschaft mit der e-Marke.

Was haben OBO Bettermann und die e-Marke in Österreich gemeinsam? Die Antwort liegt auf der Hand: Beide haben großes Interesse, das Know-how der heimischen Elektro- und Großhandels-Mitarbeiter zu verbessern. Es war somit nur eine Frage der Zeit, bis man sich gefunden hat, um an einem Strang zu ziehen. Für OBO steht das Jahr 2017 damit neben dem 30-jährigen Firmenjubiläum vor allem im Zeichen der Kooperation mit Österreichs »Elektrounternehmen mit Qualitätssiegel«.

OBO als Vordenker
Eine Annäherung zwischen den beiden Parteien zeichnete sich bereits seit ein paar Wochen ab – kurz vor Weihnachten machten es OBO Bettermann Österreich unter der Leitung von DI-HTL-Ing. Heinz Haider und e-Marken-Österreich-Boss Ing. Mag. Gottfried Rotter schließlich offiziell. „Wir sind nun Premium-Partner der e-Marke“, verkündet Haider im Gespräch mit dem i-Magazin und verglich die Verbindung der beiden Partner mit einem Samenkorn, das nun endlich ausreichend gegossen wurde. Dieser Analogie steht Gottfried Rotter um nichts nach – für ihn war es »der stete Tropfen, der den Stein höhlt«. Doch ganz gleich, wie man die Annäherung von e-Marke und OBO betrachtet – unterm Strich kristallisiert sich nun eine Zusammenarbeit heraus, die der Branche Vorteile bringen soll.

Sieht in der Kooperation mit der e-Marke eine Bündelung der Stärken speziell im Wissensaufbau der Branchenteilnehmer: OBO Österreich-GF Dipl.-HTL-Ing. Heinz Haider.Für Rotter gibt es viele Mitschwimmer in der Branche – OBO bezeichnet er als ein Unternehmen mit Ideen – eines, das vorangeht und als Vordenker Maßstäbe setzt: „Deswegen währt die Freude, OBO Bettermann als Partner der e-Marke präsentieren zu dürfen, doppelt“, meint Rotter mit einem Augenzwinkern. „Die Initiativen, die OBO Bettermann Österreich auf der Ausbildungsebene in den Jahren 2015 und 2016 gesetzt hat, und jene der e-Marke hatten immer das Ziel, das Wissen der Branchenteilnehmer zu heben und somit auch die Qualität in der Elektrotechnik zu verbessern. Mit 2017 werden wir unsere Stärken bündeln und den Wissensaufbau in der Branche gemeinsam vorantreiben“, lässt uns der OBO-Geschäftsführer wissen. Das Kernstück aus den Verhandlungen ist nun ein sogenanntes »Exklusivpaket « für alle e-Marken-Mitglieder – Rotter dazu: „Zusätzlich zu den Parametern der Premium-Partnerschaft wird OBO Bettermann gemeinsam mit der e-Marke im Rahmen eines Exklusivpakets ab dem Frühjahr 2017 Schulungen für Monteure abhalten – sogenannte Praxisseminare. Denn gutes Installationsmaterial wird insbesondere dann gerne eingesetzt, wenn die Praktiker auf den Baustellen damit umgehen können. Darüber hinaus wird es Schwerpunktthemen wie den Funktionserhalt, die Sicherheit, Kabeltrag- und Unterflursysteme geben, die in den Mittelpunkt der Ausbildung gestellt werden.“ Anfänglichen Basisseminaren werden Spezial- und Brennpunktseminare folgen und in einer Abschlussveranstaltung im gerade neu gestalteten OBO-Forum in Budapest gipfeln. „Das Vortragsniveau werden wir dem Publikum der Seminare anpassen – ganz egal ob Lehrling, Monteur oder Akademiker – Ziel ist es, allen Teilnehmern wissenswerte Informationen mit auf den Weg zu geben“, konkretisiert Haider, der die Wissensträger des Großhandels auch aus den neuen Ausbildungsprogrammen »OBO-Support Plus 2017« und »OBO Next Generation 2017« mit jenen aus dem Gewerbe in weiterer Folge verknüpfen will. „Nur so können das Angebotswesen, die Kalkulation und die Abwicklung professionalisiert werden“, lässt Haider das Ziel der Vernetzung durchblicken. Schließlich spart Sicherheit in der Anwendung Zeit, Geld und bringt mehr in die Kassa, so der OBO-GF im O-Ton.

Wien macht den AnfangIng. Mag. Gottfried Rotter hat mit OBO Bettermann nicht nur einen weiteren Premium-Marken-Partner gewinnen können. Er sieht in OBO vor allem ein Unternehmen, das mit seinem Team als Vordenker Maßstäbe in der Branche setzt.
Bereits im April stehen die ersten Basisseminare am Terminplan: „Den Beginn macht das Seminar bei OBO in Wien, das zweite wird bei Hagemeyer in Graz und das dritte voraussichtlich im Schulungszentrum-West in Vomp in Tirol stattfinden“, kündigt Rotter an, der auch darauf hinweist, dass 2017 insgesamt sieben Termine stattfinden werden und dabei nicht ausschließlich nur die e-Marken-Betriebe eingeladen sind. Eine »Aufwandentschädigung « von 90 Euro für die österreichischen Veranstaltungen, bzw. 190 Euro für Budapest, soll dabei die Kosten pro Person und Seminar decken – für e-Marken-Mitglieder gibt es Vergünstigungen. Jede Veranstaltung ist mit 25 Teilnehmern limitiert und bietet den Anwesenden hochgradig Wissenswertes, vorgetragen von Referenten aus dem Hause OBO Bettermann und der e-Marke. Propagieren will Rotter die Seminare unter anderem im Rahmen der »offenen Stammtische« – jene Events der e-Marke in den Bundesländern, die jährlich einen Zulauf von rund 450 Unternehmen (auch von »Nicht-e-Marken-Mitgliedern«) haben. Ein derartiges »Exklusivpaket« mit einem Premiumpartner ist für die e-Marke Neuland – eines, das aber keines bleiben soll: „Die e-Marke räumt dem Unternehmen OBO Bettermann in seinen Produkt-Bereichen ein Exklusivitätsrecht ein. Aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass wir in anderen Bereichen wie etwa »Licht« oder »Erneuerbare Energie« ähnliche Partnerschaften mit anderen Anbietern eingehen werden“, ergänzt Rotter und öffnet damit Raum für Spekulation, wer der nächste Exklusivpartner der e-Marke sein wird. „Die e-Marke fungiert dabei als Dachorganisation, unter deren Federführung Seminare wie jene mit OBO durchaus mit jenen anderer Hersteller – wohlgemerkt aus anderen Bereichen – eine Bereicherung darstellen können“, so Rotter. „Derartige Veranstaltungen sind bereits in der Pipeline“, fügt Haider dem noch hinzu – schließlich macht es Sinn, dass man in Seminaren, in denen der Funktionserhalt im Brandfall am Plan steht, darüber hinaus auch Wissen über Notleuchten vermittelt bekommt. Das kann in weiterer Folge dazu führen, dass daraus optimierte Pakete geschnürt werden, die wiederum der Elektrounternehmer anbieten kann, sodass die Probleme des Kunden auch tatsächlich gelöst werden können“, zeigt Rotter die Perspektiven einer derartigen Zusammenarbeit.

Neben der Zusammenarbeit mit der e-Marke auf der Ebene der Monteure hat man mit »OBO Support Plus 2017« und »OBO Next Generation 2017« zwei weitere Zielgruppen im Elektrogroßhandel, die das Team rund um Heinz Haider in speziellen Modul-Programmen informieren und die Teilnehmer einerseits zu sogenannten »OBO Sales Engineers« und im Falle von Next Generation speziell Berufseinsteiger ausbilden will.

JubiläumsjahrDer Handlungsbevollmächtigte von OBO Österreich, DI (FH) Jürgen Marksteiner, bezeichnet die von OBO zur Verfügung gestellte Fokusliste und die Schwerpunktthemen als optimale Unterstützung im Arbeitsalltag.
2017 ist für die heimische Niederlassung von OBO ein magisches Jahr – neben der Kooperation mit der e-Marke freut sich das Team rund um Heinz Haider vor allem über ein rundes Jubiläum: Vor 30 Jahren startete das deutsche Familienunternehmen in Zusammenarbeit mit »Neubo Unitech« – einer Wortkonstruktion aus Neuwa (Neuwalzwerk) und OBO (Ohne Bohren) – den Vertrieb in der Alpenrepublik. Schon 1987 war Heinz Haider als Geschäftsführer ein Teil der Mannschaft: „Und ich habe noch immer so viel Spaß wie am ersten Tag meiner Tätigkeit“, lässt er uns an seinem Gefühlsleben teilhaben. Unter seiner Leitung firmierte das Unternehmen im Jahr 2000 schließlich auf »OBO Bettermann Austria GmbH« um – eine Maßnahme, die laut Haider für alle Beteiligten sehr fair vonstatten ging. Der Wandel schlug sich letztendlich auch in den Strategien nieder: „Der Slogan »Markenvertrieb setzt Maßstäbe« wurde geboren und zeigt unser klareres Bekenntnis zum dreistufigen Vertrieb und die intensive Zusammenarbeit mit dem Elektroinstallationsgewerbe, den Innungen, dem Planergewerbe, den EVU, dem ÖVE, der WKO und weiteren Interessensvertretungen“, betont Haider, der heute einem Team von 25 Mitarbeitern vorsteht, das aktuell einen Jahresumsatz von rund 17 Mio. Euro erwirtschaftet: „Wir haben dabei vor allem in den letzten Jahren Markt für den Elektrofachgroßhandel gemacht, indem wir intensive Bedarfsweckung im Gewerbe betrieben und alle notwendigen Tools für eine erfolgreiche und gewinnbringende Zusammenarbeit der Wertschöpfungskette genutzt haben. Das führte auch dazu, dass wir heute bei allen Großhändlern im Land zu den Top-10-Lieferanten zählen und ein nicht wegzudenkender Faktor im Kernsortiment sind“, unterstreicht Heinz Haider nicht zu Unrecht. Schließlich wurde das OBO-Team erst vor Kurzem mit den beiden Awards »Bester Lieferant 2015« und »Beste Vertriebsunterstützung « vom heimischen Elektrogroßhandelsunternehmen Rexel ausgezeichnet. Kein Wunder, dass es zu derartigen Auszeichnungen kommt: „Neben den Aktivitäten gemeinsam mit Rexel, die schließlich in der angesprochenen Prämierung mündeten, sind innerhalb von eineinhalb Jahren über 200 Sonepar-Mitarbeiter durch unsere Schulungen gegangen – das alleine ist ein klares Bekenntnis zum dreistufigen Vertrieb“, meint Haider, dem der Stolz sichtlich ins Gesicht geschrieben steht. Im Jubiläumsjahr soll es zahlreiche Aktivitäten geben: „Innovationen und Schnelldreher werden genauso fokussiert wie bundeslandspezifische Anforderungen, die in Abstimmung mit den lokalen Niederlassungen der EGHs berücksichtigt werden“, lässt uns Haider wissen. Darüber hinaus werden 2017 alle GH-Aktivitäten nach Maßgabe des Einzelgroßhändlers aktiv begleitet und mit produktspezifischen Jubiläumsaktionen unterstützt.

Wissens-DatenbankDipl.-HTL-Ing. Heinz Haider, DI (FH) Jürgen Marksteiner, OBO-Marketingleiter Ing. Andreas Köpf und Ing. Mag. Gottfried Rotter setzen auf Zusammenarbeit.
„Es ist für alle Unternehmen wichtig, auf den letzten Stand der Technik nach den aktuell vorgegebenen Normen zu installieren“, betont der Handlungsbevollmächtigte von OBO Österreich, DI (FH) Jürgen Marksteiner, im Anschluss. „Dazu hat Ing. Andreas Köpf als Leiter des Marketings unsere österreichspezifischen Lösungsthemen einmal mehr überarbeitet. Diese Unterlagen – wie etwa die Fokusliste und bestimmte Schwerpunktthemen – bieten wir nun sowohl in gedruckter als auch in Form von downloadbaren pdf-Dokumenten auf unserer Website an. Hierin bilden wir jene Inhalte ab, die wir auch in unseren Schulungen vermitteln, und die eine praxisgerechte Umsetzung von Aufgabenstellungen darstellen sollen“, schließt Marksteiner das Gespräch – eines, das aus der Sicht der Redaktion überaus positive Perspektiven für die gesamte Wertschöpfungskette aus Hersteller, Großhandel und Gewerbetrieb bietet. Jetzt muss es nur noch angenommen werden.

Von Thomas Buchbauer

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