Ziel der Initiative »No Lithium Inside« ist es, ein Bewusstsein für den gesamten Wertstoffkreislauf zu erzeugen und eine Allianz der Speicherhersteller zu etablieren, die für den ganzen Lebenszyklus ihres Produktes saubere Antworten geben, von der Rohstoffbeschaffung bis zum Recycling. (Bild: Powertrust)

Initiative des deutschen Speicherherstellers Powertrust:

»No Lithium Inside«

Wenn Kinder Schulden erben, können sie das Erbe ablehnen. Anders sieht das bei Umweltschäden und Klimawandel aus. Die Erben müssen ausbaden, was die Altvorderen und Unternehmen verbockt haben. Das muss nicht sein, denn wir haben die Mittel, den Klimawandel zu stoppen, mit Wind-, Wasser-, Sonnenenergie und Biomasse in Kombination mit Stromspeichern und intelligentem, nachhaltigen Umgang mit Energie und Ressourcen.

Stromspeicher sind der Schlüssel zu einer erfolgreichen Energiewende, denn sie ermöglichen es, fluktuierende erneuerbare Energien dann zu nutzen, wenn sie gebraucht werden und nicht nur wenn der Wind weht, oder die Sonne scheint. Wir haben also die Technik, den Klimawandel zu stoppen und wir haben Batterietechnik, die zu 98 Prozent recycelt werden kann. Wir haben aber auch Akkutechnik, die nur in geringem Maße recycelt wird und die nach ihrem Gebrauch zu Sondermüll mutiert.

Recycling ist Pflicht bei Stromspeichern

Der Stromspeicherhersteller Powertrust hat deshalb im März 2019 die Initiative »No Lithium Inside« gestartet. Ziel ist es, ein Bewusstsein für den gesamten Wertstoffkreislauf zu erzeugen und eine Allianz der Speicherhersteller zu etablieren, die für den ganzen Lebenszyklus ihres Produktes saubere Antworten geben, von der Rohstoffbeschaffung bis zum Recycling. Bereits 2014 hat das Bremer Unternehmen gegen den allgemeinen Trend beschlossen, in seinen stationären Stromspeichern keine Lithium-Ionen-Akkus einzusetzen. Zu gefährlich, beim Transport müssen Lithium-Ionen-Akkus als Gefahrgut behandelt werden, sie sind temperatursensibel und können praktisch nicht recycelt werden. Zwar bieten einige Speicherhersteller eine Rücknahme-Garantie, die das Problem des fehlenden Recyclings jedoch lediglich vom Betreiber zum Hersteller verlagert. Wer Lithium-Ionen-Zellen selbst entsorgen muss, hat ein echtes Sondermüllproblem. Ganz anders die Situation bei Blei-Kristall-Batterien. Sie sind aufgrund ihrer Chemie weder Gefahrgut, noch können sie sich entzünden, weder bei Überhitzung, noch bei Beschädigung. Sie sind nach ihrem Lebenszyklus wertvoller Rohstofflieferant, der zu 98 % recycelt und nach Gewicht an der Börse gehandelt wird.

Powertrust & No Lithium Inside

„Wir arbeiten im Bereich der erneuerbaren Energie. Daher ist es unsere Verantwortung, den ganzen Lebenszyklus unserer Produkte zu betrachten. Von der Rohstoffbeschaffung über das passende Betreiberkonzept bis zur intelligenten Wiederverwertung sollten alle Prozesse berücksichtigt werden. Wir können nicht einerseits grün predigen und andererseits die nachfolgende Generation mit Sondermüll aus stationären Stromspeichern belasten. Wir wollen das Bewusstsein für gute, vollständig recyclingfähige Verbrauchsgüter schärfen. Wir wollen uns dafür einsetzen, dass Zelltechnik immer so eingesetzt wird, dass ihre Stärken in einem optimalen Verhältnis zur Umwelt stehen. Weiterhin gilt, erst den Verbrauch senken, dann den Speicher auslegen, Wärmebedürfnisse, Komfortstrom etc. miteinbeziehen. Wir freuen uns über alle Unternehmen, die weiterdenken, für die grüne Energie nicht nach dem verkauften Produkt endet, sondern für die Umweltschutz und maximales Recycling Bestandteil ihrer Produktplanung ist“, erklärt Mike Heger, CEO von Powertrust zur »No Lithium Inside«-Initiative.

www.powertrust.de

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