Aus Sicht von Oesterreichs Energie ist der Nationale Energie- und Klimaplan (NEKP) zwar gut, doch wichtiger ist es die richtigen Maßnahmen zu treffen. (Bild: Pixabay/Gerd Altmann)

Der Nationale Energie- und Klimaplan:

Nicht nur planen, sondern handeln!

Der Nationale Energie- und Klimaplan zeichnet das richtige Bild – entscheidend sind aber die Maßnahmen der nächsten Regierung.

„Der Nationale Energie- und Klimaplan bringt die Herausforderung der nächsten Jahre auf den Punkt. Doch auch ein guter Plan ist nur ein Plan. Eine der drängendsten Aufgaben der neuen Regierung wird es sein, dieses Dokument rasch mit Leben zu füllen“, erklärt Leonhard Schitter, Präsident von Oesterreichs Energie, der Interessenvertretung der E-Wirtschaft. „Was wir nun benötigen, sind klare Vorgaben, die es der österreichischen Energiewirtschaft erlauben, ihren Beitrag zur Erreichung der Klimazielen zu leisten.“

Der Nationale Energie- und Klimaplan (NEKP) greift aus Sicht von Oesterreichs Energie die wesentlichen Themen auf und verweist auf die richtigen Maßnahmen. Um einen konkreten Pfad zur Erreichung der österreichischen Klimaziele aufzuzeigen und die notwendige Planungs- und Investitionssicherheit für diesen langfristigen Dekarbonisierungsprozess zu schaffen, ist es Aufgabe unserer künftigen Regierung nun klare politische Entscheidungen zu treffen.

CO2-Bepreisung und Mobilität als Hebel

Die Transformation des Energiesystems kann nur gelingen, wenn alle Akteure einen angemessenen Beitrag leisten. Wesentlicher Baustein dabei ist eine faire und adäquate Bepreisung von CO2-Emissionen bei einem gleichzeitig umfassenden Bekenntnis zur Wahrung der Versorgungssicherheit. Um die Akzeptanz der Bürger und der Industrie für diese Maßnahme zu erhöhen, ist eine Zweckbindung der daraus generierten Einnahmen in Dekarbonisierungsmaßnahmen und die Entlastung des Faktors Arbeit essenziell.

Generell wird der besondere Fokus auf den Sektor Verkehr begrüßt, da dieser einen großen Teil der Emissionen verursacht und hier bislang keine ausreichenden Minderungsmaßnahmen gesetzt wurden. Um die Reduktion der Treibhausgase zu erreichen, muss nicht nur der elektrifizierte öffentliche Verkehr ausgebaut, sondern die Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge großflächig gefördert werden – öffentlich ebenso wie privat.

Ausbau von Erneuerbaren, Netzen und Speichern

Die Grundlage für das Gelingen dieser Transformation ist der massive Ausbau der Erzeugung aus erneuerbaren Energien. Um den deutlich steigenden Strombedarf in Zukunft aus erneuerbaren Energien zu decken, brauchen wir ein attraktives Anreizmodell für die Erzeugung aus Wasserkraft, Windkraft und Photovoltaik. Gleichzeitig müssen die Genehmigungsverfahren sowohl für neue Erzeugungsanlagen als auch für den Netzausbau vereinfacht und beschleunigt werden. Beides sind notwendige Voraussetzungen, um die energie- und klimapolitischen Zielsetzungen auf den Weg zu bringen.

Die österreichischen E-Wirtschaft ist bereit für das Generationenprojekt Dekarbonisierung und die damit verbundenen massiven Investitionen in unser Energiesystem. Je eher die Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden, desto nachhaltiger und effizienter kann dieser Umbau gelingen – damit unser Strom auch in Zukunft sicher, sauber und leistbar bleibt.

Weitere Informationen auf:

www.oesterreichsenergie.at

Quelle: Oesterreichs Energie

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