Neue Zumtobel-Studie zu wahrgenommener Lichtqualität im Büro

Um diese Aspekte stärker zu beleuchten, hat Zumtobel gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) eine global angelegte Langzeitstudie entwickelt und realisiert: Unter dem Titel »The Light. Globale Nutzerstudie über die wahrgenommene Lichtqualität im Büro« haben seit November 2013 bereits 2643 Büromitarbeiter aus Europa mit Hilfe eines mehrsprachigen Online-Fragebogens die Lichtsituation ihres persönlichen Arbeitsumfeldes bewertet. Ziel der bis Ende 2014 laufenden Langzeitstudie ist es, die wahrgenommene und erwartete Lichtqualität in unterschiedlichen Bürosituationen von möglichst vielen verschiedenen Nutzern beurteilen zu lassen.

So entsteht eine aussagekräftige, globale Landkarte des Lichts, welche Auskunft darüber gibt, welche Einstellung für wen und in welcher Situation am besten geeignet ist. Die Studienergebnisse dienen dank der Erkenntnisse über Präferenzen und Nutzerverhalten der Firma Zumtobel bei der Produktentwicklung. Light fields evolution TunableWhite oder Sequence sind direkte Ergebnisse dieser nutzerzentrierten Prozesse. Das ermöglicht einen Ausblick, welche Aufgaben innovative Lichtlösungen im Büro in Zukunft für die Mitarbeiter erfüllen müssen. Nach Angaben des Fraunhofer IAO ist die Zumtobel-Studie gemessen an den hohen Teilnehmerzahlen bereits jetzt eine der erfolgreichsten Untersuchungen zu diesem Thema. So zeichnet sich das große Interesse der Nutzer unter anderem dadurch aus, dass mehr als 60 % der Befragten über die Forschungsergebnisse informiert werden möchten.

Büromitarbeiter bevorzugen Direkt-/Indirektlicht und eine hohe Beleuchtungsstärke
Zu den wichtigsten Zwischenergebnissen zählen der deutliche Wunsch der Studienteilnehmer nach einer Direkt-/Indirektbeleuchtung und einer über der Norm liegenden Beleuchtungsstärke. So verfügen 61,6% der Studienteilnehmer im Büro ausschließlich über eine direkte oder indirekte Beleuchtung, die aber nur von 17,5% gewünscht wird. Dagegen bevorzugen 82,5% der Befragten eine Direkt-/Indirektbeleuchtung. Die Mehrzahl der Nutzer favorisiert des Weiteren eine Beleuchtung, die sich den unterschiedlichen Arbeitsaufgaben flexibel anpassen lässt.

Darüber hinaus lässt die Studie erste bemerkenswerte Erkenntnisse zu eindeutigen Präferenzen bei der Beleuchtungsstärke zu: Dabei werden 500 und 800 Lux am Arbeitsplatz als am angenehmsten empfunden. Knapp 60 % der Befragten fordern allerdings ausdrücklich Beleuchtungsstärken größer als 800 Lux – einen Wert, der deutlich über der gesetzlichen Norm von 500 Lux liegt.

Individuell anpassungsfähiges Kunstlicht stark gefragt
Ein interessantes Zwischenergebnis liefern auch die Vorlieben der Teilnehmer bezüglich der Farbtemperatur: So konnte über alle Altersgruppen, Geschlechter und Nationalitäten hinweg nachgewiesen werden, dass sich die Präferenzen der Nutzer hinsichtlich der Farbtemperatur in einem Feld zwischen 3000 K und 6000 K bewegen, wobei sich 4000 K und 5000 K mit großem Abstand als klar dominierende Szenarien zeigten. Diesen individuellen Bedürfnissen werden stufenlos farbtemperaturveränderliche LED-Leuchten am besten gerecht. Bei einer tieferen Analyse fällt zudem auf, dass der Bedarf an Kunstlicht nicht nur in den dunkleren Wintermonaten, sondern auch im Sommer relativ hoch ist. So nutzen 60 % der Befragten im Winter mehr als sieben Stunden Kunstlicht, im Sommer sind es immer noch 33 %. Ein Grund dafür könnte sein, dass 61,2 % der Befragten nicht in der Nähe eines Fensters sitzen und daher zu wenig natürliches Licht zur Verfügung steht. Das macht es nachvollziehbar, wie groß der Bedarf an Kunstlicht und wie wichtig es ist, Tages- und Kunstlicht aufeinander abzustimmen. Gleichzeitig wird deutlich, wie hoch im Vergleich dazu das Energiesparpotenzial einer intelligenten, tageslichtgesteuerten LED-Lichtlösung sein kann. Auch hat die Studie gezeigt, dass mit 57,4 % mehr als die Hälfte der Befragten keinen oder nur einen eingeschränkten Einfluss haben, um die Lichtsituation ihren Bedürfnissen anzupassen.

Die Auswertung dieser Zwischenbilanz zeigt auf, dass innovative Lichtlösungen für das Büro differenziert, intelligent und individuell steuerbar sein müssen. Auf diese Weise kann die Beleuchtung in allen Tätigkeitsbereichen problemlos an die Anforderungen angepasst werden, um das richtige Licht für jede Sehaufgabe und Raumsituation bereitzustellen. Im Zusammenspiel mit dem Tageslicht fördert eine intelligente Lichtlösung damit zugleich das Wohlbefinden und die Gesundheit der Mitarbeiter. Darüber hinaus leistet sie einen wesentlichen Beitrag zur Energieeffizienz. „Mit der Studie erhalten wir ein differenziertes Bild über die moderne Büroarchitektur und die Bedürfnisse von Mitarbeitern in Unternehmen weltweit”, sagt Christoph Mathis, Director Global Application & Product Management bei Zumtobel. „Die Ergebnisse fließen in die Produktentwicklung weltweit ein und unterstützen uns maßgeblich in unserem Ziel, das beste Licht für Mensch und Umwelt zu entwickeln.”

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