Neue Wege des Lichts

Erster Ort der Vortragsreihe »Neue Weg des Lichts« war Perchtoldsdorf bei Wien, bei dem runde 90 Teilnehmer über all jene Produkte informiert wurden, die im April auf der Light+Building 2012 in Frankfurt von Osram und Siteco vorgestellt wurden. Innerhalb einer Woche referierten die vielbeschäftigten Vortragenden Karim Momen, Stefan Trachsler und Reinhard Pauer noch an den weiteren Vortragsorten Linz, Salzburg, Graz und abschließend Innsbruck.

Für alle die es noch nicht wissen, oder sich für Unternehmensgeschichte interessieren, startete Peter Engel die Vortragsreihe mit einem geschichtlichen Überblick, angefangen bei Osrams Gründungsjahr 1906, über den Start der Glühlampenproduktion im Jahr 1919, bis zu der Produktion heute Standard gewordener LEDs – hin zu zukünftigen OLEDs. Heute bietet Osram rund 41.000 Mitarbeitern, in 44 Werken verteilt auf 16 Länder einen Arbeitsplatz und verzeichnet einen jährlichen Gesamtumsatz von 5. Mrd. Euro. Die Hauptzentren für Forschung liegen in Deutschland, den USA und China. Sitecos Ursprung ist eng mit dem Gründungsjahr von Siemens 1862 verbunden, als eigenständige Firma existiert das Unternehmen seit 1997. Heute beschäftigt Siteco 52 Mitarbeiter mit Vertriebsstandorten in ganz Österreich.

 

Leuchtbänder und OLEDs

Karim Momen stellte zu Beginn seines Vortrages, die »Coinlight AR111 CT« und »Pro CP51« vor, die mit vergleichbaren Lichtstärken, aber deutlich geringerem Energieverbrauch, sowie höherer Lebensdauer, eine echte Alternative zu Halogenlampen bietet. Lichtbänder lassen sich dank ihrer Flexibilität in verschiedenste Installationen integrieren. Dazu bietet Osram verschiedene Kombinationen von »Linearlight«, die sich als modulare Bauform, werkzeuglos zu nahtlosen Lichtbändern kombinieren lassen, oder als fixe Lichtbänder im Innen- oder im Außenbereich einsetzbar sind. Die »Dragonchain DC24B-TW« beispielsweise besteht aus einer flexiblen Kette mit sechs LED Modulen, mit je vier LEDs. Programmierbare LED-Betriebsgeräte wie die »Optotronic 3DIM Outdoor Familie«, die optimal für die Straßenbeleuchtung, oder Einsatzgebiete unter widrigen Betriebsbedingungen geeignet sind, fanden ebenso Erwähnung wie Konstantstrombetriebsgeräte und DALI-LED Dimmer der »PhaseCut Reihe«.

Abschließend stellte Momen sichtlich begeistert noch eine OLED-Flächenlichtquelle der zweiten Generation vor, die mit doppelter Effizienz arbeitet als ihr Vorgänger. „Der rasante Fortschritt, der hier innerhalb kurzer Zeit erzielt wird ist unglaublich” so Momen.

Karim Momen ging dann noch weiter auf Licht-Managementsysteme ein und stellte das »DALIeco-System« und »Control-Steuersystem«, mit zwei verfügbaren DALI-Linien für die einfache Systemkonfiguration vor. Für großangelegte Projekte ist das »DALI-Professional System« mit vier DALI-Linien und bis zu 256 EVG Adressen, sowie 50 integrierbaren DALI-Bediengeräten oder Sensoren gedacht. Alle Systeme wurden auch mit dazugehörigen Präsenzsensoren, Fernbedienungen und Touchpanels, die zum Teil frei konfigurierbar sind bedacht.

 

Passender Ersatz

Weitere Gründe „die Ausmusterung alter Lampenbestände zu beschleunigen”, ortet Stefan Trachsler bei den LEDs der »Ledvance Familie«. Die Vertreter der »Downlight-Serie« reichen vom kleinen Spot, bis hin zum kräftigen Strahler für Akzentbeleuchtungen im Shop- oder Retail-Bereich und können mit exzellenter Lichtqualität und langer Lebensdauer locker Kompaktstoff- oder Halogenlampen ersetzen. Keinen Ersatz für einen echten Fensterblick, dafür absolut gleichmäßige Lichtverteilung bietet das »Area-LED Lichtfenster« für optimale Beleuchtung in Büros. Zum Ende seines Vortrages stellte Trachsler noch die »High-Bay-LED« für großflächige Industriebeleuchtung und die »Streetlight« Serie effizienter Leuchten zur normgerechten Straßenbeleuchtung vor.

Auch beim Thema Leuchtmittel lässt Osram nichts aus. Reinhard Pauer spult in seinem Vortrag eine breite Palette »Parathom LED-Lampen« ab, die mit einer Effizienz von 65lm/W und einer Lebensdauer von bis zu 45.000 Stunden keine Wünsche übrig lassen soll. Angenehm fällt dabei die große Auswahl an Sockelvarianten auf. Für den einfachen Ersatz von herkömmlichen Leuchtstoffröhren bietet Osram die »Substitube classic« und »Advanced« der zweiten Generation. Beim Austausch gebrauchter KVGs, ist dabei keine Neuverkabelung nötig, die LED-Röhren mit höherer Effizienz und höherer Helligkeit (ohne Aufwärmphase), können in den alten Sockel eingebaut werden. Lediglich der mitgelieferte Starter muss eingebaut werden.

 

Ausblick

Gegen Ende erwartete die Gäste noch ein unerwartetes Thema, denn neben all den LEDs die an diesem Nachmittag zu begutachten waren, wurden unter der Produktfamilie »Halogen Eco Pro« Glühlampen vorgestellt. Diese »erlaubten« Glühlampen in Tropfen- oder Kerzenform, zeichnen sich laut Pauer, durch eine gleich angenehme Lichtqualität wie herkömmliche Glühbirnen aus, sind frei von Quecksilber und besitzen einen UV-Filter. Zum Abschluss erlaubte sich Osram noch einen Ausblick in die Zukunft, wonach zu erwarten ist, dass sich der Markt auf Grund der Gesetzgebung in Schüben entwickeln wird. Dank der steigenden Lebensdauer von LEDs, wird die Stückzahl verkaufter LED-Leuchtmittel wohl sinken, dafür ist zu erwarten, dass der Marktwert dieser steigen wird. Nach diesem Blick in die Kristallkugel, konnten sich die verbliebenen Gäste dann noch bei angebotener Kulinarik ausgiebig unterhalten.

www.osram.at
www.siteco.at

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