Neue Ausgabe der TAEV

Anwenderfreundliche Gestaltung

Deutlich erweitert wurden die Kapitel Blitzschutz und Schutzmaßnahmen in elektrischen Anlagen. Erstmalig gibt es auch eine Zusammenfassung von Normen aus den Themenkreisen Photovoltaik und E-Mobilität. Neben den Bezügen auf die Normung wurden auch Verweise auf aktuelle Fachinformationen und Richtlinien des OVE (Österreichischer Verband für Elektrotechnik) inkludiert. Parallel zur Bezugnahme auf die österreichische Normung umfasst die TAEV auch umfangreiche Hinweise auf entsprechende europäische Normen. Die TAEV 2012 wird ab dem 17. September 2012 auf www.taev.at erhältlich sein und erstmals auch als E-Book erscheinen.
In Österreich ist die TAEV seit Jahrzehnten wichtiges Hilfsmittel für Planer und Errichter elektrischer Anlagen. Die komplett überarbeitete Ausgabe soll als moderner Arbeitsbehelf noch besser dabei unterstützen, die Anforderungen bei der Errichtung und beim Anschluss von Niederspannungsanlagen zu erfüllen. Einerseits um die Anforderungen der Netzbetreiber, andererseits um die Errichtungsbestimmungen des OVE entsprechend umzusetzen.
Dabei versucht sie nicht, die Errichtungsbestimmungen zu ersetzen, sondern den Leser durch exakte Quellenangabe und Erläuterungen durch die Anforderungen zu führen. Um jedoch dem Praktiker den schnellen Überblick zu ermöglichen, ist es zum Teil trotzdem notwendig, Inhalte der Errichtungsbestimmungen in Auszügen wiederzugeben. Die neu eingegangene Kooperation mit dem OVE führt speziell beim Überblick über die Errichtungsbestimmungen zu einer Qualitätsverbesserung.

OVE-Handbuch mit allen Errichtungsbestimmungen

Als ideale Kombination zur TAEV wird vom OVE zukünftig ein Handbuch mit den wesentlichen verbindlichen Errichtungsbestimmungen herausgegeben. Diese weitaus umfangreichere Sammlung umfasst dann Anforderungen, die der Errichter elektrischer Anlagen gemäß Elektrotechnikgesetz im Detail zu berücksichtigen hat. Mit der TAEV als Kurzfassung und Leitfaden ist damit das Navigieren in den umfangreichen Errichtungsbestimmungen komfortabel möglich.

Anwendungsfreundliche Gestaltung der TAEV

Auf Grund dieser neuen Rahmenbedingungen hat sich auch das Erscheinungsbild der TAEV 2012 gewandelt. Bei allen Angaben von Anforderungen wird durch Nennen der Quelle klargestellt, in welcher Errichtungsbestimmung diese Anforderungen zu finden sind. Anforderungen, die nicht der Norm entnommen sind, sondern von den Netzbetreibern vorgegeben werden, sind deutlich mit einer schwarzen, senkrechten Linie gekennzeichnet. Dort wo es unterschiedliche Anforderungen der Netzbetreiber gibt, wird auf die Technischen Ausführungsbestimmungen oder die Anforderungen der Netzbetreiber verwiesen.
Mit der TAEV 2012 wurden alle zu Redaktionsschluss veröffentlichten Errichtungsbestimmungen berücksichtigt. Teilweise wurden auch aktuelle, noch nicht verbindliche Normen – inhaltlich mit entsprechenden Vermerken versehen – berücksichtigt, da diese oft wesentliche technische Verbesserungen enthalten. Neu ist auch eine Übersicht über den Status der Normen für Anlagen besonderer Art und Anlagen in besonderen Räumen. In dieser Übersicht wird die Gültigkeit, die Verbindlichkeit nach Elektrotechnikverordnung und aktuelle Neuerscheinungen ausgewiesen.

Zusammenfassung von Normen zu Photovoltaik und E-Mobilität

Um dem Wunsch nach der Behandlung aktueller Themen nachzukommen, wurden die wichtigsten Grundsätze für die Photovoltaik aus den Normen zusammengefasst, und in zwei übersichtlichen Anschlussbeispielen für Direkteinspeisung und Überschusseinspeisung dargestellt. Zum ersten Mal in Österreich wird eine kompakte Darstellung der Anschlusserfordernisse für Ladesäulen der Elektromobilität geboten. Die Errichtungsnormen für die Ladesäulen sind derzeit international in Abstimmung, daher gilt formal in Österreich derzeit die ÖVE/ÖNORM E 8001-1. Um die Installation von Ladesäulen in Österreich zukunftssicher zu gestalten, wurde in der TAEV der bereits bekannte Stand der internationalen Normung abgebildet.

Weitere Informationen zur TAEV

Die TAEV erscheint seit 1956 in Abständen von vier Jahren. Dabei wird sie an die aktuellen Errichtungsbestimmungen und die veränderten Anforderungen der Verteilernetzbetreiber angepasst. Die Abstimmung der Inhalte erfolgt entsprechend einer Vereinbarung aus dem Jahr 1956 zwischen Österreichs Energie als Interessensvertretung der österreichischen E- Wirtschaft und der Innung der Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechniker. Die TAEV ist seit langer Zeit erfolgreich als Unterrichtsbehelf berufsbildender Schulen in Verwendung.

www.taev.at

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