Modernisierung historischer HGÜ-Leitung in den USA

Die Konverterstation Sylmar im Norden von Los Angeles ist die südliche Station der »Pacific Intertie«, einer 1.360 Kilometer langen HGÜ-Verbindung zur Celilo Konverterstation, in der Nähe des Columbia River im Bundesstaat Oregon. Die »Pacific Intertie« überträgt Strom vom Pazifischen Nordwesten an bis zu drei Millionen Haushalte im Großraum Los Angeles. Normalerweise verläuft der Energiefluss von Norden nach Süden. Im Winter jedoch benötigt der Norden viel Energie zum Heizen, während der Süden weniger Energie benötigt, sodass dann der Stromfluss umgekehrt wird. Die »Pacific Intertie« ermöglicht den Stromaustausch zwischen dem Nordwesten und Südkalifornien und unterstützt somit den Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage.

„Die Pacific Intertie war die erste große HGÜ-Leitung, die in den USA installiert wurde. Sie sichert seit nahezu fünf Jahrzehnten die Stromversorgung von Millionen Menschen in den USA“, sagte Claudio Facchin, Leiter der ABB-Division Stromnetze. „Wir freuen uns, zu diesem Pionierprojekt zurückkehren zu dürfen. Die Modernisierung der Konverterstation in Sylmar knüpft an den Erfolg von Celilo an und leistet einen Beitrag zu einer sicheren Stromversorgung. Gleichzeitig ermöglicht sie eine höhere Effizienz und Zuverlässigkeit sowie herausragende Kontrollfunktionen. ABB ist ein weltweit führender Anbieter der HGÜ-Technologie und dieses Projekt unterstreicht unsere Servicequalität sowie unseren lebenslangen Support, was ein zentrales Element unserer Next-Level-Strategie ist.“

Die Konverterstation Sylmar im Norden von Los Angeles ist die südliche Station der »Pacific Intertie«, einer 1.360 Kilometer langen HGÜ-Verbindung zur Celilo Konverterstation, in der Nähe des Columbia River im Bundesstaat Oregon. Die »Pacific Intertie« überträgt Strom vom Pazifischen Nordwesten an bis zu drei Millionen Haushalte im Großraum Los Angeles. (Quelle: ABB)Die Digitalisierung wird bei der Modernisierung eine Schlüsselrolle spielen, da die neueste Version von ABBs fortschrittlichstem Steuerungs- und Schutzsystem MACH installiert wird. Wie bereits bekannt gegeben wurde, war Celilo, die nördliche Konverterstation der Verbindung, die erste Anlage weltweit, die mit der neuesten Version dieses Steuerungssystems aufgerüstet wurde. Bei der Modernisierung der Sylmar-Station werden weitere Schlüsselkomponenten installiert, darunter AC- und DC-Filter, Drosselspulen sowie Messeinrichtungen und Zusatzgeräte.

Das digitale MACH-System überwacht, steuert und schützt die hochentwickelte Leistungselektronik in der Station und kontrolliert mehrere tausend Abläufe, um ein Höchstmaß an Zuverlässigkeit zu gewährleisten. Damit wird die Übertragungsleitung auch vor unerwarteten Störungen wie Blitzeinschlägen geschützt. MACH funktioniert wie das Gehirn der HGÜ-Leitung und wurde dafür konzipiert, über Jahrzehnte hinweg rund um die Uhr zu laufen. Es beinhaltet Funktionen für die Erfassung von Störungen und die Fernsteuerung. Das MACH-System von ABB ist mit über 1.100 weltweit in Betrieb befindlichen Anlagen die global am häufigsten eingesetzte Steuerungslösung für HGÜ-Anwendungen und FACTS- Installationen (Flexible Alternating Current Transmission System).

Seit ABB 1965 damit beauftragt wurde, zum Bau der »Pacific Intertie« beizutragen, wurden in den 46 Jahren seit der Betriebsaufnahme zahlreiche Modernisierungsprojekte durchgeführt, um die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer der Leitung zu verbessern. Dies ist ABBs sechster Auftrag für Arbeiten an der »Pacific Intertie«.

ABB entwickelte die HGÜ-Technik vor über 60 Jahren in Pionierarbeit und wurde laut Angaben des Unternehmens inzwischen mit über 110 HGÜ-Projekten weltweit betraut. Dies entspricht einer Gesamt-Übertragungskapazität von über 120.000 Megawatt (MW) und macht etwa die Hälfte der weltweit installierten Basis aus. Das Unternehmen verfügt mit seinen internen Fertigungskapazitäten für alle wesentlichen HGÜ-Komponenten über eine einzigartige Marktstellung.

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