Modernes Wohnen im Wienerwald

Das modern wirkende, äußere Erscheinungsbild des Gebäudes wird durch den Eindruck, der sich einem beim Betreten bietet, noch einmal getoppt – denn dann wird es richtig futuristisch. Schalter in konventionellem Design sucht man vergebens. Abgestimmt auf die persönlichen Bedürfnisse hat das intelligente Haus Raumtemperatur und Lichtstimmung passend eingestellt. Über die Multiroom-Anlage hört man leise Musik aus dem Hintergrund und die Jalousien sind so weit herunter gefahren, dass die Sonne nicht mehr blendet.

 

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Beim Betreten des großzügigen Wohnzimmers bleibt der Blick beim iPad hängen. Falls der Hausherr will, kann er die Raumtemperatur nachjustieren, die Lichtstärke verändern oder die Musik laut oder leiser drehen. „Einschalten, Ausschalten, Dimmen – ja, da lege ich hin und wieder selbst Hand an”, meint der zufriedene Hausherr. Insgesamt sind 150 Komponenten in das KNX-System eingebunden: Angefangen von der Wärmepumpe über die kontrollierte Wohnraumlüftung, die Gegensprechanlage oder die Multiroom-Audioanlage bis hin zu den Klassikern wie Beleuchtung und Beschattung.

Die Haustechnik ist so programmiert, dass alle integrierten Systeme schlüssig interagieren und störungsfrei funktionieren. Die Kommunikation zwischen den IP-Geräten und der KNX-Welt übernimmt der eibPort von BAB Technologie. Auf diesem Server laufen auch die Visulisierung und die Zutrittssteuerung via Fingerprint. Das einzige, das manuell geschaltet werden muss, ist die Gegenstromanlage des Pools. Sie weiß – dank KNX-Verbindung zur Wetterstation – zwar, dass sie sämtliche Aktivitäten sofort zu stoppen hat, wenn der Windsensor der Poolabdeckung den Befehl zum automatischen Schließen erteilt. Sie weiß aber nicht, wann genau jemand zu Trainingszwecken schwimmen will.

„Einer der größten Vorteile von KNX ist, dass man für immer flexibel bleibt. Bei einer herkömmlichen Installation heißt es, in der Planungsphase genau zu überlegen, wo die einzelnen Schalter platziert werden sollen, damit später nicht nachgestemmt werden muss. Beim KNX reicht das Wissen darüber, was in das System integriert werden soll, der Rest ist reine Programmierungssache”, erläutert Markus Zack, Leiter der Gebäudesystemtechnik bei Siblik.

Sicher leben hat Vorteile
Es ist wohl schon jedem passiert – kaum ist man außer Haus, gehen einem Fragen wie »Wo ist der Schlüssel?«, »Ist das Bügeleisen ausgesteckt?«, »Ist die Beleuchtung ausgeschaltet?«, »Sind alle Fenster zu?« und »Hoffentlich ist die Alarmanlage aktiviert!« durch den Kopf. Nicht so bei einem KNX-gesteuerten Gebäude – man ist befreit von derartigen Sorgen. Denn hier sind – je nach Wunsch – alle Überwachungssysteme vollautomatisch scharf und alle Stand-by-Geräte auf einen Schlag abgeschaltet, sobald die Haustüre hinter dem Hausherrn ins Motorschloss fällt. Diesen Moment erkennen strategisch perfekt platzierte Bewegungsmelder. Der netzwerkfähige Fingerprintsensor wird vom »ekey Job« am eibPort ausgewertet. Dort können die Zutrittsberechtigungen – bis zu 99 Benutzer á 10 Finger abgespeichert werden. So kann die »Putzperle« nur zu bestimmten Zeiten oder der Nachbar nur während des verdienten Urlaubs des Hausherren die Eingangstüre öffnen.

Die Videogegensprechanlage von Elcom zeigt jeden Besucher auf den drei im Haus verteilten 15″-Touchpanels an. Die Verbindung über WLAN macht es möglich: Sitzt der Hausherr gerade bequem auf der Couch, so kann der Gast auch über das mobile iPad ins Haus gelassen werden.

Immer Mehr Funktionen möglich
Auch wenn man sich noch so sehr umschaut – allzuviel Technik ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Das optische Gesamtbild ist stimmig und so wie es der Hausherr wünscht. Die in schlichtem Polarweiß gehaltenen, geradlinigen K.1-Schalter von Berker passen zur architektonischen Lösung.

Ein Faktum hat sich auch im vorliegenden Fall seit der ursprünglichen Planung im Jahr 2009 bis heute verdeutlicht: Wer einmal von der Funktionsvielfalt des KNX-Systems profitiert hat, verlangt nach immer mehr. Es ist erstaunlich, was sich alles mit einem Bussystem steuern lässt. Womit auch der Hausherr sehr zufrieden ist: „Alles funktioniert so, wie ich mir das vorgestellt habe”, betont er im Rahmen unseres Besuches.

Auf die Frage, warum Siblik gerade dieses Projekt für den Projekt-Contest ausgewählt hat, hat Ing. August Nussbaumer, Leiter Marketing bei Siblik, eine einleuchtende Antwort parat: „Weil in diesem Haus alles umgesetzt wurde, was Siblik in seinem Gesamtkonzept und an Produkten anzubieten hat.” Siblik deckt dabei die Bereiche Beschattung, Beleuchtung, Klimatisierung, Alarmanlage, Wärmepumpe, Gegensprechanlage und Photovoltaik ab. Besonders stolz ist man bei Siblik aber auch auf die wirklich gute Zusammenarbeit mit allen Gewerken.

Starker Auftritt
Siblik kann auf eine jahrzehntelange Erfahrung in der Vernetzung von unterschiedlichen Gewerken bauen. Schon vor 20 Jahren hat das Unternehmen für seinen innovativen Firmenneubau den ersten Platz beim KNX-Award gemacht. Besonders stolz ist man auf die energiesparende Fassadenkonstruktion: Die sogenannte Zweite-Haut-Fassade nutzt die passive Solarenergie – auch Wintergarteneffekt genannt. Die einfach verglaste Außenfassade befindet sich einen Meter vor der Innenfassade, die isolierverglast ist und einen Fassadenkorridor bildet, in dem der Sonnenschutz montiert ist. Die Lüftung des Korridors erfolgt über ein Zu- und Abluftklappensystem und wird gemeinsam mit dem Sonnenschutz über KNX gesteuert. Auch die Energie der Erde wird durch einen Erdkollektor, der unter der Garage verlegt ist, genutzt und in das Gesamtkonzept integriert. Die Photovoltaikanlage am Dach sowie die KNX-gesteuerte LED-Beleuchtung bringen weitere energiesparende Effekte.

Alle diese Innovationen haben nur einen Sinn und Zweck, wie Markus Zack ausführt, nämlich das Alltagsleben einfacher zu gestalten. Mit den »Geht doch«-Partnern und allen Beteiligten wird das Wohnen und Arbeiten umfassend erleichtert. Und dieses idyllisch am Wienerwald gelegene Einfamilienhaus aus Architektenhand ist ein gutes Beispiel dafür.


Vorteile:

  • Eine gewerkeübergreifende KNX-Gesamtlösung
  • 150 Komponenten in das KNX-System eingebunden
  • Steuerbar über Touchscreen und iPad auch von der Couch und von der Ferne

Projektdetails:

  • Ort des Projektes: Wienerwald, Niederösterreich
  • Typus: Einfamilienhaus
  • Projektgröße: 1 KNX-Gesamtlösung mit 150 Komponenten
  • Realisierungszeitraum: 7.–12. 2013
  • Gewerk: Beschattung, Beleuchtung, Klimatisierung, automatische Markisen, Alarmanlage, Wärmepumpen, Gegensprechanlage und Photovoltaik
  • Highlight: Das Besondere an diesem Projekt ist die KNX Gesamtlösung für das gesamte Einfamilienhaus.

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