Mit der Wirkung des Lichts

 

Handelte es sich zu Beginn im Wesentlichen um künstlerisch gestaltete Lichtobjekte, die RSL zu fertigungstechnischen Hochleistungen herausforderten, kam mit Hans T. von Malotki eine weitere Strömung der Beleuchtungskunst hinzu.

 

Pioniere der Gestaltung mit Licht

Der Lichtplaner Hans T. von Malotki, der sein Kölner Planungsbüro zu weltweitem Renommée führte, arbeitete international mit den berühmtesten Architekten seiner Zeit. Bei Mies van der Rohe, Hans Scharoun, Paul Baumgarten – um nur einige zu nennen – lag der Focus der Lichtplanung in der Wirkung des Lichts im Raum. Diese Beleuchtungsphilosophie teilend, konzipierte von Malotki Lichtplanungen für so bedeutende Bauwerke wie die Nationalgalerie in Berlin, den wieder aufgebauten Deutschen Reichstag und die Preußische Staatsbibliothek. Viele von Malotkis lichtarchitektonischen Entwürfen wurden von RSL Rodust und Sohn Lichttechnik in Sankt Augustin realisiert. Als Pioniere der Gestaltung mit Licht, die Sonderleuchten einen hohen Stellenwert beimaßen, bestritten Günter Rodust, der das väterliche Unternehmen seit 1987 alleinverantwortlich führte, und der unvergessene Hans T. von Malotki einen langjährigen gemeinsamen Weg, der für RSL eine stete Entwicklung bedeutete.
Neben der Kernkompetenz im Bau von Sonderleuchten entwickelte Günter Rodust auch großen Sachverstand in der seriellen Fertigung innovativer Leuchten auf der Grundlage der jeweils fortschrittlichsten Leuchtmittel. Die ersten Downlights für PL- und PLC-Leuchtmittel kamen aus Sankt Augustin. Später folgte ein umfassendes Programm von Downlights für Speziallösungen, wie den randlosen Einbau in abgehängte Deckensysteme oder Decken aus Sichtbeton.

 

Wertvolle Beiträge zur Lichtarchitektur

Nach Übernahme durch die neuen geschäftsfü̈hrenden Gesellschafter Oliver Hoffmeister und Jens G. Hanfland im Jahre 2001 entwickelten sich die Geschäftsfelder der RSL Rodust und Sohn Lichttechnik GmbH auch international weiter zu einem der führenden Hersteller von architektonischen Sonderlichtlösungen. Gemeinsam mit namhaften Lichtplanern war RSL während jener Zeit an renommierten Projekten wie dem Museum of Islamic Art in Doha, Qatar, von I.M. Pei beteiligt. Auch national leistete das Unternehmen weiterhin wertvolle Beiträge zur Lichtarchitektur. Zu den Projekten zählen u. a. die Zeche Zollverein von Rem Kolhaas (Lichtplanung: Licht Kunst Licht AG) und das Capricorn EET-Building von Gatermann + Schossig (Lichtplanung: Kress & Adams). Auch mit dem einstigen Weggefährten Johannes Dinnebier wurde ein weiteres Projekt realisiert; für den Platz der Vereinten Nationen in Bonn baute RSL vier überdimensionale Lichtskulpturen.

Historie:

  • 1956
    Firmengrü̈ndung durch Walter Rodust
  • 1965
    Erstes großes Projekt, das Stadttheater Dortmund, in Kooperation mit Johannes Dinnebier
    (Lichtplaner)
  • 1972
    Die Firma Rodust und Sohn Lichttechnik GmbH in den Anfängen
  • 1980
    Nach zahlreichen Projekten im Sonderleuchtenbau, u. a. mit dem damals bereits renommierten Lichtplaner Hans T. von Malotki aus Köln, entschließt sich Günter Rodust, mit der erworbenen Kompetenz und Erfahrung, die serielle Fertigung von Leuchten zu entwickeln und durchzuführen.
  • 1984
    Auflage des ersten offiziellen RSL Kataloges unter dem Titel „Licht als architektonisches Ausdrucksmittel”
  • 1987
    Günter Rodust ist allein verantwortlicher Geschäftsführer der Rodust und Sohn
    Lichttechnik GmbH
  • 1994–1996
    Beauftragung, Fertigstellung und Eröffnung des neuen Verwaltungsgebäudes mit integriertem Showroom (Entworfen vom Atelier für Tages- und Kunstlichtplanung, Kress & Adams)
  • 2001
    Übernahme durch die neuen geschäftsfü̈hrenden Gesellschafter Oliver Hoffmeister und
    Jens G. Hanfland
  • 2011
  • Übernahme durch Trilux

 

Unternehmensform

Seit 1. Januar 2011 rechtlich selbstständige Tochtergesellschaft der Trilux GmbH & Co. KG. Die ursprüngliche RSL Rodust & Sohn Lichttechnik GmbH firmiert seitdem unter dem Namen RSL Lichttechnik GmbH & Co. KG.

 

Kontakt:

RSL Lichttechnik GmbH & Co. KG, Tannenweg 1–3, D-53757 Sankt Augustin, Phone +49 2241 861 0, Fax +49 2241 334 600, E-Mail: [email protected]

 

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