LKD setzt neuen Lichtstandard in Turnhallen

Im Oktober 2016 ist die Schule Henndorf an LKD herangetreten, um einen Lösungsvorschlag zu erarbeiten. Jakob Teufl, der seinerseits für die Haustechnik verantwortlich ist, definierte in Abstimmung mit dem Projektleiter bei LKD, Hannes Moser, die genauen Rahmenbedingungen.

Ziel des Projektes war die Umrüstung der ballwurfsicheren T8-Bestandsleuchten auf LED. Die bestehende Holzdecke und die vorhandenen Einbauöffnungen durften nicht verändert werden. Eine ähnliche Umrüstung hatte LKD bereits zuvor für die Hauptschulturnhalle der Gemeinde Henndorf, zur besten Zufriedenheit, umgesetzt.

Umbau vor Ort von T8 auf LED (Bild: LKD)Im Zuge der Projektanalyse wurde festgestellt, dass die Abschaltung der Beleuchtung in der Turnhalle oft zu hohem Personalaufwand führt. Ein Betrieb mit unterschiedlichsten Nutzern von 8 bis 21.30 Uhr, sowie der Wochenendbetrieb für Turniere von Judo-, Karate- und Volleyballvereinen musste einfach handhabbar realisiert werden.
Eine große Fensterfront brachte zusätzliches Einsparungspotential durch Tageslichtnutzung.

Folgende fünf Anforderungen formten das Projekt:

  • LED-Umrüstung in bestehender Leuchtenaussparung
  • Gruppenzuordnung der Leuchten für unterschiedlichen Betrieb
  • Notlichtfunktion der Leuchten für sicheren Betrieb
  • Tageslichtsensoren für energieoptimierte Beleuchtung
  • Bewegungsmelder für automatische Abschaltung

Lichtsimulation durch LKD (Bild: LKD)Als Leuchtenlösung für dieses Projekt entschied sich Hannes Moser für die Leuchte Solow X-LED von Thorlux mit integriertem Smartscan-Sensor. Diese erfüllte die lichttechnischen Anforderungen. Durch die flache Bauform konnte die Leuchte außerdem problemlos in das bestehende, ballwurfsichere Leuchtengehäuse eingebaut werden.
Mit dem Smart Scan-System von Thorlux kann jede Leuchte separat programmiert werden und der Tageslichtsensor jeder Leuchte regelt den Lichtstrom anschließend autonom. Zusätzlich wurden die Leuchten gruppiert, um auf die unterschiedlichen Bereiche optimal eingehen zu können. Die Kommunikation der Leuchten basiert dabei auf einer Wireless-Kommunikation, wodurch kein zusätzlicher Verkabelungsaufwand notwendig ist.

Um die Gemeinde von der optimalen Lösung zu überzeugen, wurde eine Musterleuchte ausgeführt und 30 Tage im Praxisbetrieb getestet. Amtsleiter wie auch Lehrer konnten sich von der neuen Lösung überzeugen.
Anschließend wurde zum Jahresanfang die Umrüstung, in Kooperation mit dem ortsansässigen Elektrounternehmen, beauftragt.

Turnhalle Henndorf nach der LED-Umrüstung (Bild: LKD)In Turnhallen dieser Größe ist lt. Norm EN 12464-1 8.2011 eine Beleuchtungsstärke von 300 lx am Boden auszuführen. Die Grundauslegung erfolgte mittels Lichtberechnung. Nach der Installation erfolgt die Inbetriebnahme und Justierung der Leuchten. Es wurden zwei Leuchtengruppen programmiert und die Beleuchtungsstärke in mehreren Anwendungsfällen überprüft. Zusätzlich wurde auch die Notlichtsituation normgerecht erfasst und für die Gemeinde dokumentiert.
Zusätzlich wurde die Gemeinde auch darüber in Kenntnis gesetzt, dass bei den installierten 65W-LED-Leuchten eine weitaus höhere Beleuchtungsstärke für etwaige Vereinsturniere ausgeführt werden könnte.

Technische Daten und Effizienzberechnung:

Bestand
18 Stück Leuchten mit 3×58 W T8 (190 W je Leuchte)
Energieverbrauch: 3.420 W/h

Neue Lösung
18 Stück Solow X-LED 65 W
Energieverbrauch: 1.170 W/h

Durch die Verwendung der Tageslichtsensoren sowie der Bewegungsmelder ergibt sich ein weiteres Einsparungspotential von größer 25 % . Dadurch ergibt sich eine rechnerische Amortisation der Gesamtanlage von 2,2 Jahren.
Gemeinsam mit LKD wird die Gemeinde das tatsächliche Einsparungspotential jährlich überprüfen und die Realität mit der Theorie abgleichen.

Bei Fragen zu den Produkten und deren Einsatzmöglichkeiten steht das LKD-Team gerne beratend zur Verfügung.

Bilder: LKD

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