Linzer Platzhirsch

 

Er ist geborener Linzer, wohnhaft in Traun, kennt die Elektrobranche seit vielen Jahren, versteht sich als Teamplayer und nimmt die Herausforderung, die Position der erfolgreichsten Regro-Niederlassung in Zukunft noch weiter auszubauen, bewusst an. Johannes Pröll ist mit Anfang Oktober Leiter der Regro-Niederlassung in Linz. Vor dem Mikro verriet er uns seine Beweggründe, Einschätzungen und Ziele.

 

Herr Pröll, die erste Frage, wenn jemand den Job gewechselt hat, lautet wohl stets: „Was waren die Gründe dafür?“

Ing. Johannes Pröll, NL-Leiter ­Regro-Linz: Zum einen der klassische Grund – ich habe eine neue Herausforderung gesucht, nachdem eine mögliche Weiterentwicklung bei meinem bisherigen Arbeitgeber aus örtlichen Gründen nicht gegeben war. Und zum anderen wusste ich, dass Regro ein Unternehmen ist, das seit jeher mit einem kompetenten Team am Markt agiert.

 

Herausforderung ist eine gute Definition für einen Job wie die Leitung der oberösterreichischen ­Regro-Niederlassung – immerhin ist sie die Umsatzstärkste im Unternehmen – man kann in so einer Position auch schnell verlieren.

Pröll: Ich habe bewusst gesagt, »ich suche die Herausforderung«. Walter Jomrich hat als Niederlassungsleiter viele Jahre tolle Arbeit geleistet – und was besonders wichtig ist – sie ist nachhaltig. Aber ohne sein Team hätte auch er es nicht geschafft, diesen Stellenwert im Unternehmen zu erreichen. Die Mannschaft in Oberösterreich und Salzburg setzt sich derzeit aus 33 Mitarbeitern zusammen – sieben im Außendienst, 19 im Innendienst, vier in der Organisation und drei in der Logistik. Das sind allesamt Angestellte, die wissen, was sie tun müssen, die sehr zielgerichtet ihre Aufgaben erledigen und über ein Know-how verfügen, das seinesgleichen sucht. Im Grunde ideale Voraussetzungen, um die Position der Nummer 1 zu halten. Das ist aber gar nicht mein Ziel. Denn mit den neuen Geschäftsbereichen »Industrial Sales« und »Erneuerbare Energien« will ich unseren Stellenwert weiter ausbauen und die Umsätze steigern. Auf Grund meiner Kontakte, die ich in den Jahren meiner früheren Tätigkeit vor allem in diesen beiden Bereichen aufbauen konnte, bin ich auch optimistisch, meine Ziele zu erreichen.

Was waren die ausschlaggebenden Gründe der Regro-Geschäftsleitung, Johannes Pröll mit der Nachfolge von Walter Jomrich zu betrauen?

DI (FH) Uwe Klingsbigl, Vertriebsleiter Regro-Österreich: Regro-Linz ist eine der stärksten Großhandels-Niederlassungen, die es in Österreich gibt. Da liegt es nahe, keine Experimente einzugehen. Johannes Pröll hat Erfahrung und kennt darüber hinaus die Elektrobranche. Mit unserer neuen Ausrichtung in Richtung »Industrial Sales« hat es sich außerdem angeboten, einen Mann wie ihm die Chance zu geben. Johannes Pröll ist darüber hinaus gebürtiger Oberösterreicher – und was liegt näher, die Führung der Linzer Niederlassung mit einem Oberösterreicher zu besetzen?

 

Sie sprechen den Sektor »Erneuerbare Energien« als wesentlichen Markt für die Weiterentwicklung von Regro an. Jetzt weiß man, dass die deutschen Hersteller speziell im Photovoltaikbereich mit ihren Überkapazitäten, die sie auf ihrem Heimmarkt aufgebaut haben, nach Österreich drängen und damit die Preise in den Keller rasseln. Hat der Bereich tatsächlich derartig großes Potenzial für Sie?

Klingsbigl: Wir betrachten den Markt ja gesamtheitlich – und Photovoltaikmodule sind nur ein kleiner Teil davon. Auch im Bereich der Elektromobilität gibt es mehr als »nur« die Zapfsäulen – auf diesem Gebiet arbeiten wir ja bekanntlich mit Mehler in Form einer Exklusivpartnerschaft zusammen. Hier gilt es für die Elektrotechniker, auch hinter der Säule eine Infrastruktur aufzubauen. Nehmen wir die Schnellladegeräte als Beispiel – hier arbeitet man mit 63 A – dazu bedarf es auch eines entsprechenden Anschlusses. Außerdem wird es künftig unumgänglich sein, intelligente Systeme – wie etwa SmartGrid – einzubinden. Ich behaupte: »Keine Erneuerbare Energie ohne SmartGrid«. Neben der Photovoltaik und der Elektromobilität hat auch die Windenergie einen nicht unwesentlichen Stellenwert in unserem Land. Auch hier bedarf es technisch hochwertiger Produkte und Systeme, die wir anzubieten in der Lage sind.

Pröll: Die Windenergie hat vor allem auch in Oberösterreich einen hohen Stellenwert. Das ist ein Markt, in dem hohe Umsätze erzielbar sind.

 

Welche Anstrengungen unternimmt ­Regro, die Elektrotechniker an diese Themen heranzuführen?

Klingsbigl: Zum einen hat Ende September der Energiekongress stattgefunden, womit wir unsere Kompetenz unter Beweis gestellt haben. Und zum anderen agieren wir nach der »Push and Pull«-Methode. So haben wir mit Andreas Pizka einen Mitarbeiter im Unternehmen, der österreichweit bei dieser Gruppe von Bedarfsträgern das Interesse weckt. Und andererseits legen wir darauf Wert, mit zertifizierten Partnern zusammen zu arbeiten, mit denen wir die so entstandenen Projekte bearbeiten können.

 

Herr Pröll – zurück zu Ihrer Person – wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben?

Pröll: Ich arbeite nach dem Motto »nur im Team können wir erfolgreich sein«. Das war nicht immer so – aber über die Jahre bin ich mehr und mehr zum Teamplayer geworden. Dabei versuche ich, meine Kompetenz ins Team einzubringen – und auch umgekehrt – die Kompetenz aus dem Team für das Unternehmen zu nutzen. Vor allem was die Gepflogenheiten des Großhandelsgeschäfts betrifft, gibt es für mich noch einigen Nachholbedarf. Für mich wird es wichtig sein, dass mich meine leitenden Mitarbeiter in der Geschäftsstelle als Partner sehen und mich mit den wichtigen Informationen versorgen, damit ich wiederum darauf reagieren kann, um die richtigen Strategien ausgeben zu können. Also, um es auf den Punkt zu bringen: Die Teamfähigkeit aller wird künftig gefragt sein.

 

Wie sind Sie im Kreise Ihrer Mitarbeiter aufgenommen worden?

Pröll: Wenn Veränderungen stattfinden, ist jeder zuerst einmal neugierig und interessiert. Es gibt Mitarbeiter, die vorsichtig und zurückhaltend agieren, und es gibt andere, die sehr aufgeschlossen sind. Aber gerade bei meinen ­unmittelbaren Ansprechpartnern in der Niederlassung habe ich das Gefühl, dass mir das nötige Vertrauen entgegengebracht wird. Das Team in Linz ist insgesamt eine absolut gelungene Mischung aus den verschiedensten Typen. Und nicht zu vergessen: mit einem wirklich tollen Betriebsklima.

 

Da Sie in Ihrer Funktion bei Tele Hase auch Einblick in die heimische Großhandelsszene gehabt haben, würde uns Ihre Einschätzung bezüglich der Kompetenz der Linzer Niederlassung im Speziellen interessieren.

Pröll: Regro war – abgesehen von dem einen oder anderen lokal agierenden Unternehmen – für mich immer das wichtigste Großhandelsunternehmen, deren Mitarbeiter tatsächlich über Know-how verfügt haben. Deswegen habe ich schon in meiner Zeit bei Tele Hase stets gerne mit Regro zusammengearbeitet. Und heute – zwei Monate nach meinem Antritt – kann ich behaupten, dass das Know-how noch besser ist, als ich es vorher erlebt habe. In den Regro-Competence-Centren aber auch im Innendienst und in der Verwaltung arbeiten hochspezialisierte Mitarbeiter, die alle miteinander einen tollen Job machen.

 

Welche Ziele haben sich Regro und Johannes Pröll gesetzt?

Klingsbigl: Für Regro-Linz kann es nur ein Ziel geben: Den Ausbau der Nummer-1-Position. Die oberösterreichische Niederlassung ist seit vielen Jahren die stärkste innerhalb der Organisation. Weil wir eben aus einer Position der Stärke agieren können, wollen wir auch eine Steigerung erzielen, die über dem Marktwachstum liegt. Und mit dem Team, bestehend aus Johannes Pröll und seinen Mitarbeitern, sind wir sicher auch in der Lage dazu.

Pröll: Uwe Klingsbigl hat damit bereits alles gesagt. Es bleibt nun nur noch zu erwähnen, dass ich vor allem aufseiten der Industrie meine Kontakte einbringen werde und ich davon ausgehe, dass daraus etliche Geschäftsbeziehungen entstehen, die zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht in dieser Form bestehen. Übrigens, nicht vergessen dürfen wir das Salzburger Gebiet, das wir von Linz aus betreuen. Bedingt durch meine Verbindungen in dieser Region erwarte ich auch hier Steigerungen und einen Ausbau unseres Marktanteiles.

Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, dass wir im Gebäude der Linzer Niederlassung ein Schulungszentrum geplant haben, das ab nächstem Jahr für unsere Kunden zum Ausbau ihrer Kompetenz zur Verfügung stehen wird.

Klingsbigl: So viel sei verraten: Der Standort Linz wird auch in den nächsten Jahren an der gewohnten Adresse zu finden sein – allerdings wird das Gebäude eine Modernisierung erfahren, die letztlich vor allem für die Kunden von Vorteil sein wird.

Meine Herren, wir danken für das Gespräch!

Johannes Pröll – sein beruflicher Aufstieg

Mit dem Abschluss der Pflichtschule begann Pröll bei der Voest in Linz die Lehre zum Mess- und Regeltechniker. Einen Beruf, den er bei der Voest nach Abschluss der Ausbildung zuerst auch ausübte. Doch schon damals wusste er, dass er beruflich mehr erreichen wollte und entschloss sich, nebenher den Meisterkurs für Elektronik und anschließend die HTL für Nachrichtentechnik und Elektronik zu absolvieren. Ausbildungen, die Pröll auch erfolgreich abschloss. Mit der Erkenntnis sich für die Technik zwar zu interessieren, aber kein »Vollbluttechniker« zu sein, vollzog sich eine entscheidende Wende in seinem Berufsleben: Pröll bekam 1989 bei Tele Hase die Möglichkeit, in den Verkauf zu wechseln – ein Angebot, das er wahrnahm. Im Laufe der Jahre machte Pröll viele Stationen des Vertriebs durch. Nach den »Lehrjahren« im Außendienst wurde er schließlich Büroleiter für Oberösterreich und Salzburg – eine Position, in der Pröll erstmals Mitarbeiter zu führen hatte. Selbst die Schließung des Linzer Büros – die Digitalisierung hatte mittlerweile Einzug gehalten, was eine Umstrukturierung von Tele Hase nach sich zog – stoppte den weiteren beruflichen Aufstieg des gebürtigen Linzers nicht. Pröll wurde mit der Verkaufsleitung für Österreich und später auch mit der Betreuung der Key-account-Kunden in Ö und Deutschland betraut – in dieser Position hatte er auch erstmals Kontakt mit dem Elektrogroßhandelsunternehmen Regro. Nachdem ihm im Frühjahr 2011 die Leitung der Linzer Niederlassung angeboten wurde, wechselte Pröll erstmals nach 22 Jahren den Arbeitgeber. Er ist nun seit Juli 2011 bei Regro tätig und führt ab Anfang Oktober 2011 die erfolgreichste Regro-Niederlassung.

Jomrich wechselt in den Ruhestand

Walter Jomrich trat am 1. 6. 1972 bei der damaligen BBC in Linz als »Sachbearbeiter für technische Serienprodukte im Verkaufsinnendienst« ein. Aufgrund seiner ­fach­lichen und persönlichen Qualifikation wechselte er bereits im März 1975 in den Außendienst. Sein Aufgabengebiet umfasste den Verkauf, die Beratung und Betreuung von Kunden in Oberösterreich. Diese Tätigkeit übte Jomrich 25 Jahre mit einem hohen Maß an Einsatzbereitschaft sehr erfolgreich aus und wurde am 1. 10. 2000 mit der verantwortungsvollen Position des Niederlassungsleiters (Prokura) der NL-Linz betraut. Er folgte damit Ing. Norbert Ahammer nach, der in die Geschäftsführung nach Wien wechselte. Durch seine enorme Einsatzbereitschaft, Gewissenhaftigkeit und den exzellenten Umgang mit Kunden hat Jomrich die Niederlassung Linz in all diesen Jahren äußerst erfolgreich geleitet und damit wesentlich zum positiven Ansehen und Erfolg des Unternehmens beigetragen. Knapp 40 Jahre sind eine Verbindung zu einem Unternehmen, die nur bei beiderseitiger Anerkennung erfolgreich möglich sein kann. In all diesen Jahren hat Walter Jomrich einige Veränderungen mitgetragen und auch mitgestaltet und die Niederlassung Linz äußerst erfolgreich geführt.


www.regro.at

 

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