Licht ins Dunkel bringen

Beide Geräte integrieren die Hochfrequenztechnik erstmals in die Gira Schalterwelt. Automatisch mehr Sicherheit und Orientierung bei Dunkelheit: Der Gira Sensotec schaltet das Raumlicht gedimmt ein, sobald das Gerät eine Bewegung in einem vordefinierten Fernbereich erkennt. Das funktioniert nach dem Prinzip des Dopplereffektes: Der Sensor sendet elektromagnetische Wellen mit einer Frequenz von 5,8 GHz aus. Trifft das Signal auf einen unbeweglichen Körper – etwa ein Möbelstück –, wird es mit derselben Frequenz reflektiert. Bewegt sich dagegen ein Mensch im Raum auf den Sensor zu oder von ihm weg, erhöht beziehungsweise verringert sich die Frequenz des reflektierten Signals. Diese Veränderung registriert der Gira Sensotec als Bewegung und schaltet daraufhin das gedimmte Raumlicht ein.

Gegenüber der herkömmlichen passiven Infraroterfassung hat der Dopplereffekt einen entscheidenden Vorteil: Ab ca. 28 °C kann ein PIR-Sensor eine Person kaum von ihrer Umgebung unterscheiden – Bewegungen werden dann nicht mehr sicher erkannt. Der Gira Sensotec wird wie ein normaler Schalter in einer Höhe von ca. 1,10 m montiert. Die bestmögliche Erkennung ergibt sich, wenn sich der Körper direkt auf das Gerät zu bewegt – der Installationsort für das Gerät sollte auf die Bewegungsrichtungen im Raum abgestimmt werden. Die Erkennung funktioniert auch durch Wände hindurch, wenn diese aus nicht abschirmenden Materialien bestehen – wie Glas, Stein, Gipskarton und Holz. So können beispielsweise in öffentlichen oder halböffentlichen Toilettenanlagen sämtliche Kabinen mit nur wenigen Geräten abgedeckt werden.

Metallische Flächen und Wände aus Beton oder massivem Mauerwerk dagegen dämpfen beziehungsweise reflektieren die Signale. Durch sie hindurch ist eine Erkennung nicht oder nur eingeschränkt möglich. Allerdings kann die reflektierende Wirkung genutzt werden, um die Reichweite zu verlängern.

Im freien Feld deckt die Reichweite des Gira Sensotec eine Fläche von etwa 4 x 6 m ab. Die Empfindlichkeit des Sensors lässt sich aber genauer einstellen – die Erfassung kann auch in geringerer Distanz erfolgen. Auf Grund der präzisen Justierbarkeit kann der Sensor so eingerichtet werden, dass er eine unerwünschte Erfassung in benachbarten Räumen vermeidet. Im Nahbereich wird die volle Raumbeleuchtung eingeschaltet, wenn der Nutzer sich dem Gira Sensotec auf ca. 5 cm nähert. Dazu reicht eine Handbewegung. Lichtschalten wird dadurch besonders einfach und komfortabel – vor allem für Menschen mit taktilen Einschränkungen.

Der Gira Sensotec LED vereint die Funktionen eines Bewegungsmelders, einer LED-Orientierungsleuchte und eines berührungslosen Schalters in einem Gerät. Für die Funktion des automatisch eingeschalteten Orientierungslichts nutzt er eine integrierte LED-Leuchte. Der Gira Sensotec LED arbeitet ebenfalls mit einer Sensortechnik auf Basis des Dopplereffekts. Bei erkannter Bewegung erhellt die integrierte LED-Leuchte die Umgebung dezent und sorgt so für Orientierung im Raum. Um eine Blendwirkung zu vermeiden, lässt sich die Beleuchtungsstärke auf die gewünschte Helligkeit einstellen. Wird mehr Licht benötigt, kann der Nutzer auch hier die Raumbeleuchtung berührungslos mit einer Bewegung einschalten.

Der Gira Sensotec und der Gira Sensotec LED eignen sich überall dort, wo automatisches Licht zur Orientierung gewünscht wird. Dabei überzeugen beide Geräte auch optisch: Sie tragen kaum auf – beim Rahmenprogramm E2 beispielsweise weniger als 2 mm – und wirken in ihrem flachen Design auf der Wand überaus elegant und gleichzeitig unauffällig. Beide passen in die Rahmen aus dem Gira System 55 und – mit Adapterrahmen – in den Gira Flächenschalter. Fünf Farbvarianten eröffnen vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten.

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