Konferenzen mit Komfort

 

 

Mit 14.000 m2 Grundfläche, 170 komfortabel ausgestatteten Zimmern und zwei auf dem neuesten Stand der Technik eingerichteten teilbaren Konferenzräumen gehört das Hotel Port Royal im Heidepark Soltau sicherlich zu den anspruchsvolleren Objekten in der Gebäudeautomation. Das vom Architekturbüro Rimpf entworfene, im Sommer 2007 eröffnete Themenhotel empfängt seine Gäste in einem einmaligen Ambiente. Dazu wurde eine ausgefeilte Licht- und Raumtechnik installiert, mit der nicht nur die weitläufigen, allgemein zugänglichen Bereiche und Rettungswege energiesparend und sicher beleuchtet, sondern auch stimmungsvolle Szenarien, z. B. im Restaurant- und Barbereich, realisiert werden. Aufregend wird es, wenn Künstler und Artisten auf der perfekt ausgeleuchteten Showbühne ihr Können zeigen, während die Konferenzgäste in den multimedial ausgestatteten Tagungsräumen sich ungestört von äußeren Einflüssen auf das Wesentliche konzentrieren können.

Sicherheit und Komfort auf allen Ebenen

Über die – von der Firma Dörflinger, Gesellschaft für Elektroplanung mbH projektierte – Businstallation wird nicht nur die Beleuchtung automatisch geregelt, sondern auch die Beschattung der Konferenzbereiche in Abhängigkeit von der Mediennutzung. Während die RWA-Lüftungsanlage mit der wetterabhängigen Steuerung der Dachfenster gekoppelt ist und so ein ausgeglichenes Gebäudeklima schafft, sorgen Temperatursensoren im Veranstaltungsbereich dafür, dass es bei den Bühnenshows nicht zu heiß wird. In den Verkehrsbereichen installierte Infrarot-Bewegungsmelder stellen sicher, dass niemand im Dunkeln bleibt und garantieren den Ressourcen schonenden Umgang mit der teuren Energie. Einzelne Bereiche lassen sich individuell über die vor Ort installierten, grafischen Touchpanels steuern. So kann, z. B. für das Showprogramm, die Saalbeleuchtung genau dann gedimmt werden, wenn ein Künstler die Bühne betritt. Ein technisches Highlight findet sich in den teilbaren Tagungsräumen. Die flexiblen Trennwände wurden mit Sensoren ausgestattet, die den aktuellen Raumverbund an den LCN-Bus melden. Da die Teilbereiche jeweils mit einem eigenen Touchpanel ausgestattet sind, können sie auch individuell geregelt werden. Werden die Trennwände geöffnet und alle Konferenzräume zu einem großen Saal miteinander verbunden, kann die Medientechnik sofort, ohne manuell umzuschalten, von jedem Touchpanel aus gleichermaßen bedient werden. Sobald die Trennwände geschlossen sind, funktionieren die Touchpanels nur noch für den jeweiligen Abschnitt. So wird sichergestellt, dass die abgetrennten Räume völlig unabhängig voneinander multimedial nutzbar sind und sich nicht gegenseitig beeinflussen.

Alles im Blick

Der gesamte Datenverkehr des LCN-Busses wird mithilfe eines in der Rezeption installierten, speziell für den LCN-Bus entwickelten 15″-Touchpanels überwacht. Ein zusätzlicher PC wird hierfür nicht benötigt. Die Bedienoberfläche wurde offline programmiert und einfach via USB auf die Touchpanel-interne CompactFlash-Speicherkarte übertragen. Jetzt kann nicht nur die Beleuchtung in den Allgemeinbereichen, Büros, Konferenzräumen und Treppenhäusern von zentraler Stelle ein- und ausgeschaltet, sondern auch die Gegensprechanlage von der Rezeption bedient und die Heiz- und Lüftungsanlage geregelt werden. Der Zugriff auf einzelne Funktionen und Anwendungsbereiche wird über die ebenenbasierte Passwortabfrage geregelt. So können die Mitarbeiter in der Rezeption zwar die Beleuchtung in den allgemein zugänglichen Bereichen regeln und die Videoüberwachung im Eingangsbereich aktivieren, jedoch nicht (versehentlich) die Jalousien in den Konferenzräumen hochfahren. Die umfangreichen Anforderungen an die Sicherheitstechnik wurden dabei natürlich ebenfalls berücksichtigt. So ist z. B. das RWA-Tableau erst nach Eingabe des entsprechenden Passwortes auf dem Bildschirm sichtbar.

Störungssicher dank Meldesystem

Die umfangreichen Einrichtungen, von der Brandmeldeanlage mit automatischer Rauchabzugseinrichtung über die Fluchtwegsicherung bis zur Notstromanlage sind in ständiger Bereitschaft und die gesamte Technik wird über das LCN-Gebäudeleitsystem überwacht. Technische Störungen werden über das im LCN-Gebäudeleitsystem integrierte Melde- und Quittungssystem lokalisiert. Über die Visualisierung weiß der Haustechniker sofort, über welchen Verteiler die Meldung kommt und kann weitere Informationen, z. B. über Leistungsschalter, Sicherungen, Sollwerte und aktuelle Betriebszustände, abfragen. Als Sofortmaßnahme lassen sich dann direkt aus dem Technikerraum einzelne Bereiche überprüfen und Erstmaßnahmen einleiten. Wird z. B. der Ausfall der Wetterstation gemeldet, können vorsorglich die Dachfenster geschlossen und die Jalousien vor den Konferenzräumen hochgefahren werden, um Wasser- und Sturmschäden zu vermeiden.

Zukunftssicher

Mit der LCN-Bustechnik ist das Port Royal auch zukünftig auf dem aktuellen Stand der Technik. Da für dieses System nur eine zusätzliche Ader in der konventionellen NYM-Verkabelung benötigt wird, wurden die 170 Gästezimmer bereits jetzt auf die, zukünftig verstärkt nachgefragten, technischen Komfortmerkmale vorbereitet. So könnten die Gäste z. B. beim Betreten des Zimmers mit tageszeitabhängigen Lichtstimmungen empfangen und die Jalousien mit dem Einschalten des Fernsehers automatisch heruntergefahren werden. Und mit einer individuell regelbaren, anwesenheitskontrollierten Heizungssteuerung wird der Komfort zum Erlebnis, ohne dass die Kosten für den Betreiber zum Abenteuer werden. Als Highlight für den individuellen Bedienkomfort bieten sich hier die neuen LCN-GT-Sensor-Tastenfelder an. Diese lassen sich jederzeit neu konfigurieren, ohne dass die Gäste gestört werden.
Trotz der umfangreichen technischen Ausstattung konnte die gesamte Bustechnologie des Port Royal in kürzester Zeit installiert und in Betrieb genommen werden. Funktionale Änderungen sind jederzeit möglich und können schnell und einfach ohne aufwendige Verdrahtungsarbeiten konfiguriert werden. Aus Sicherheitsgründen notwendige Abschaltungen ganzer Gebäudebereiche werden auf ein Minimum reduziert, sodass der Betrieb für Gäs­te und Personal ungestört weitergehen kann.

Fazit

Die im Port Royal realisierten Sicherheitseinrichtungen zeigen deutlich, dass die LCN-Gebäudeleittechnik hervorragend für den Einsatz in multifunktionalen Gebäuden geeignet ist. Das integrierte Visualisierungssystem ermöglicht umfassende Informationen und den zentralen Zugriff auf den gesamten Installationsbus. Die technische Überwachung des gesamten Gebäudes wird wesentlich vereinfacht, und im Falle einer technischen Störung kann schnell und zielgerichtet reagiert werden.

 

 

 


 

LCN-Gebäudeleitechnik im Port Royal Themenhotel

Das Port Royal Themenhotel im Heidepark Soltau ist mit der leis­tungsfähigen und flexiblen LCN-Gebäudeleittechnik ausgestattet. Für die gewerkeübergreifenden Funktionen und technischen Komfortmerkmale wurden unter anderem folgende LCN-Komponenten installiert:
• CAT 7 Segmentbusverdrahtung über 6 Etagen
• 23 Segmentkoppler LCN SK und zwei Segmentrepeater LCN SKR2 zwischen den Hauptverteilern
• 23 Trennverstärker LCN-IS
• 45 Relaismodule LCN R8H für die RWA-Anlage und Jalousiensteuerung
• 55 Sensor-/Aktormodule LCN SH
• 33 Schalt-/Dimmmodule LCN HU mit DSI-/DALI-Ausgängen
• 5 Hochleistungs-Sensor-/Aktormodule LCN LD mit DSI-/DALI-Ausgängen
• 193 Bewegungsmelder LCN BMI
• 1 Wetterstation LCN WRL65 mit Wind-, Regen- und Lichtsensor
• 9 IOS 6″-Touchpanels GTM 006C für individuelle Bereichssteuerung
• 1 IOS 15″-Touchpanel GTM 15C für die zentrale Überwachung und Steuerung aller Buskomponenten.

Durch die gebäudeweite Verkabelung mit einer zusätzlichen Datenader im NYM-Kabel kann das LCN-Gebäudeleitsystem problemlos und ohne aufwändige Verdrahtungsarbeiten erweitert und mit zusätzlichen Funktionen ausgestattet werden.

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