Kluge Konzepte sind gefragt!

Künftig wird die Betrachtung der Energiekennzahlen in Verbindung mit der Wohnbauförderung noch mehr an Bedeutung gewinnen, Förderungsmittel sind direkt an die Energiekennzahl der Immobilie gebunden. Seit 1. Jänner 2012 gelten in Österreich 36 kWh/m²/Jahr (entspricht 3,6 lt. Heizöl) als Mindestmaß für den Heizwärmebedarf, um in den Genuss einer Wohnbauförderung zu kommen. Bis Anfang 2021 werden wir es gemäß der EU-Richtlinie 2010/31/EU (Nearly Zero Energie Building) mit nahezu energieautarken Wohnhäusern zu tun bekommen. Und spätestens damit ist der Zeitpunkt für die Elektrotechniker gekommen, die Konsumenten mit ihrer umfassenden Ausbildung zu unterstützen. Ihr Know-how ist es auch, das dazu beitragen wird, der steigenden Energieknappheit mit der Installation von Photovoltaik-, Windenergieanlagen und ähnlichen Technologien entgegenzuwirken. Und die Ressourcen für die Energiegewinnung aus derartigen Anlagen sind reichlich vorhanden: „Es steht uns rund 3.000-mal mehr Sonnenenergie zur Verfügung als wir tatsächlich verbrauchen“, so Alfred Pichsenmeister einleitend.

Neben der Photovoltaik sieht der Siblik-Experte die Chancen der Elektrotechniker vor allem in Bereichen wie der kontrollierten Wohnraumlüftung und den Wärmepumpen. Da in Zukunft immer mehr Passivhäuser gebaut werden, lässt Pichsenmeister vor allem mit folgendem Satz aufhorchen: „Je niedriger der Heizwärmebedarf (HWB) umso sinnvoller ist der Einsatz einer Luft/Wasser-Wärmepumpe.“ Außerdem gibt er zu bedenken, dass der Einsatz einer Wärmepumpe volkswirtschaftlich nur dann einen Sinn ergibt, wenn die verbrauchte Energie durch eine alternative Energiequelle – wie die Photovoltaik – erzeugt wird. Pichsenmeister bringt auch ganz klar zum Ausdruck, dass nur wenn das Zusammenspiel aller Systeme koordiniert wird – wie etwa von einer Gebäudesteuerung durch KNX von Berker oder Theben – durchgängige Energiekonzepte sinnvoll umsetzbar sind. „Mit einer intelligenten Steuerung schafft man zum einen die Grundlagen für ein wohltemperiertes Haus – etwa durch eine intelligente Beschattungsregelung – und darüber hinaus Features, die technisch in die Tiefe gehen wie etwa ein perfektes Zusammenspiel aus PV-Anlage und Brauchwasserwärmepumpe. Denn die Warmwasserbereitstellung sollte zu Tageszeiten erfolgen, wenn die PV-Anlage Strom produziert und in der Nacht einer Sperrzeit unterliegen.“ Pichsenmeister sieht aber auch bei der Kontrollierten Wohnraumlüftung Handlungsbedarf: „Viele Systeme, die in der Vergangenheit verbaut wurden und heute noch zum Einsatz kommen, verfügen über einen Dreistufenschalter – dieses Konzept entspricht nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik. Nur eine bedarfsgerechter Regelung – etwa mit einem KNX-System – schafft es, CO2-Konzentrationen in Wohnräumen zu vermeiden und gleichzeitig Einsparpotenziale bis zu 20 kWh/m²/Jahr zu erzielen.“

„Das sind alles Perspektiven und Entwicklungen, die der Elektrotechnikbranche in die Karten spielen – wir müssen sie nur nutzen“, lautet der Appell Pichsenmeisters an die Branche. Die Aufgabe des Elektrotechnikers wird künftig verstärkt die Weitergabe an ganzheitlichen Informationen dieser Art sein: „Wir müssen uns zum Ziel setzen, in die Planung der Bauvorhaben in einer Form Einfluss zu nehmen, dass sich unterm Strich ein Optimum an Energie- und Kosten-Einsparung für die Konsumenten ergibt“, betont Pichsenmeister, der nicht unerwähnt lässt, dass mit einer Regelung aller Komponenten auch ergänzende Funktionen als Mehrwert wie z. B. Alarmanlagen mit integriert werden können. Last, but not least bringt er ein weiteres wichtiges Argument in der Überzeugungsarbeit beim Kunden ins Spiel: „Mit einem Monitoring-System führt man den Konsumenten sowohl die aktuellen Verbrauchszahlen als auch die Einsparungswerte eindrucksvoll vor Augen – Systeme wie diese sind wir von unserem Bordcomputer im PKW mittlerweile gewohnt. Aber in Summe erfordern all die hier erwähnten komplexen Zusammenhänge stets eine Koordinierung der erforderlichen Steuerungselemente, was schließlich auch einen sensiblen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen zur Folge hat“, bringt es Pichsenmeister abschließend auf den Punkt. Für den innovativen Elektrotechniker eine willkommene Herausforderung, für Siblik »gelebtes Heute« und für den Bauherren ein sichtbarer Vorteil: Ein kompetenter Ansprechpartner, der Elektrotechniker.

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