Kältemittel bald überflüssig

 

Tausend Pumpen im Haus

Die Forscher um Jan Kare Bording präsentieren winzige Pumpen der Größe ein mal ein Millimeter, die beliebig gebündelt und an verschiedenen Stellen des Hauses verteilt werden können. „Das Prinzip des großen Holzverbrennungsofens in der Hausmitte hat ausgedient. Besser sind viele kleine Wärmequellen, die flexibel dort eingebaut werden können, wo man sie braucht – etwa in besonders kalten Räumen oder in Fußböden”, so Bording.

Da die Einzelpumpen aus einem einzigen, unbeweglichen Teil aus Halbleitern bestehen, ist das System theoretisch ohne Beschränkung der Lebensdauer einsetzbar. „Bloß ein handelsübliches Gebläse ist notwendig, um die heiße oder kalte Luft zu bewegen. Dieses ist jedoch leicht auszuwechseln”, so Bording. Ein ökologischer Vorteil sei auch, dass die Pumpen, die oftmals Ozon-schädliche Kältemittel durch Strom ersetzen, der aus erneuerbaren Energieträgern stammen kann.

 

Einbau entscheidet über Effizienz

Die meisten heute erhältlichen Wärmepumpen basieren auf Kältemitteln. „Für deren hermetische Abdichtung und Entsorgung gibt es jedoch hohe Auflagen”, betont Karl-Heinz Stawiarski, Geschäftsführer des Bundesverbands Wärmepumpe e.V. im Interview mit pressetext. Die Lebenserwartung heutiger Systeme liegt bei durchschnittlich 15 bis 20 Jahren. „Bei Erdwärmepumpen muss der Kompressor getauscht werden, während die Sonde jedoch 100 Jahre und länger hält.”

Effizienzsteigerungen bei derzeitigen Wärmepumpen hält Stawiarski bei einzelnen Bauteilen für möglich, was besonders bei Luftwärmepumpen gelte. Feldtests am Fraunhofer-Institut für Solarenergiesysteme ISE haben jedoch gezeigt, dass die korrekte Installation der Pumpe noch mehr Einfluss auf die Effizienz hat als die Technologie alleine. „Knackpunkt des Stromverbrauchs in der Praxis ist der richtige Einbau durch den Handwerker. Hier sind noch viele Optimierungen möglich”, so der Verbandssprecher (Quelle: Pressetext).

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